Die Kabel Deutschland Holding AG hat im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2013/14 die Zwei-Millionen-Marke bei ihren Internet- und Telefonkunden überschritten und damit ihr kräftiges Wachstum im Breitbandmarkt weiter fortgesetzt.
Anlässlich der Vorlage der Zahlen betonte der Vorstandsvorsitzende der Kabel Deutschland Holding AG Adrian v. Hammerstein: „Unsere Breitbandprodukte erfreuen sich großer Beliebtheit bei den Kunden. Deshalb investieren wir erhebliche Mittel in den weiteren Breitbandausbau, damit immer mehr Kunden – gerade im ländlichen Raum – einen leistungsfähigen Internetzugang nutzen können. Jetzt öffnen wir unsere Infrastruktur auch für die mobile Datennutzung. Bis Oktober werden wir in über 50 Städten und Gemeinden in Bayern öffentliche WLAN-Hotspots zur Verfügung stellen.“
Umsatz- und operatives Ergebniswachstum setzt sich fort
Kabel Deutschland erzielte einen Quartalsumsatz in Höhe von 464 Mio. Euro (plus 4,6 Prozent gegenüber Vorjahresquartal). Bereinigt um die im Vorjahr verbuchten Einspeiseentgelte der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten betrug das Umsatzwachstum im Berichtsquartal 6,3 Prozent.
Der durchschnittliche Monatsumsatz pro Kunde erhöhte sich im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres um 8,6 Prozent auf 16,71 Euro (Vorjahresquartal 15,38 Euro). Immer mehr Kunden buchen neben ihrem Kabelanschluss weitere Produkte von Kabel Deutschland. So abonnierte am 30. Juni 2013 ein Kunde im Durchschnitt 1,71 Produkte des Kabelnetzbetreibers (Vorjahr 1,60).
Das bereinigte EBITDA (EBITDA) legte um 3,8 Prozent auf 217 Mio. Euro (Vorjahresquartal 209 Mio. Euro) zu. Die EBITDA-Marge betrug 46,8 Prozent (Vorjahresquartal 47,1 Prozent).
Im ersten Quartal des Geschäftsjahres erwirtschaftete der Kabelnetzbetreiber einen Netto-Gewinn (Gewinn nach Steuern) von 29 Mio. Euro. Der im Vergleich zum Vorjahresquartal niedrigere Netto-Gewinn ist auf höhere Abschreibungen infolge gestiegener Investitionen sowie auf einen höheren diesjährigen Steueraufwand nach einem Steuerertrag im letzten Jahr zurückzuführen. Darüber hinaus führte die positive Aktienkursentwicklung zu einem Anstieg der im Berichtsquartal nicht zahlungswirksamen Aufwendungen im Zusammenhang mit dem mehrjährigen Management-Incentive-Programm. Das Ergebnis je Aktie für das erste Quartal betrug 0,33 Euro im Vergleich zu 0,74 Euro im Vorjahresquartal.
Investitionen für profitables Wachstum
Kabel Deutschland hat im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2013/14 mit 108 Mio. Euro (Vorjahresquartal 116 Mio. Euro) 23,3 Prozent ihres Quartalsumsatzes investiert. Diese Mittel flossen insbesondere in den Infrastrukturausbau und in die Kundengewinnung. Um die Leistungsfähigkeit und Reichweite des Netzwerkes weiter zu verbessern und damit für zukünftige Anforderungen an höhere Bandbreiten vorzubereitet zu sein, wird zunehmend Glasfaser in das Kabelnetz integriert.
Rund 14 Mio. Euro entfielen im abgelaufenen Quartal auf das Sonder-Investitionsprogramm „Alpha“. In dessen Rahmen werden im laufenden Geschäftsjahr voraussichtlich rund 135 Mio. Euro von insgesamt 300 Mio. Euro investiert. Mit den Mitteln aus „Alpha“ sollen insbesondere der Glasfaserausbau sowie die Netzaufrüstung auf 862 MHz beschleunigt werden. Darüber hinaus wird Kabel Deutschland eine weitere Million Haushalte – die meisten davon im ländlichen Raum – für Internet und Telefon aufrüsten und die Docsis 3.0 Modernisierung weiter vorantreiben, damit noch mehr Kunden mit bis zu 100 Mbit/s schnell im Netz surfen können. So leistet Kabel Deutschland einen bedeutenden Beitrag zur besseren Anbindung von Gemeinden im ländlichen Raum an das Internet. Nicht zuletzt wird das Unternehmen die Verfügbarkeit für sein Video-on-Demand Angebot und für mobiles, WLAN-basiertes Internet erhöhen. Der Kabelnetzbetreiber will damit die im Vergleich zu anderen Netzen deutlich höhere Leistungsfähigkeit seiner Infrastruktur nutzen, um Lösungen für den rapide wachsenden Bedarf für mobile Datennutzung anzubieten.
Kabel Deutschland wird beim Internet mobil
Nach den erfolgreichen WLAN-Aktivitäten in Berlin und Potsdam, wo seit Start im Oktober 2012 mittlerweile 100 öffentliche Hotspots aktiviert worden sind, hat Kabel Deutschland ihre weiteren WLAN-Ausbaupläne bekanntgegeben. Das Unternehmen wird bis Ende Oktober 2013 rund 300 öffentliche WLAN-Hotspots in mehr als 50 Städten und Gemeinden in Bayern aktivieren. Über diese öffentlichen WLAN-Hotspots an belebten Orten können Passanten täglich 30 Minuten kostenfrei surfen. Registrierte Kunden können sogar rund um die Uhr mobil über die öffentlichen WLAN-Hotspots von Kabel Deutschland surfen. Darüber hinaus wird der Kabelnetzbetreiber zukünftig auch in seinem weiteren Verbreitungsgebiet öffentliche WLAN-Hotspots in ausgewählten Städten und Gemeinden errichten.
Erfolgreiches Breitband- und Premium TV-Geschäft
Die leistungs- und zukunftsfähige Infrastruktur von Kabel Deutschland wird von immer mehr Kunden als besonders attraktiv angesehen. Entsprechend konnte der Kabelnetzbetreiber die Zahl seiner Abonnements zum 30. Juni 2013 auf 14,4 Millionen steigern. Dabei erhöhten sich die Abonnements für die Neuen Dienste, bestehend aus Internet und Telefon sowie Premium TV, in den zwölf Monaten bis zum 30. Juni 2013 um 918 Tausend. Mit insgesamt 5,9 Millionen Abonnements machten die Neuen Dienste bereits 41 Prozent und damit einen kräftig steigenden Anteil aller Abonnements bei Kabel Deutschland aus.
Am 30. Juni 2013 unterhielt das Unternehmen insgesamt 8,4 Millionen (Vorjahr 8,5 Millionen) Kundenbeziehungen. Die Zahl der direkten Kunden, die entweder als Endkunde oder über die Wohnungswirtschaft versorgt wurden, stieg gegenüber dem Vorjahr um 35 Tausend und belief sich auf rund 7,6 Millionen. Der leichte Rückgang bei der Gesamtkundenzahl ist auf Abmeldungen indirekter Kundenbeziehungen, insbesondere durch Tele Columbus, zurückzuführen. Da diese Kunden über einen vergleichsweise niedrigen monatlichen Umsatz verfügen, ist der wirtschaftliche Effekt dieser Entwicklung gering.
Von den rund 15,3 Millionen anschließbaren Haushalten im Kabel Deutschland-Netz waren am 30. Juni 2013 13,5 Millionen und damit 88 Prozent für Internet- und Telefonnutzung aufgerüstet. Bereits für rund 11,5 Millionen oder 85 Prozent der aufgerüsteten Haushalte waren Downloadgeschwindigkeiten von derzeit bis zu 100 Mbit/s verfügbar.
Die Zahl der Internet- und Telefon-Abonnements erhöhte sich per 30. Juni 2013 im Vergleich zum Vorjahr um 606 Tausend auf 3,8 Millionen. Diese Abonnements wurden von über 2 Millionen (Vorjahr 1,7 Millionen) Kunden gebucht. Während der zwölf Monate bis zum 30. Juni 2013 stieg die Zahl der Internet- und Telefonkunden um 314 Tausend, wobei unverändert der weitaus überwiegende Teil der Breitbandkunden die Bündelprodukte, bestehend aus Internet und Telefon, bucht. Im ersten Quartal kamen im Internet- und Telefongeschäft netto 71 Tausend Kunden hinzu. Das 100 Mbit/s Internet-Produkt hat sich derweil als „Bestseller“ etabliert. Im abgelaufenen Quartal buchten bei Verfügbarkeit mehr als 40 Prozent der Neukunden das Top-Produkt von Kabel Deutschland. Diese Entwicklungen unterstreichen die wachsende Bedeutung hoher Internetgeschwindigkeiten für den Verbraucher in Deutschland.
Im Premium TV-Geschäft mit Pay TV und digitalen Videorekordern steigerte Kabel Deutschland die Zahl ihrer Abonnements in den zwölf Monaten zum 30. Juni 2013 um 312 Tausend auf 2,1 Millionen. Das Berichtsquartal hatte mit einem Netto-Wachstum von 24 Tausend Abonnements einen vergleichsweise geringen Anteil am Wachstum der letzten zwölf Monate. Die Gründe hierfür liegen zum einen an dem Wegfall von 32 Tausend KabelBW-Kunden, die Kabel Deutschland bislang mit dem deutschsprachigen Pay TV-Produkt versorgt hatte, und die jetzt auf das eigene Produktangebot von KabelBW migriert werden. Darüber hinaus wurde das Premium TV-Wachstum im abgelaufenen Quartal durch die überwiegende Umstellung der privaten digitalen SD-Programme auf eine unverschlüsselte Übertragung und einer damit einhergehenden Anpassung des Produktportfolios beeinflusst. Der gestiegene Komfort beim Empfang der digitalen SD-Programme, aber auch die im Gegensatz zum Vorjahr fehlenden besonderen TV-Ereignisse, dämpfte im vergangenen Quartal die Kundennachfrage nach HD und den damit verbundenen Premium TV-Angeboten.
Kabel Deutschland hat bereits mit geeigneten Marketing- und Vertriebsmaßnahmen auf diese Entwicklungen reagiert. Vor dem Hintergrund der im internationalen Vergleich nach wie vor niedrigen Durchdringung des deutschen Marktes mit Premium TV-Produkten sieht Kabel Deutschland den Ausblick für das Premium TV-Geschäft unverändert positiv.
Verschuldungsgrad weiter klar im Zielkorridor
Die Netto-Finanzverbindlichkeiten des Unternehmens betrugen am 30. Juni 2013 2.796 Mio. Euro, was einem Verschuldungsgrad des 3,2fachen EBITDA der vergangenen zwölf Monate entspricht. Kabel Deutschland liegt damit klar im angestrebten Zielkorridor zwischen dem 3,0 und 3,5fachen EBITDA. Ein Jahr zuvor lag der entsprechende Verschuldungsgrad noch bei dem 3,4fachen EBITDA. Der Kabelnetzbetreiber verfügte am 30. Juni 2013 über Zahlungsmittel in Höhe von 375 Mio. Euro sowie über eine nicht ausgenutzte Kreditlinie in Höhe von 324 Mio. Euro.
Vodafones öffentliches Übernahmeangebot an Kabel Deutschland Aktionäre
Am 30. Juli 2013 veröffentlichte Vodafone das am 24. Juni 2013 angekündigte freiwillige öffentliche Übernahmeangebot an die Aktionäre von Kabel Deutschland. Hierin wird die Kabel Deutschland Aktie mit 87 Euro bewertet. Der Vorstand und Aufsichtsrat der Kabel Deutschland Holding AG legten daraufhin am 2. August 2013 ihre gemeinsame begründete Stellungnahme nach § 27 WpÜG vor, in der sie den Aktionären nach eingehender Prüfung die Annahme des Angebots empfehlen. Das Angebot liegt nach Auffassung von Vorstand und Aufsichtsrat im Interesse der Kabel Deutschland Holding AG, ihrer Aktionäre, ihrer Arbeitnehmer und ihrer weiteren Stakeholder. Dazu der Vorstandsvorsitzende der Kabel Deutschland Holding AG Adrian v. Hammerstein: „Der Angebotspreis ist finanziell attraktiv und die strategische Perspektive durch die Übernahme vielversprechend. Kabel Deutschland und Vodafone ergänzen sich ideal.“
Ausblick und Finanzkalender
Der am 24. Juni 2013 für das gesamte Geschäftsjahr 2013/14 gegebene Ausblick auf Umsatz, EBITDA, Investitionen, Verschuldungsgrad und Aktionärsvergütung bleibt unverändert.
Kabel Deutschland wird ihre Aktionäre für den 10. Oktober 2013 zu ihrer vierten ordentlichen Hauptversammlung nach München einladen. Das Unternehmen wird seine Zahlen für das erste Halbjahr des Geschäftsjahres 2013/14 am 13. November 2013 veröffentlichen.




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