Die Kabel Deutschland Holding AG hat das Geschäftsjahr 2013/14 erfolgreich abgeschlossen und ihre Wachstumsziele erreicht. Umsatz, bereinigtes EBITDA und die Zahl der Abonnements hat das Unternehmen deutlich gesteigert. Wichtigster Wachstumstreiber war erneut die ungebremst starke Nachfrage nach schnellen Internetanschlüssen und Telefonie über das Fernsehkabel. Die stetigen Investitionen insbesondere in die Infrastruktur haben sich damit deutlich bezahlt gemacht.
Der Vorstandsvorsitzende des größten deutschen Kabelnetzbetreibers Dr. Manuel Cubero ist mit dem Ergebnis sehr zufrieden: „Wir haben im abgelaufenen Geschäftsjahr unsere Geschäftsziele erreicht und dabei unsere Wachstumsdynamik unter Beweis gestellt. Im neuen Geschäftsjahr wollen wir zusammen mit Vodafone im Festnetzbereich weiter wachsen und kombinierte Produkte aus einer Hand anbieten. Künftig bieten wir den Kunden eine ganz neue Netz-, Produkt- und Service-Welt.“
Umsatz und Ergebnis wachsen weiter
Kabel Deutschland konnte seinen Umsatz im Geschäftsjahr im Vergleich zum Vorjahr um 3,8 Prozent auf 1.900 Mio. Euro (Vorjahr 1.830 Mio. Euro) steigern. Bereinigt um die im Vorjahr verbuchten Einspeiseentgelte der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten betrug das Umsatzwachstum sogar 5,3 Prozent. Das bereinigte EBITDA legte dabei überproportional um 5,5 Prozent auf 910 Mio. Euro (Vorjahr 862 Mio. Euro) zu. Die EBITDA-Marge lag bei 47,9 Prozent (Vorjahr 47,1 Prozent). Bedingt durch die Übernahme durch Vodafone weist Kabel Deutschland einen Jahresverlust von 68 Mio. Euro aus. Für das abgelaufene Geschäftsjahr 2013/14 wird deshalb keine Dividendenzahlung erfolgen.
Wachstumstreiber Internet, Telefon und Premium TV
Die Gesamtzahl der Abonnements stieg gegenüber dem Vorjahr um 565 Tausend auf 14,9 Millionen. Am 31. März 2014 unterhielt der Kabelnetzbetreiber insgesamt 8,3 Millionen Kundenbeziehungen. Die Zahl der direkten Kunden stieg gegenüber dem Vorjahr um 21 Tausend und belief sich auf rund 7,6 Millionen.
Kabel Deutschland kann bei seinen Internet- und Telefonprodukten mit einem Kundenwachstum von 329 Tausend auf 2,3 Millionen Kunden zum 31. März 2014 ein sehr erfolgreiches Jahr vermelden. Zum Vergleich: Im Vorjahr wuchs die Kundenzahl für diese Produkte um 308 Tausend. Immer mehr Kunden entscheiden sich für die schnellsten Internetanschlüsse im Angebot. Der Anteil der Kunden, die das 100 Mbit/s Produkt wählen, hat sich auf rund 50 Prozent erhöht – ein Beweis für die weiter wachsende Bedeutung des Kabelnetzbetreibers im deutschen Breitbandmarkt. Die Premium TV-Angebote (Pay TV und digitale Videorekorder) wurden im zweiten Halbjahr wieder stärker nachgefragt. Kabel Deutschland konnte insgesamt die Zahl ihrer Premium TV-Abonnements um 232 Tausend steigern und verzeichnete am 31. März 2014 rund 2,3 Millionen Premium TV-Abonnements. Zusätzlich wies Kabel Deutschland zum Geschäftsjahresende rund 1,7 Millionen Privat HD-Aktivierungen aus, die private TV-Sender in HD-Qualität enthalten. Nach der HD-Offensive im Frühjahr 2014 sind jetzt insgesamt 65 HD-Sender im Netz von Kabel Deutschland empfangbar.
Hohe Investitionen in Infrastruktur
Kabel Deutschland hat im Geschäftsjahr 2013/14 mit 575 Mio. Euro (Vorjahr 472 Mio. Euro) so viel wie noch in keinem Jahr zuvor investiert – vor allem in das leistungsfähige Kabelnetz. Davon entfielen 101 Mio. Euro auf das Investitionsprogramm Alpha. Durch Alpha wurden insgesamt rund 850 Tausend weitere Haushalte für schnelles Internet modernisiert und die Aufrüstung auf den DOCSIS 3.0 Standard weitgehend abgeschlossen, so dass nahezu im gesamten Netz eine Downloadgeschwindigkeit von bis zu 100 Mbit/s angeboten werden kann. Auch beim Glasfaserausbau und bei der Netzaufrüstung auf 862 MHz wurden wichtige Meilensteine erreicht. Dadurch können jetzt 3,6 Millionen Kabelkunden die Videothek und TV-Mediathek „Select Video“ nutzen.
Von den rund 15,2 Millionen anschließbaren Haushalten im Kabel Deutschland-Netz waren am 31. März 2014 insgesamt 14,2 Millionen und damit rund 93 Prozent für Internet- und Telefonnutzung aufgerüstet. Bereits rund 96 Prozent der vermarkteten aufgerüsteten Haushalte konnten zum Stichtag mit Downloadgeschwindigkeiten von derzeit bis zu 100 Mbit/s versorgt werden. Bereits im Dezember 2013 startete der Kabelnetzbetreiber in Mainz ein Pilotprojekt, bei dem bereits Internetanschlüsse mit Downloadgeschwindigkeiten von bis zu 200 Mbit/s gebucht werden können.
Darüber hinaus hat Kabel Deutschland im abgelaufenen Geschäftsjahr ein großes WLAN-Hotspot-Netz aufgespannt. Mittlerweile stehen mehr als 350.000 WLAN-Hotspots für mobiles Surfen im gesamten Verbreitungsgebiet zur Verfügung.
Verschuldungsgrad weiterhin im angestrebten Korridor
Die Netto-Finanzverbindlichkeiten des Unternehmens betrugen am 31. März 2014 insgesamt 2.916 Mio. Euro, was einem im Vergleich zum Vorjahr unveränderten Verschuldungsgrad des 3,2fachen EBITDA der vergangenen zwölf Monate entspricht. Kabel Deutschland befindet sich wie geplant im angestrebten Verschuldungs-Korridor zwischen dem 3,0 und 3,5fachen EBITDA.
Zusammenwachsen mit Vodafone
Zum 1. April 2014 ist der Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag zwischen Kabel Deutschland und Vodafone in Kraft getreten. Ab dem 2. Mai haben beide Unternehmen unter der Submarke „Zuhause Plus“ mit der gegenseitigen Bewerbung und dem Vertrieb ihrer Produkte begonnen.
Kabel Deutschland gibt heute Veränderungen im Aufsichtsrat der Gesellschaft bekannt. Jens Schulte-Bockum (Vodafone Deutschland) wurde zum Vorsitzenden des Aufsichtsrats gewählt und übernimmt damit die Rolle von Philipp Humm (Vodafone Group Plc), der den Aufsichtsrat verlassen hat. Als neues Aufsichtsratsmitglied der Kabel Deutschland Holding AG wurde Frank Krause (Vodafone Deutschland) gerichtlich bestellt.
Ausblick auf das Geschäftsjahr 2014/15
Kabel Deutschland gibt vor dem Hintergrund der kürzlich erfolgten Übernahme durch Vodafone keinen operativen Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr, da sich die Geschäftstätigkeit von Kabel Deutschland aufgrund der Übernahme durch Vodafone maßgeblich verändern wird. Die Aktionärsvergütung ist davon nicht beeinflusst, da der Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag zwischen der Vodafone Vierte Verwaltungs AG und Kabel Deutschland Holding AG, der mit der Eintragung in das Handelsregister zum 1. April 2014 wirksam wurde, eine jährliche Ausgleichszahlung gemäß § 304 AktG in Höhe von 3,77 Euro brutto (3,17 Euro netto nach aktuellen steuerlichen Regelungen) vorsieht, die erstmals nach der Hauptversammlung im Jahr 2015 zahlbar ist.




Reply With Quote
