Der neue Bundesliga-Spielplan mit fünf verschiedenen Anfangszeiten an drei Tagen hat zu einem Anstieg der TV-Zuschauerzahlen geführt. Fast alle Fernsehsender profitierten nach einem Bericht des „Kicker“ vom 14. Mai von dem neuen Schema. Das „Aktuelle Sportstudio“ des ZDF registrierte einen Zuwachs um mehr als zehn Prozent auf 2,33 Millionen Zuschauer, die Samstag-Quote der ARD-Sportschau stieg von 5,27 auf 5,44 Millionen Zuschauer und die Nachberichte in den verschiedenen Dritten Programmen verfolgten sonntags im Schnitt 2,4 Millionen Fußballfans.

„Das Bundesligaspiel am Samstagabend hat dem Sportstudio einen Schub gegeben. Und die Art und Weise, wie wir über dieses Spiel mit zwei Beiträgen und einem Interview aus dem Stadion berichten, ist von den Zuschauern angenommen worden“, erklärte ZDF-Sportchef Dieter Gruschwitz im „Kicker“. Die Quote wäre wahrscheinlich noch höher gewesen, wenn das Aktuelle Sportstudio immer um 22.00 Uhr angefangen hätte. Wegen diverser Unterhaltungssendungen – unter anderem „Wetten, dass ...?“ – begann der TV-Klassiker mehrmals erst nach 23.00 Uhr.

Die Deutsche Fußball Liga (DFL) hatte in der abgelaufenen Bundesliga-Spielzeit 2009/10 erstmals einen Regel-Spielplan mit Partien am Freitag (1 um 20.30 Uhr), Samstag (5 um 15.30 Uhr/1 um 18.30 Uhr) und Sonntag (1 um 15.30 Uhr/1 um 17.30 Uhr) eingeführt. Damit wollte man dem Pay-TV-Sender Sky entgegenkommen, der der größte Geldgeber der Liga ist.

Die fünf Anstoßzeiten haben dem Bezahlsender im Schnitt 2,58 Millionen Zuschauer an einem Spieltag beschert. Das entspricht einer Steigerung um 84 Prozent gegenüber der Saison 2008/09. „Das neue Spieltagmodell hat sich bewährt, wir sind sehr zufrieden. Die Leute gucken mehr Fußball“, sagte Sky-Sprecher Ralph Fürther am 14. Mai.