Nach dem von der "Bild"-Zeitung ausgelösten Riesenwirbel um die Mitte des Jahres erfolgte Abschaltung des Ersten Programms über Eutelsat-Satelliten, ist die ARD nun auch wieder via Hotbird zu empfangen.
"Eutelsat ist auf die ARD zugegangen. In einer kostenlosen Ad-hoc-Aktion im
Sinne der Soldaten in Afghanistan und eines sicheren Empfangs vor Ort wird das Erste ab sofort wieder über HotBird verbreitet", teilte ein Sprecher des französischen Satelliten-Betreibers am Mittwochnachmittag mit. Die Aktion ist allerdings bis Mitte Januar zeitlich befristet.
Auch Hotels und Urlauber können nur in diesen wenigen Wochen das Programm unverschlüsselt sehen.
Die Empfangsparameter:
Eutelsat/Hotbird 13 Grad Ost
Service: "Das Erste"
Mittenfrequenz: 11,541 GHz (Low Band)
Polarisation: vertikal
FEC-Rate: 5/6
Symbolrate: 22.000 kBaud
Die ARD war in die Kritik geraten, weil die Streitkräfte in Afghanistan seit einigen Monaten das Erste Programm über Hotbird nicht mehr empfangen können. Als Begründung wurden die Transponder-Kosten in Höhe von rund einer Million Euro jährlich angeführt. Zahlreiche Politiker und Verbände kritisierten das Vorgehen scharf.
Am Dienstag reagierte der öffentlich-rechtliche Sender dann auf den Druck, schaltete in einer Blitzaktion sein Programm über den Satelliten NSS-12 des Eutelsat-Rivalen SES World Skies kostenfrei auf. Der Himmelskörper ist auf der Orbitalposition 57 Grad Ost stationiert und bietet von dort aus eine Abdeckung Afghanistans.
Wie der Empfang vor Ort sichergestellt wird, ist unklar: Das ZDF wird weiterhin über Eutelsat-Satelliten ausgestrahlt. Um beide Sender zu sehen, müsste eine Multifeed-Anlage installiert sein. Mit der erneuten Hotbird-Aufschaltung hat sich dieses Problem zunächst erledigt.




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