Der Digital-TV-Spezialist OpenTV reagiert abwartend auf das jüngste Übernahmeangebot des schweizerischen Verschlüsselungsspezialisten Kudelski ("Nagravision").
Mehr als zwei Wochen nach Vorlage des Angebots informierte OpenTV am Mittwoch in einer Pflichtmitteilung lediglich über die Einreichung einer aktienrechtlich vorgeschriebenen Stellungnahme an die Börsenaufsichtsbehörde SEC. Der Aufsichtsrat des Unternehmens gebe keine Empfehlung ab, ob Aktionäre das Kudelski-Angebot annehmen sollten, hieß es. Auch kommentiere man nicht, ob man die Offerte für fair halte. Jeder Anteilsinhaber solle auf Basis der vorliegenden Informationen eine eigene Entscheidung treffen.
Das Tochterunternehmen Kudelski Interactive Cayman will 1,55 US-Dollar für jede Stammaktie im Fremdbesitz zahlen. Die Offerte läuft am 6. November um 17.00 Uhr New Yorker Zeit aus. Anfang Juni hatte eine von OpenTV eingesetzte Kommission unter Mitwirkung des Wirtschaftsprüfers UBS Securities ein früheres Kudelski-Angebot von 1,35 US-Dollar je Aktie als unzureichend und den Interessen des Unternehmens und seiner Aktionäre entgegenlaufend abgelehnt.
Kudelski, das über seine Tochter Nagravision auch im Bereich Verschlüsselung aktiv ist, kontrolliert aktuell 74,7 Prozent des stimmberechtigten Aktienkapitals von OpenTV, dessen Middleware in rund 121 Millionen Digital-Receiver zum Einsatz kommt.




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