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Thread: Unitymedia / Kabel BW

  1. #41
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    Unitymedia räumt Hack ein - Smartcards werden ausgetauscht

    Die auf einer Nagravision-Variante basierende Verschlüsselung des nordrhein-westfälischen Kabelnetzbetreibers Unitymedia ist ausgehebelt worden. Das räumte das Unternehmen am Donnerstag und damit fast zwei Wochen nach dem Angriff ein.

    Auf Anfrage erklärte eine Sprecherin, dass es "bei einer kleinen Gruppe" von Karten zu "Komplikationen" bei der Verschlüsselung von TV-Signalen gekommen sei. Um das Problem zu beheben, plane Unitymedia, den Austausch der betreffenden Smartcards. Kunden würden "rechtzeitig über den Tausch" schriftlich informiert, hieß es.

    Ob wirklich nur ein kleiner Teil der Karten betroffen ist, wie der Kabelnetzer angibt, lässt sich kaum seriös überprüfen. Die Unternehmen sind in einem solchen Fall stets darum bemüht, den vermeintlichen oder tatsächlichen Schaden möglichst klein zu halten und auch entsprechend zu kommunizieren.

    Vom Hack, der bereits Anfang August bekannt geworden war, sind nicht nur Programme von Unitymedia selbst, sondern auch vom Pay-Sender Sky betroffen. Die hochauflösenden Programme können dagegen auch weiter nur mit einer Original-Smartcard gesehen werden. Die widerrechtlich publizierten Schlüssel sind für den Empfang der Programme mit sogenannten SoftCAMs auf Kabel-Receivern mit offenem Linux-Betriebssystem geeignet.

    Der Kabelnetzer versorgt etwa 4,4 Millionen Haushalte. Alle Programme mit Ausnahme der Kanäle von ARD und ZDF sind grundverschlüsselt. Sollte das gesamte Sicherungssystem kompromittiert sein, könnte ein Kartenaustausch für die rund 1,6 Millionen Digital-TV-Kunden drohen - ein teures Vergnügen.

    Zur exakten Anzahl der auszutauschen Karten wollte Unitymedia übrigens keine Angaben machen. Nagravision wird vom schweizerischen Kudelski-Konzern verantwortet.

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  3. #42
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    Kabel-BW mit drei weiteren Sky-Sendern ab 1. September

    Die Kunden des baden-württembergischen Netzbetreibers Kabel-BW können ab 1. September (Donnerstag) drei weitere HDTV-Sender des Pay-TV-Anbieters Sky verschlüsselt empfangen.

    Es handelt sich um die Programme Sky Sport HD Extra, Sky Cinema Hits und Sky Action HD, teilte Kabel-BW am Donnerstagt mit. Auch die Einspeisung des im Winter startenden Senders Sky Sport News HD ist geplant. Damit strahlt der Netzbetreiber insgesamt 12 hochauflösende Kanäle von Sky aus. Abonnements können direkt bei Kabel-BW geordert werden, ein Zwangs-Bundle wie zuletzt besteht nicht mehr.

    Über das Bouquet "MeinTV HD" kommen weitere Sender gegen Extrakosten dazu, selbst für die werbefinanzierten und mit techischen Restriktionen versehenen HD-Programme von ProSiebenSat.1 und RTL ("Mein TV HD Plus") müssen Kabel-BW-Kunden knapp vier Euro extra blechen. Im Free-TV-Bereich bietet der Kabelnetzer unverschlüsselt ZDF-HD, Das Erste HD, Servus-TV-HD, Anixe-HD, Luxe-TV-HD und HD-Campus an, in der Summe exakt 39 Programme.

    Derzeit verweist Kabel-BW auf 324.000 Pay-TV-Kunden, 2,37 Millionen versorgte Haushalte insgesamt und einen Umsatz von voraussichtlich 600 Millionen Euro im laufenden Geschäftsjahr.

  4. #43
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    Kabel BW mit zwei neuen Kombi-Paketen

    Der Kabelnetzbetreiber Kabel BW bietet mit Clever All zwei neue Kombiangebot für TV, Internet, Telefon und Mobilfunk. Neben dem Kabelanschluss sind in den Paketen unterschiedliche Free- und Pay-TV-Angebote, ein HD-Rekorder und schnelles Internet enthalten.

    Die Variante Clever All Classic bietet für 49,99 Euro im Monat 200 analoge, digitale und hochauflösende Free-TV-Sender und eine Vielzahl an Radiosendern, erklärte der Anbieter am Mittwoch. Ebenfalls dabei ist ein HD-Plus-Paket mit acht HDTV-Sendern, unter anderem RTL HD und ProSieben HD.

    Das Paket umfasst auch einen HD-Rekorder, der beispielsweise für zeitversetztes Fernsehen verwendet werden kann. Das Gerät ermöglicht Nutzern auch den Zugriff auf die Online-Videothek des Kabelanbieters, welche über rund 1 500 Filme verfügen soll. Des Weiteren ist im Angebot eine Internet-Flatrate mit 32 MBit/s Downloadgeschwindigkeit und ein Telefonanschluss inklusive Flatrate für Gespräche ins deutsche Festnetz enthalten.

    Abgerundet wird das Kombi-Paket mit dem Mobilfunktarif Handy Family&Friends für bis zu zwei Sim-Karten. Damit sind kostenfreie Gespräche zu anderen Kabel-BW-Kunden möglich, sowohl per Handy als auch per Festnetz. Ebenfalls dabei ist eine Internetflatrate für Smartphone-Nutzer. Die teurere Kombi-Variante Clever All Power bietet für 99,90 Euro zusätzliche 20 HDTV-Sender. Außerdem wurde die Internetgeschwindigkeit auf 100 MBit/s erhöht und das enthaltene Mobilfunk-Angebot auf die Handy-Komplett-Flat aufgestockt.

  5. #44
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    Kabel BW: Aktionen im Oktober

    Im gesamten Oktober können sich Interessierte als Neukunden das "CleverKabel" Internet- und Telefonpaket von Kabel BW zulegen und ein Startguthaben von bis zu 120 Euro sichern. Bei Bestellung von CleverKabel 32 für monatlich 29,90 Euro mit einer Internet-Flatrate mit bis zu 32 MBit/s oder CleverKabel 50 für monatlich 39,90 Euro mit Internet-Flatrate mit bis zu 50 MBit/s schreibt Kabel BW dem Erstbesteller 120 Euro Startguthaben gut, teilte Kabel BW am Dienstag mit. In beiden Angeboten ist eine Festnetz-Flat enthalten.

    Bei der Buchung vom kleineren Paket für monatlich 19,90 Euro bekommt der Neukunde hingegen nur 60 Euro gutgeschirieben. Darüber hinaus berechnet KabelBW für das Doppel-Flat-Paket CleverKabel 100 weiterhin nur 29,90 Euro statt regulär 49,90 Euro. Allerdings gilt der günstige Preis nur im ersten Jahr, danach steigt dieser auf monatlich 49,90 Euro. Im Paket sind eine 100 MBit/s-Internet-Flatrate und eine Telefon-Flatrate für Gespräche ins deutsche Festnetz enthalten.

    Zusätzlich gibt es das Premium-Komplettpaket CleverKabel 50 Sky zum Einsteigerpreis. In diesem sind neben einer 50 MBit/s Internetflat und der Telefon-Flatrate auch das Sky Premium-Paket ("Fußball Bundesliga Paket", "Sport Paket" oder "Film Paket") und "Sky Welt" enthalten. In den ersten zwölf Monaten kostet das Paket monatlich 39,90 Euro, danach erhöhen sich die monatlichen Kosten auf 59,90 Euro.

    Neben den Privatkunden soll sich nach Angaben von Kabel BW der Einstieg aber auch für die Geschäftskunden lohnen. In den CleverPro-Tarifen fallen aktuell keine Bereitstellungskosten an, diese betragen normalerweise 99,90 Euro. CleverPro-Tarife, bei denen Kabel BW vor allem Selbstständige und kleinere mittelständische Betriebe im Fokus hat, sind ab 39,90 Euro erhältlich.

  6. #45
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    Unitymedia: Weitere Sky-HD-Kanäle bis Jahresende

    Der Kabelnetzbetreiber Unitymedia sieht sich auf einem guten Weg, seinen Kunden bald über Sky Sport 1 HD hinaus weitere hochauflösende Bezahlsender von Sky Deutschland anbieten zu können. Auch ein Video-on-Demand-Dienst und eine innovative Hybrid-Set-Top-Box stehen in den Startlöchern, verriet Unternehmenssprecherin Katrin Köster.

    Der österreichische Kabelnetzanbieter UPC Austria, der wie Unitymedia zum Medienkonzern Liberty Media des Amerikaners John Malone gehört, erlaubt es seinen Kunden seit Anfang Oktober im Rahmen eines Wholesale-Vertrages auch ohne das mit 16,90 Euro abgerechnete Basispaket Sky Welt die hochauflösenden Sport- und Filmkanäle von Sky zu ihren digitalen Kabelpaketen hinzubuchen könne.

    Angesprochen auf das bei der UPC Austria praktizierte Verfahren sagte Köster: "Das auch für uns interessante Modell, wie es zwischen UPC Austria und Sky vereinbart wurde, könnte hierbei eine Vorbildfunktion haben". Letztendlich gehe es darum, "unseren Kunden die besten Inhalte zu fairen Konditionen anbieten zu können". Diesbezüglich spreche man mit dem langjährigen Partner Sky fortlaufend über die Einspeisung weiterer HD-Sender und diskutiere aktuell verschiedene Optionen.

    Hinsichtlich der seit Jahren laufenden Verhandlungen mit Sky und bereits in der Vergangenheit verbreiteten, ähnlich lautenden Wasserstandsmeldungen, stellte Köster diesmal konkret eine Annäherung an die Ziellinie in Aussicht: "Durch die kontinuierlichen Verhandlungen kommen wir einer Einigung mit großen Schritten näher". Dabei wurde sie erstmals konkret: "Wir hoffen, noch in diesem Jahr die Einspeisung weiterer Sky-HD-Sender ankündigen zu können".

    Zu einem weiteren Ausbau des HDTV-Angebots äußerte die Unternehmenssprecherin, man habe mit den bestehenden Paketen Digital TV Allstars HD und Digital TV Highlights HD "eine gute Basis für hochauflösenden TV Genuss im Kabel geschaffen". Selbstverständlich könne man sich auf diesem Status aber nicht ausruhen, sondern befinde sich "ständig auf der Suche nach weiteren spannenden HD-Inhalten".

    Gerade in den letzten Wochen habe man mit der Ankündigung, fünf weitere hochauflösende Sender - darunter die Sender ProSieben HD, Sat.1 HD und Kabel Eins HD - über das Unitymedia-Kabel anzubieten, unter Beweis gestellt, "dass wir diese Aufgabe sehr ernst nehmen". Auch die HD-Pakete mit derzeit 5 bzw. 13 HD-Sendern würden kontinuierlich erweitert, wie "beispielsweise mit - Spiegel Wissen HD und Romance TV HD Anfang Oktober geschehen".

    Ob sich Unitymedia im Zuge der Neuausschreibung der TV-Rechte für die Fußball-Bundesliga nach der Einstellung der eigenen Plattform Arena erneut an das Abenteuer Fußball heranwagen könnte, schloss Köster zumindest nicht kategorisch aus: "Durch unser Bundesliga-Engagement von 2006 bis 2009 können wir auf wertvolle Erfahrungen zurückgreifen. Ob Unitymedia für die Übertragung der Bundesliga in Zukunft bieten wird, hängt im Wesentlichen von dem Angebotsmodell der DFL ab". Dabei verwies sie auch auf die aktuelle Entscheidung des EuGH zur Pay-TV-Vermarktung von Fußballrechten in Europa. Die Rahmenbedingung und die weitere Entwicklung des Marktes seien vor diesem Hintergrund "sehr spannend".

    Bezüglich der zunehmenden Konkurrenz durch Satellit, Terrestrik und IPTV-Angebote wie Entertain oder Vodafone TV gab sich die Unternehmenssprecherin tiefentspannt: "Das Kabel ist die beliebteste TV-Infrastruktur der Deutschen - und das konstant seit nunmehr vielen Jahren". Mit über 250 Digitalsendern, leistungsfähige Endgeräte wie dem HD-Recorder und Diensten wie Kino auf Abruf sehe man sich für den Wettbewerb gut aufgestellt.

    Auch einen Blick in die Zukunft wagte Köster und verwies auf eine "mit neuen Diensten gefüllte Pipeline": Weitere HD-Sender und ein Video-on-Demand-Service würden bei Unitymedia "bald" starten. Die Einführung der innovativen Horizon-Settop-Box, die neben Kabelprogrammen auch Inhalte über das Internet empfangen und auf mobile Endgeräte wie Tablet-PCs und Smartphones streamen kann, plane man für Ende 2012 auch in Deutschland. Aktuell läuft in den Niederlanden ein "Horizon"-Pilotprojekt.

  7. #46
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    Entscheidung des Bundeskartellamts zur Kabel BW-Übernahme frühestens am 11. November

    Die geplante Übernahme des baden-württembergischen Kabelnetzbetreibers Kabel BW durch den US-Kabelriesen Liberty Global wird seit Mitte Juni vom Bundeskartellamt geprüft. Die Europäische Kommission hat die geplante Transaktion an die Bonner Wettbewerbshüter übergeben, nachdem das Bundeskartellamt im Einvernehmen mit dem Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie einen Antrag bei der Brüsseler Behörde gestellt hat, den Fall zur Fusionskontrollprüfung an Deutschland zu verweisen. Nach Informationen des „Handelsblatt“ (Ausgabe vom 13. Oktober) prüft das Kartellamt die geplante Übernahme „seit Mitte August vertieft“. Mit einer Entscheidung sei jedoch frühestens am 11. November zu rechnen.

  8. #47
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    Kabel-BW-Deal auf der Kippe - Bundeskartellamt hat Bedenken

    Das Bundeskartellamt hat in seiner vorläufigen rechtlichen Bewertung wettbewerbliche Bedenken gegen die geplante Übernahme des baden-württembergischen Kabelnetzbetreibers Kabel BW durch den Medienkonzern Liberty Global geäußert. Die endgültige Entscheidung soll am 15. Dezember fallen.

    Die Regulierungsbehörde ist nach bisheriger Prüfung der Ansicht, dass der Zukauf von Kabel BW ein marktbeherrschendes Oligopol auf dem bundesweiten Gestattungsmarkt verstärken würde, hieß es in einer Mitteilung von Donnerstag.

    Das Bundeskartellamt hält eine deutschlandweite Belieferung von Liegenschaften mit einer Vielzahl von Wohneinheiten, insbesondere von Wohnungsbaugesellschaften, mit dem TV-Signal über das Breitbandkabelnetz sowohl für technisch möglich als auch für wirtschaftlich rentabel. Derzeit würden die drei großen deutschen Kabelnetzbetreibern Kabel Deutschland, Unitymedia und KabelBW außerhalb ihrer jeweiligen Verbreitungsgebiete jedoch nicht im Wettbewerb um Gestattungsverträge stehen. Infolge des Zusammenschlusses zwischen Liberty Global, zu dem auch Unitymedia gehört, und Kabel BW würde sich das Oligopol von drei auf zwei Unternehmen verengen. Unter diesen Umständen wäre es in Zukunft noch unwahrscheinlicher, dass die verbleibenden Unternehmen KDG und Unitymedia/Kabel BW in Wettbewerb zueinander treten.

    Die Behörde hat außerdem wettbewerbliche Bedenken in Bezug auf den Einspeisemarkt geäußert, das heißt im Verhältnis der Kabelnetzbetreiber zu den TV-Sendern, die auf die Einspeisung in jedes regionale Netz angewiesen sind. Die beiden Unternehmen sowie eingeweihte Dritte haben nun Zeit zu den Bedenken des Bundeskartellamtes Stellung zu nehmen. Die Frist für eine abschließende Entscheidung ist bereits am Wochenende bis zum 15. Dezember verlängert worden.

    Um den milliardenschweren Deal zu retten, haben Liberty Global und der Kabelnetzbetreiber Kabel BW dem Kartellamt am Wochenende ein "Zusagen-Angebot" unterbreitet. Wie genau dieses aussehe, wollten die beiden Unternehmen jedoch nicht verraten. Zu diesem Zusagen-Angebot hat sich die Behörde bisher nicht geäußert. In einem Markttest soll ermittelt werden, ob die Zusagen geeignet sind, um die wettbewerblichen Bedenken auszuräumen. Zudem werde die Behörde auch zu dem Zusagen-Angebot weitere Stellungnahmen der Beigeladenen und sonstiger Marktteilnehmer einholen.

    Im März hatte der US-Kabelkonzern die Absicht erklärt, Deutschlands drittgrößten Kabelnetzbetreiber zu einem Preis von 3,16 Milliarden Euro zu übernehmen. Liberty hatte unter anderem eine Offerte des Finanzinvestor CVC aus dem Feld geschlagen.

    Infolge dessen war der Fall erst vor die Europäische Kommission gegangen, die die geplante Übernahme jedoch entspreche der allgemeinen Verweisungspraxis an das Bundeskartellamt abgegeben hatte. Bereits die Europäische Kommission hatte nach vorläufiger Untersuchung geäußert, dass die geplante Übernahme von Kabel BW den Wettbewerb auf dem Markt für Free-TV-Endkundendienste für Wohnungsbaugesellschaften in Deutschland erheblich zu beeinträchtigen drohe. Obwohl die regionalen Kabelbetreiber gegenwärtig nicht miteinander im Wettbewerb stünden, könne nicht ausgeschlossen werden, dass dies auf eine Abstimmung der Betreiber untereinander zurückzuführen sei.

    Unerwarteter Fürsprecher für die Übernahme ist Konkurrent Kabel Deutschland. "Wir brauchen einen Wettbewerb auf Augenhöhe mit der Deutschen Telekom. Deshalb sehen wir auch die Übernahme von Kabel BW durch Unitymedia durchaus positiv, da sie den Infrastrukturwettbewerb stärken würde", sagte der KDG-Vorstandsvorsitzende Adrian von Hammerstein. Nach Einschätzung des Managers fördert eine Konsolidierung im Kabelmarkt die Wettbewerbsfähigkeit mit anderen Infrastrukturen.

    Kritisch steht dem Vorhaben dagegen der Medienkonzern ProSiebenSat.1 gegenüber. Thomas Ebeling, CEO der ProSiebenSat.1 Media AG, hatte bei der Präsentation der Zahlen für das erste Halbjahr sowie das zweite Quartal 2011 erklärt, er bevorzuge einen stärker fragmentierten Markt. "Wenn es neben Google, einem Satellitenbetreiber, den Öffentlich-Rechtlichen und den führenden Media-Agenturen in Zukunft nur noch zwei Kabelnetzbetreiber gibt, kann man schon davon reden, dass wir von Monopolisten umgeben sind", sagte Ebeling.

    Liberty selbst war im September noch davon ausgegangen, dass das Kartellamt der geplanten Übernahme zustimmt. Mike Fries, Präsident und CEO der Europatochter Liberty Media hatte sich bezüglich der laufenden Prüfungen durch das Bundeskartellamt optimistisch gezeigt. Ein Sprecher der Behörde hatte dagegen von einer "offenen Entscheidung" gesprochen.

  9. #48
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    Kabel-BW-Übernahme: Unitymedia will Digital-TV unverschlüsselt ausstrahlen

    Der US-Kabelkonzern Liberty Global von Medienmogul John Malone stemmt sich gegen ein Scheitern der Übernahme des Netzbetreibers Kabel-BW. "Wir haben jetzt umfangreiche Zugeständnisse gemacht", sagte Unitymedia-Chef Lutz Schüler der "Welt am Sonntag".

    Unitymedia versorgt Kunden in Nordrhein-Westfalen und Hessen, gehört ebenfalls zu Liberty Global und soll mit Kabel-BW verschmelzen, wenn das Kartellamt die Fusion wider Erwarten genehmigt. "Wir sind bereit, künftig digitale Free-TV-Kanäle unverschlüsselt zu übertragen", sagte Schüler der Zeitung Auf diese Weise hätten auch kleine Kabel-TV-Gesellschaften und Telekom-Anbieter die Möglichkeit, auf diese Signale zuzugreifen.

    Die Deutsche Telekom könnte etwa ihr Internet-TV-Angebot Entertain mit einem Kabelempfänger ausstatten. "Wir würden also den Wettbewerbern den Weg ebnen und den Konkurrenzkampf befeuern", so Schüler. Der Manager betonte, dass man sich gegenüber dem Kartellamt verpflichtet habe, mögliche Einnahmerückgänge wegen des Wegfalls der Verschlüsselung nicht mit höheren Einspeisegebühren auszugleichen. Bis Mitte Dezember wollen die Wettbewerbshüter endgültig über das Vorhaben entscheiden.

    Kabel-BW strahlt schon heute seine Free-TV-Programme uncodiert aus, Unitymedia dagegen nicht. Für die Kunden gilt wie bei Kabel Deutschland ein Smartcard-Zwang, ausgenommen davon sind lediglich die Programme der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten ARD und ZDF. Ein Wegfall der Verschlüsselung wäre aus Verbrauchersicht zu begrüßen, weil sich dann beliebige FTA-Empfänger und sämtliche DVB-C-Tuner in Flachbildfernsehern auch ohne CAM nutzen ließen.

  10. #49
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    Kabel-BW baut seine Internet- und Telefonpakete um

    Der baden-württembergische Netzbetreiber Kabel-BW vereinheitlicht ab Dienstag (1. November) seine Produktnamen für die Internet- und Telefonpakete.

    Diese nennen sich künftig "CleverSurf", "CleverFlat" und "CleverAll": Das "CleverSurf"-Pakete bietet eine Internet-Flatrate mit Telefonanschluss, "CleverFlat" ein Doppel-Flat-Pakete teilweise inklusive Pay-TV und bei "CleverAll" sind Kabelanschluss, HD-Programme, Internet, Telefon und Mobilfunk an Bord. Beim neuen Bouquet "CleverFlat Türkisch Premium Plus", das knapp 50 Euro im Monat kostet, sind ein Internet-Zugang mit 50 MBit/s, eine Telefon-Flat ins deutsche Festnetz und eine internationale Festnetz-Flatrate in 75 Länder integriert. Zusätzlich ist "MeinTV International Türkisch Premium" mit zehn türkischen Kanälen dabei.

  11. #50
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    Unitymedia verliert Kabel-TV-Kunden - Liberty Global tief in roten Zahlen

    Der Mutterkonzern des hessischen und nordrhein-westfälischen Kabelnetzbetreibers Unitymedia, der US-Konzern Liberty Global von John Malone, steckt auch weiter tief in den roten Zahlen.

    Zwar stiegen die Umsätze im dritten Quartal im Vergleich zum Vorjahr von 2,2 auf 2,6 Milliarden US-Dollar, gleichzeitig rutschte das Unternehmen unter dem Strich aber mit 344 Millionen US-Dollar in die Miesen. In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres fiel zusammengenommen ein Verlust von 250,7 Millionen US-Dollar an.

    Unitymedia steuerte im Quartal 362,7 Millionen US-Dollar bei und damit mehr als zuletzt, beim operativen Cash Flow steigerte sich der Netzbetreiber von 183,1 auf 214,8 Millionen US-Dollar.

    Die deutsche Liberty-Global-Tochter drücken gleichwohl noch Schulden in Höhe von knapp 3,6 Milliarden US-Dollar. Die Anzahl der Kabel-TV-Kunden (Stand: Ende September) ging in den abgelaufenen drei Monaten um 7.100 Haushalte zurück. 62.500 analogen Abschaltungen standen nur 55.400 neue Digital-TV-Anschlüsse gegenüber.

    Insgesamt verweist Unitymedia auf 1,68 Millionen digitale Abonnenten, 2,77 Millionen analoge Kunden, 964.000 Internet-Surfer und 961.400 Telefon-Haushalte. Theoretisch kann der Kabelnetzer 8,7 Millionen Haushalte mit seinen Leitungen erreichen, 4,55 Millionen beziehen tatsächlich die Dienstleistung direkt von Unitymedia. Zählt man alle Verträge für TV, Telefonie und Internet zusammen, kommt der Konzern auf 6,38 Millionen sogenannte Revenue Generating Units (RGU).

    Der US-Riese verzeichnete über alle Tochtergesellschaften in der Schweiz, Österreich, den Niederlanden, Irland (UPC), Ungarn, Rumänien, Polen, Tschechische Republik, Slowakei, Belgien, Chile und Puerto Rico hinweg 294.700 neue Kabel-TV-Kunden, bzw. 387.500 Internet-Anschlüsse und 264.400 Telefonierer. Versorgt werden 16,928 Millionen Videokunden, 7,12 Millionen Internet-Surfer und 5,193 Millionen Telefon-Haushalte. Die Anzahl der RGUs kletterte auf 29,284 Millionen im Gesamtkonzern, die Anschlüsse liegen bei 17,944 Millionen - theoretisch können 32 Millionen Haushalte erreicht werden.

    Monatlich waren die Liberty-Global-Kunden bereit, im Schnitt 41,46 US-Dollar im Monat für die Dienstleistung zu investieren (ARPU). Bei den europäischen Netzbetreibern der UPC-Gruppe waren es 24,16 Euro, also erheblich weniger.

    Vor allem beim Triple-Play sieht Liberty Global nach Worten seines Vorstandschefs Mike Fries noch viel Luft nach oben. Das Unternehmen kämpft derzeit um die Übernahme von Kabel-BW in Baden-Württemberg, ist zu deutlichen Zugeständnissen ans Bundeskartellamt bereit. Dazu gehört auch eine unverschlüsselte Verbreitung von Free-TV-Sendern bei Unitymedia.

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