Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen hat am Dienstag ein Ende der Verschlüsselung von werbefinanzierten Vollprogrammen gefordert.
Und zwar unabhängig vom Verbreitungsweg und davon, ob die Verbreitung in Standardqualität oder hochauflösend erfolgt. Außerdem sprachen sich die Verbraucherschützer gegen Eingriffe der Privatsender in die Programmaufzeichnung der Zuschauer aus.
Hintergrund sind Überlegungen der Sendergruppen RTL und ProSiebenSat.1, in den nächsten Wochen oder Monaten ihre HD-Programme ins Kabelnetz bringen zu wollen. Die Verbraucherzentrale wies darauf hin, dass für den Empfang der Programme gerade neu angeschaffte Receiver unbrauchbar sein könnten, weil die Ausstrahlungen mit großer Wahrscheinlichkeit verschlüsselt erfolgen. Außerdem gelte es als wahrscheinlich, dass RTL und ProSiebenSat.1 bei einer Verbreitung im Kabel die gleichen Restriktionen sicherstellen wollen, die sie schon bei der Verbreitung über die umstrittene Satelliten-Plattform "HD+" durchgesetzt haben. Dabei blockieren die Privatsender das Vorspulen in Aufzeichnungen, um das Überspringen von Werbeblöcken zu unterbinden.
Für den Empfang des "HD+"-Angebots brauchen die Zuschauer spezielle "HD+"-zertifizierte Settop-Boxen.




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