Deutschlands größter Kabelnetzbetreiber Kabel Deutschland (KDG) hat den Sprung an die Börse erfolgreich absolviert. Die Eigentümer - allen voran die US-Beteiligungsfirma Providence - gaben 34,5 Millionen Anteilsscheine aus und erzielten bei einem Stückpreis von 22 Euro brutto rund 760 Millionen Euro, wie KDG am Freitagabend mitteilte.
Mit der Transaktion beauftragt waren die Deutsche Bank und Morgan Stanley, außerdem J.P. Morgan, UBS die BNP Paribas, Société Générale und die Royal Bank of Scotland.
Die Einnahmen sollen komplett den Eigentümern zufließen, die hochverschuldete KDG selbst erhält wohl kein Geld aus dem Börsengang. Mit dem erfolgreichen Initial Public Offering (IPO) will sich Providence von seiner Mehrheit an Kabel Deutschland trennen.
Die Erstnotiz an der Frankfurter Börse ist für den 22. März (Montag) geplant. Das Unternehmen hatte Ende Februar mitgeteilt, dass Providence den Börsengang vorbereitet und einen Minderheitsanteil platzieren will. Zuvor hatte es auch Spekulationen um einen möglichen Verkauf des Branchenriesen gegeben.
Providence hatte zusammen mit anderen Investoren KDG 2003 von der Deutschen Telekom übernommen und hält heute rund 88 Prozent. KDG versorgt in Deutschland rund 8,9 Millionen Haushalte in 13 Bundesländern und will vor allem mit sogenannten Triple-Play-Diensten wachsen, einem Paket-Angebot aus Fernsehen und Radio, schnellen Internetanschlüssen und Telefonie über das Fernsehkabel. KDG beschäftigt rund 2.640 Mitarbeiter.
Bis zu 32,1 Millionen Euro können Manager und Aufsichtsräte von Kabel Deutschland (KDG) nach früheren Angaben kassieren. Zum Börsengang dürfen die Führungskräfte gehaltene Unternehmensanteile verkaufen, das betreffe rund ein Viertel der Papiere, wie der Netzbetreiber dem "Focus" in der vergangenen Woche bestätigte.




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