Die Rundfunkgebühr für die Programme von ARD und ZDF könnte für PC-Besitzer ohne Fernseher nach einem Magazinbericht künftig erheblich höher ausfallen.

Ab 2013 könnten auch für diese Zuschauer jeweils rund 18 Euro pro Monat fällig werden, statt der bisherigen 5,76 Euro, bestätigte der Leiter der Staatskanzlei Rheinland-Pfalz und damit Koordinator der Medienpolitik der Länder, Martin Stadelmaier, der Zeitschrift "Carta" am Sonntag.

Derzeit befinden sich zwei Modelle im Fokus der Länderchefs: Sowohl beim Modell der "Haushaltsabgabe" als auch bei der "modifizierten Geräteabgabe" solle es zukünftig nur noch eine Abgabenhöhe geben, hieß es. "Wir diskutieren derzeit verschiedene Gebührenmodelle. Es gibt aber noch keine Entscheidung. Bei der Haushaltsabgabe stellt sich die Frage der PC-Gebühr nicht. Bei der modifizierten Gerätegebühr gibt es für eine verminderte Gebührenpflicht für PCs oder Smartphones keine sachliche Begründung mehr", sagte Stadelmaier dem Blatt.

Betroffen von den Planungen wären auch Selbständige und Freiberufler, die für ihre gewerblich genutzten Rundfunkgeräte noch einmal ein Entgelt zahlen müssen. Die Gebühren werden von der Gebühreneinzugszentrale (GEZ) in Köln für die öffentlich-rechtlichen Sender von ARD und ZDF erhoben. Eine Entscheidung über das neue Modell und die Abgabenhöhe soll bis 2011 fallen.