Der technische Leiter der European Broadcasting Union (EBU), David Wood, hat seine Vorstellungen bei der Entwicklung des dreidimensionalen Fernsehens konkretisiert.

In einer Präsentation, die am Dienstag veröffentlicht wurde, erstellt der beim Normierungsgremium DVB für den 3D-Bereich zuständige Experte einen ersten Fahrplan, der die Bedürfnisse von Pay-TV und Free-TV-Anbietern berücksichtigen soll. Die Dokumente sind in englisch gehalten.

Kernproblem ist unter anderem, dass die meisten Fernsehsender ein Simulcast-Verfahren der regulären und dreidimensionalen Bilder auf einem Kanal bevorzugen: Der Zuschauer mit 3D-Equipment sieht plastisch, der ohne entsprechende Ausrüstung empfängt ein SD- oder HD-Signal. Das gilt auch für entsprechende Menüeinblendungen der Hardware.

Pay-TV-Anbieter lehnen dies mit Verweis auf spezielle Abokanäle ab, müssen gleichzeitig schnell in die Lage versetzt werden, ihre Settop-Box per Software-Update 3D-tauglich zu machen - erfahrungsgemäß rollen im Bereich des Bezahlfernsehens neue Technologien am schnellstem zum Startblock.

Unabhängig davon haben weltweit zahlreiche Sender mit Experimenten begonnen - darunter Sky und ESPN. Viele Settop-Boxen sind grundsätzlich in der Lage, 3D-Bilder zu verarbeiten, lediglich ein geeigneter Fernseher nebst Shutter-Brille muss angeschafft werden Konkrete Vorschläge zur Umsetzung des 3DTV sollen erst im Herbst vorgelegt werden.