Der ARD-Vorsitzende Lutz Marmor heizt die Spekulationen um einen steigenden Rundfunkbeitrag an. Die so genannte Haushaltsabgabe liegt derzeit bei 17,98 Euro pro Monat und finanziert neben dem TV- auch das Radio-Programm öffentlich-rechtlicher Sender von ARD und ZDF. Dieser Betrag reicht aber an vielen Stellen nicht mehr aus, um kostendeckend zu arbeiten.
Insbesondere große ARD-Anstalten wie WDR und NDR haben bereits umfangreiche Sparprogramme verabschieden müssen. Ab 2016 könnte deswegen eine Erhöhung des Rundfunkbeitrags folgen. Marmor sagte dem Magazin "Rolling Stone": "Wir wollen gar nicht mehr Geld. Ich glaube aber, dass es mittelfristig wichtig wäre, zumindest wieder mit einer moderaten Anpassung für einen Inflationsausgleich zu sorgen - zumindest wenn man in etwa das jetzige Angebot aufrechterhalten will."
Den Start des On-Demand-Anbieters Netflix in Deutschland sieht der ARD-Chef gelassen. Die ARD habe Stärken in der regionalen und in der umfassenden Berichterstattung aus dem Ausland. "Dagegen kann auch Netflix nichts ausrichten, da fühle ich mich weder angegriffen noch bedroht." Was Serien und Filme angeht, werde Netflix allerdings für einen neuen Wettbewerb sorgen. "Dem müssen wir uns stellen, indem wir gute Arbeit abliefern." Das schließe auch ein, das eigene Mediathek-Angebot auszubauen und Inhalte vor allem schneller zur Verfügung zu stellen.
Q:inside-digital.de




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