Die Debatte um die Zulässigkeit von Like-Buttons des sozialen Netzwerkes Facebook weitet sich aus: Neben Schleswig-Holsteins oberstem Datenschutzbeauftragten Thilo Weichert halten auch andere Datenschützer den Like-Button in seiner jetzigen Form für rechtswidrig. Dies geht aus einem Beitrag des Branchenmagazins „Werben & Verkaufen“ (W&V, Ausgabe vom 25. August) hervor. Laut „W&V“ halten auch die Datenschutzbeauftragten von Rheinland-Pfalz, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen den Like-Button für nicht rechtens. Sie kritisieren, dass über sogenannte Plug-ins wie den Like-Button personenbezogene Daten zum Nutzerverhalten an Facebook weitergeleitet würden, ohne das dies den Nutzern ausreichend klar sei.
Auch die Datenschützer von Nordrhein-Westfalen, Brandenburg, Baden-Württemberg und Hamburg halten das Thema für relevant, prüfen aber noch die Analyse des Unabhängigen Landeszentrums für Datenschutz (ULD) in Kiel. Auch der Bundesbeauftragte für Datenschutz, Peter Schaar, begrüßte laut „W&V“ den Vorstoß. Die Debatte hatte vergangene Woche Schleswig-Holsteins Datenschutzbeauftragter Weichert losgetreten, als er Website-Betreiber im Norden aufforderte, die Like-Buttons bis Ende September von den Sites zu entfernen und mit hohen Bußgeldern drohte.
Laut „W&V“ streben die Datenschützer eine einheitliche Linie an – ein möglicher Gesprächstermin dafür wäre die Datenschutzkonferenz Ende September. Ein Sprecher von Facebook betonte gegenüber W&V, dass sich das Netzwerk an die datenschutzrechtlichen Standards der EU halte.




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