Die spanische Satelliten-Bezahlplattform "Digital+" verzeichnet das sechste Quartal in Folge sinkende Abonnentenzahlen. Wie der Betreiber Prisa am Donnerstag mitteilte, nutzten zum Stichtag 30. September insgesamt 1,899 Millionen zahlende Kunden das Angebot. Ende Juli waren es noch 1,931 Millionen gewesen, im März 2008 sogar 2,080 Millionen.
Unter Druck geriet auch die für Pay-TV-Anbieter wichtige Kennziffer ARPU ("Average Revenue Per Unit"), die den Umsatz pro Kunden beziffert. Aufgrund sinkender Umsätze durch Pay-per-View-Angebote im Fußball-Bereich seien zuletzt nur 39,30 Euro monatlich erwirtschaftet worden. Davon entfielen 1,30 Euro auf den PPV-Bereich. Schuld sei ein sogenannter "Football War", der zur Teilung der Übertragungsrechte auf mehrere Anbieter geführt habe.
Für das zweite Quartal hatte Prisa noch 36,90 Euro ausweisen können, damals zahlte jeder Kunde aber im Schnitt 4,60 Euro für zusätzliche Abrufinhalte. Der Rückgang habe durch die Einführung des Digitalrekorders iPlus PVR leicht abgefedert werden können, hieß es.
Der Umsatz fiel im Bilanzzeitraum um 11,4 Prozent auf 760,95 Millionen Euro.




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