Der Redakteursratsvorsitzende des Österreichischen Rundfunks (ORF), Fritz Wendl, hat heftige Kritik an den geplanten Einschränkungen der ORF-Onlineangebotes geübt. Diese seien "weder mit dem gesetzlichen Informationsauftrag noch mit journalistischer Professionalität und schon gar nicht mit zeitgemäßem Medienverständnis vereinbar", wetterte Wendl in der Tageszeitung "Der Standard" am Donnerstag.
Würden Nachrichtenarchive oder das IT-Portal "Futurezone" verboten, wäre es dem ORF unmöglich, den Gebührenzahlern im Internet zu bieten, was diese selbstverständlich von diesem Medium erwarte. Absurd sei auch die Vorstellung, dass die "Berichterstattung nicht vertiefend sein" dürfe oder die Berichterstattung auf den Landesstudio-Seiten auf "zehn Tagesmeldungen" zu beschränken.
Wie in Deutschland muss der öffentlich-rechtliche Rundfunk in Österreich mit Einschränkungen rechnen, weil die privaten Sender um ihre Einnahmen fürchten und beklagen, gegen gebührenfinanzierte Angebote nicht anzukommen. Aktuell wird in der Alpenrepublik über das kommende ORF-Gesetz gestritten, das Rechte und Pflichten des Österreichischen Rundfunks definiert.




Reply With Quote