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Thread: Facebook

  1. #21
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    Weitere Datenschützer halten Facebooks Like-Buttons für rechtswidrig

    Die Debatte um die Zulässigkeit von Like-Buttons des sozialen Netzwerkes Facebook weitet sich aus: Neben Schleswig-Holsteins oberstem Datenschutzbeauftragten Thilo Weichert halten auch andere Datenschützer den Like-Button in seiner jetzigen Form für rechtswidrig. Dies geht aus einem Beitrag des Branchenmagazins „Werben & Verkaufen“ (W&V, Ausgabe vom 25. August) hervor. Laut „W&V“ halten auch die Datenschutzbeauftragten von Rheinland-Pfalz, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen den Like-Button für nicht rechtens. Sie kritisieren, dass über sogenannte Plug-ins wie den Like-Button personenbezogene Daten zum Nutzerverhalten an Facebook weitergeleitet würden, ohne das dies den Nutzern ausreichend klar sei.

    Auch die Datenschützer von Nordrhein-Westfalen, Brandenburg, Baden-Württemberg und Hamburg halten das Thema für relevant, prüfen aber noch die Analyse des Unabhängigen Landeszentrums für Datenschutz (ULD) in Kiel. Auch der Bundesbeauftragte für Datenschutz, Peter Schaar, begrüßte laut „W&V“ den Vorstoß. Die Debatte hatte vergangene Woche Schleswig-Holsteins Datenschutzbeauftragter Weichert losgetreten, als er Website-Betreiber im Norden aufforderte, die Like-Buttons bis Ende September von den Sites zu entfernen und mit hohen Bußgeldern drohte.

    Laut „W&V“ streben die Datenschützer eine einheitliche Linie an – ein möglicher Gesprächstermin dafür wäre die Datenschutzkonferenz Ende September. Ein Sprecher von Facebook betonte gegenüber W&V, dass sich das Netzwerk an die datenschutzrechtlichen Standards der EU halte.

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  3. #22
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    Facebook zu Selbstregulierung bei Datenschutz bereit

    Facebook geht nach jahrelanger Kritik an seiner Datenschutz-Politik auf die deutschen Behörden zu. Das weltgrößte Online-Netzwerk erklärte sich erstmals bereit, an einer Selbstregulierung der Branche zum Schutz der Nutzer teilzunehmen, wie das Bundesinnenministerium nach Gesprächen mit Facebook am 8. September mitteilte. In Deutschland gibt es bereits den Verhaltenskodex zum Jugendschutz und den Verhaltenskodex für Betreiber von Social Communities bei der Freiwilligen Selbstkontrolle der Multimedia-Anbieter (FSM), die deutsche Anbieter unterzeichnet haben. Facebook beteiligte sich bisher nicht daran.

    Allgemeiner Kodex für soziale Netzwerke angestrebt
    „Wir werden unsere Erfahrungen gerne in die Entwicklung gemeinsamer Branchen-Standards einbringen“, erklärte Facebooks Europa-Verantwortlicher Richard Allan. Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) kündigte an, er strebe mittelfristig einen allgemeinen Kodex für soziale Netzwerke an, „der Regelungen zur Datensicherheit, sicheren Identitäten sowie Aspekten des Daten-, Verbraucher- und Jugendschutzes enthält“.

    Grundsatzfrage auf europäischer Ebene diskutieren
    Friedrich sieht mit der grundsätzlichen Bereitschaft von Facebook zu einer Selbstregulierung auch die aktuelle Diskussion darüber entschärft, inwieweit deutsches Datenschutz- und Telekommunikationsrecht für das Online-Netzwerk gilt. Facebook hat seine Europa-Niederlassung in Irland und hält daher irische Datenschutzbestimmungen für anwendbar. „Die Grundsatzfrage müssen wir dort diskutieren, wo sie entschieden wird, und das heißt auf europäischer Ebene“, betonte Friedrich jetzt. Unter anderem weil die Verhandlungen in Brüssel aber lange dauerten, mache es Sinn, auf Selbstregulierung zu setzen.

    Debatte um „Gefällt mir“-Button
    Facebook wird in Deutschland von Politikern und Datenschützern immer wieder vorgeworfen, nicht transparent genug mit Nutzer-Informationen umzugehen und gegen deutsche Bestimmungen zu verstoßen. Aktuell versucht der schleswig-holsteinische Datenschützer Thilo Weichert, Facebooks „Gefällt mir“-Button von Websites im Norden zu verbannen. Er begründet sein Vorgehen damit, dass beim Anklicken der Schaltflächen Daten in die USA gelangten und dort rechtswidrige Nutzerprofile erstellt würden – auch von Nicht-Mitgliedern.

  4. #23
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    BITKOM begrüßt Gespräche zwischen Innenministerium und Facebook

    Der Hightech-Verband BITKOM hat die heutigen Gespräche zwischen Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich und Vertretern von Facebook sehr begrüßt. BITKOM-Präsident Prof. Kempf: „Es ist höchste Zeit, dass Bundesinnenministerium und Facebook ins Gespräch kommen. Wir danken Bundesinnenminister Friedrich für seine Initiative. In Deutschland sind die Erwartungen an Datenschutz und Sicherheit besonders hoch. Einvernehmliche Standards zwischen Politik und Wirtschaft zu Gunsten des Verbrauchers können helfen, brüchiges Vertrauen wieder herzustellen und den Datenschutz zu stärken.“

    Kempf verwies auf den Verhaltenskodex Web 2.0 der Freiwilligen Selbstkontrolle Multimediadienste-Anbieter e.V. (FSM). Diese Selbstverpflichtung deutscher Community-Anbieter schütze insbesondere Jugendliche. Unternehmen wie die VZ-Gruppe, Lokalisten.de und Wer-kennt-wen.de sorgen u.a. dafür, dass persönliche Daten von Kindern und Jugendlichen nur für deren Freunde sichtbar sind. Sie bieten auch Beschwerde-Möglichkeiten, falls jemand belästigt wird. „Wir ermutigen weitere Anbieter, diesem Kodex beizutreten“, so Kempf.

    Darüber hinaus erklärte BITKOM seine Bereitschaft zu weiterführenden Gesprächen mit der Bundesregierung und Community-Anbietern. „Selbstverpflichtungen können in der Regel besser auf die unterschiedlichen Geschäftsmodelle und das rasche Innovationstempo in der Branche eingehen als Gesetze“, so Kempf. „Anders als nationale Gesetze können Selbstverpflichtungen außerdem internationale Wirkung entfalten.“ Mit dem Datenschutz-Kodex für Geodatendienste haben der BITKOM und führende Anbieter erst kürzlich eine Selbstverpflichtung eingerichtet.

  5. #24
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    Aigner gegen Facebook-Präsenz der Bundesregierung

    Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) hat ihre Kabinettskollegen zum Facebook-Verzicht aufgefordert. „Nach eingehender rechtlicher Prüfung halte ich es für unabdingbar sicherzustellen, dass der Facebook-Button auf regierungsamtlichen Internetseiten in unserer jeweiligen Verantwortung nicht verwendet wird“, heißt es in einem Brief von Aigner, der laut einer Vorabmeldung des „Spiegel“ Ende vergangener Woche an alle Bundesministerien versendet wurde. Auch auf „Fanpages“ für Ministerien solle „angesichts begründeter rechtlicher Zweifel“ verzichtet werden. Ob ein Abgeordneter eine „Fanpage“ unterhalte, sei seine persönliche Entscheidung, so Aigner. Die Grundproblematik sei allerdings dieselbe. Sie selbst sei vor einem Jahr bei Facebook ausgetreten. Ihr Ministerium unterhalte „konsequenterweise“ weder eine „Fanpage“, noch verwende es den „Gefällt mir“-Button. Sowohl Regierungsressorts als auch Parlamentarier sollten mit „gutem Beispiel vorangehen und dem Schutz persönlicher Daten einen hohen Stellenwert einräumen“. Facebook habe sich an deutsches und europäisches Recht zu halten, schrieb Aigner.

  6. #25
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    Massive Änderungen bei Facebook – Medienzentrale und Lebensarchiv

    Es sind die größten Änderungen in der Geschichte von Facebook: Die Nutzer des Online-Netzwerks können ihre Freunde künftig in Echtzeit wissen lassen, was sie gerade tun. Außerdem sollen Facebook-Anwender im Netz „alle wichtigen Geschichten“ ihres Lebens dokumentieren.

    Ob beim Kochen oder Joggen, Musik hören und Filme gucken: Facebook will sich noch tiefer im Leben seiner 750 Millionen Mitglieder verankern. Facebook-Gründer Mark Zuckerberg kündigte am 22. September auf einer Entwicklerkonferenz etliche neue Funktionen an, mit denen Nutzer mehr aus ihrem Alltag preisgeben können. Musik, Filme und Nachrichten spielen dabei eine zentrale Rolle. Mit den wohl größten Änderungen in seiner Geschichte beschwor das Unternehmen aus San Francisco allerdings sogleich Datenschutzbedenken herauf.

    Wichtiger Bestandteil der vielen Neuerungen ist die Möglichkeit, Medieninhalte zu empfehlen. Neue Anwendungen von Mediendiensten können künftig den „Freunden“ der Facebook-User zeigen, welche Musik die Anwender gerade hören, welche Filme sie schauen oder welche Artikel sie lesen. Dafür richtet das Unternehmen ein neues Tickerfenster ein, in dem Meldungen in Echtzeit einlaufen.

    Dutzende Musikdienste, Online-Videotheken und Websites von Medienunternehmen kooperieren mit Facebook, darunter bekannte Namen wie Spotify, Netflix und Zeitungen wie die „Washington Post“, das „Wall Street Journal“ oder der britische „Guardian“. Das weltgrößte Online-Netzwerk entwickelt sich damit zu einer gigantischen Medienplattform.

    Zudem will Facebook seine Nutzer mit überarbeiteten Profilen enger an sich binden. Mitglieder können auf einer Zeitleiste (Timeline) alle wichtigen Dinge aus ihrem Leben in einem Magazin-artigen Layout zeigen. Das können Fotos sein oder die Orte, an denen sie sich oft aufhalten. Auch Kochbücher und Jogging-Tagebücher, die externe Firmen auf Facebook anbieten, lassen sich integrieren. „So erzählt man die ganze Geschichte seines Lebens auf einer einzigen Seite“, sagte Zuckerberg. Eingeführt werden soll sie in den nächsten Wochen.

    Facebook versprach, dass Nutzer die Kontrolle darüber behalten, was ihr Netzwerk über sie erfährt. Viele Beobachter äußerten dennoch Datenschutz-Bedenken, in ersten Reaktionen von Twitter-Nutzern war vom „Ende der Privatsphäre“ die Rede. Ob diese Kritik berechtigt sei, hänge stark von der Umsetzung der neuen Funktionen ab, sagte der Gartner-Analyst Michael Gartenberg der Nachrichtenagentur dpa. „Es ist noch zu früh, um das zu bewerten. Facebook hat mittlerweile gelernt, dass sie in diesem Bereich vorsichtig sein müssen.“ Entscheidend sei die Frage, ob das Unternehmen die Informationen standardmäßig veröffentliche oder die Nutzer erst zustimmen müssten.

    Mit den angekündigten Neuerungen wolle sich Facebook noch tiefer im Leben der Nutzer verankern - etwa indem sie über ihre Freunde neue Inhalte entdecken, sagte Gartenberg. „Die Idee dahinter ist, dass die Nutzer mehr und mehr Zeit auf Facebook verbringen und dessen Dienste nutzen.“ Der amerikanische Journalismus-Dozent und Blogger Jeff Jarvis schrieb, Facebook erhöhe die Hürden, sich von der Plattform abzumelden: „Man verliert sein Leben.“ Mit den Änderungen facht das Unternehmen die Konkurrenz zu Google+ weiter an - dessen Betreiber Google hatte seinen Gegenentwurf zu Facebook jüngst für alle Nutzer geöffnet und mehrere technische Neuerungen angekündigt.

    Facebook stellt derzeit im Wochentakt Neuerungen vor. So hilft das Unternehmen seinen Mitgliedern seit kurzem, den Empfängerkreis von Informationen einzuschränken. Dafür erstellt die Software anhand der Profilinformationen automatisch Listen, etwa mit Kollegen, Verwandten oder Mitschülern. Nutzer können zudem öffentliche Einträge anderer Mitglieder abonnieren, ohne deren Facebook-Freund zu sein. Google+ bietet ähnliche Funktionen an. Erst diese Woche hat Facebook Änderungen am zentralen Element seiner Website vorgenommen, dem Live Stream, in dem Nutzer alle Neuigkeiten aus ihrem Netzwerk sehen. Dies solle sicherstellen, dass dort auftauche, was man sehen wolle, erklärte Facebook.

    Facebook hat schätzungsweise 800 Millionen Anwender weltweit, die nach Berechnungen des Marktforschungsunternehmens Comscore derzeit zusammen rund 70 Milliarden Minuten im Monat auf Facebook verbringen.

  7. #26
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    Verfassungsgerichtspräsident warnt vor Facebook

    Der Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Andreas Voßkuhle, hat vor der Benutzung des sozialen Netzwerkes Facebook gewarnt. Das Surfen auf diesen Seiten sei „eine risikogeneigte Tätigkeit“, sagte Voßkuhle in einem Interview mit dem Nachrichtenmagazin „Focus“ (Ausgabe vom 7. November). „Die Bürger wissen zum Beispiel nicht, ob Daten nach der Löschung nicht doch noch aufbewahrt werden.“ Voßkuhle beklagte auch die „Gefahr einer Schieflage“ zwischen der Macht des Unternehmens, dessen Server außerhalb von Deutschland stehen, und der auf 16 Bundesländer zersplitterten Kontrolle der Datenschützer. Er deutete an, dass das Bundesverfassungsgericht gezwungen sein könnte zu prüfen, ob sich das Facebook-Angebot mit dem Recht auf informationelle Selbstbestimmung verträgt. „Da will ich dem für solche Fragen zuständigen Ersten Senat nicht vorgreifen. Es spricht jedenfalls einiges dafür, dass das Bundesverfassungsgericht in den nächsten Jahren gefordert sein wird, die Bedeutung und Reichweite der Grundrechte in einer Welt der digitalen Vernetzung neu zu bestimmen.“

  8. #27
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    Facebook: Kostenlose Anrufe bald auch in Deutschland

    Neuer Service für die deutschen Facebook-Nutzer: Ab demnächst lässt das soziale Netzwerk seine Mitglieder auch in Deutschland kostenlos über das Internet telefonieren. Vorerst profitieren jedoch nur Besitzer von Apple-Geräten vom neuen Angebot.

    Facebook lässt seine Mitglieder demnächst auch in Deutschland kostenlos untereinander über das Internet telefonieren. Die Gespräche können über Facebook-Apps für Android und Apples iOS-System für iPhone, iPad und iPod touch geführt werden, wie Facebook am Donnerstag ankündigte. Das Angebot startet in einer Testphase neben Deutschland auch in Frankreich, Italien und Spanien. Die Telefongespräche funktionieren zwischen Facebook-Nutzern, die beide jeweils die Facebook-App auf ihren Handys installiert haben.

    Zuvor waren die Internet-Gespräche über WLAN und Mobilfunk-Datennetz bereits in den USA, Großbritannien und Kanada verfügbar. Für die Gespräche fallen keine Telefonkosten an, allerdings bezahlen Nutzer über ihre Datentarife die Übertragung via WLAN oder Mobilfunk mit. Das weltgrößte Online-Netzwerk mit inzwischen mehr als einer Milliarde Nutzern hatte in den vergangenen Jahren die Kommunikations-Möglichkeiten unter den Mitgliedern kontinuierlich ausgebaut.

  9. #28
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    Panne bei Facebook: Millionen Kontaktdaten weitergegeben

    Bei Facebook kann mit mehr als einer Milliarde Mitglieder auch ein kleiner Software-Fehler eine große Wirkung haben. Jetzt landeten Kontaktdaten von rund sechs Millionen Nutzern bei ihren Facebook-Freunden, auch wenn sie dem gar nicht zugestimmt haben.

    Durch eine Software-Panne bei Facebook sind Kontaktdaten von schätzungsweise sechs Millionen Mitgliedern an andere Nutzer des Online-Netzwerks weitergegeben worden. Es handele sich um E-Mail-Adressen und Telefonnummern, teilte Facebook am späten Freitag mit. In den meisten Fällen seien die Informationen aber nur ein oder zwei Mal geteilt worden, hieß es. Betroffene Nutzer würden derzeit per E-Mail unterrichtet. Auch die Datenschutzbehörden in den USA, Kanada und Europa seien informiert worden. Facebook entschuldigte sich für die Panne.

    Der Fehler geht auf eine Funktion zurück, mit der Vorschläge zur Kontaktaufnahme zwischen Bekannten oder Einladungen zu Facebook erstellt werden. Das Online-Netzwerk vergleicht dafür die von Nutzern hochgeladenen Adressbücher mit Kontaktdaten von Facebook-Mitgliedern. Dabei seien durch die Software-Panne zum Teil Adressbuch-Daten zusammen mit Profil-Informationen anderer Nutzer gespeichert worden. Wenn diese Mitglieder sich den Inhalt ihres Profils über die Download-Funktion von Facebook herunterluden, bekamen sie eventuell auch die fremden Adressbuch-Daten.

    "Es handelt sich dabei ausschließlich um Telefonnummern und E-Mail-Adressen von ihren Facebook-Freunden, auch wenn diese Facebook-Freunde beispielsweise die Sichtbarkeit ihrer E-Mail-Adresse für diese Person nicht erlaubt haben", erklärte eine Sprecherin am Samstag.

    Facebook habe erst kürzlich einen externen Hinweis auf den Fehler bekommen, hieß es in einem Blogeintrag. Die Download-Funktion wurde inzwischen deaktiviert. Es gebe keine Hinweise darauf, dass die Lücke gezielt ausgenutzt worden sei. Die Informationen seien für Werbekunden von Facebook oder Softeware-Entwickler nicht sichtbar gewesen.

    Facebook hat mit Informationen von über 1,1 Milliarden Mitgliedern gewaltige Datenbestände angesammelt. Seit Jahren gibt es deshalb Sorgen wegen möglicher Datenpannen durch Software-Fehler. Das Online-Netzwerk betont, dass es mehrstufige Sicherheitssysteme installiert habe. "Auch mit einem starken Team kann kein Unternehmen Software-Fehler zu 100 Prozent ausschließen", schränkte das Netzwerk in dem Blogeintrag ein.

    Q:digitalfernsehen

  10. #29
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    Facebook benutzt User als Versuchskaninchen

    Facebook hat 310'000 Nutzer hinters Licht geführt: Im Rahmen eines psychologischen Experiments wurde die Startseite der User, der sogenannte Homefeed, manipuliert. Es ist die mit Abstand am meisten genutzte Seite von Facebook. Dort werden Bilder geteilt, Statusmeldungen veröffentlicht und Freunden mitgeteilt, wie es einem geht. Während einer Woche wurde den betroffenen Nutzern ein falscher Feed präsentiert. Wer hat am Facebook-IPO verdient? Für die Studie des Fachmagazins «Proceedings of the National Academy of Sciences» filterten Wissenschaftler in Zusammenarbeit mit Facebook-Mitarbeitern die Einträge auf der Startseite, wie «Spiegel Online» berichtet.

    Während die eine Hälfte der unfreiwilligen Probanden mehrheitlich positive Nachrichten auf dem Newsfeed sah, fanden andere vorwiegend negative Einträge. Auch wenn es nicht die erste Studie war, die anhand von Facebook-Daten erstellt wurde, so war es offenbar das erst Mal, dass Informationen der Nutzer aktiv manipuliert wurden, indem Facebook-Mitarbeiter in den Algorithmus des Netzwerks eingriffen.

    Inklusive jener der Kontrollgruppe waren insgesamt 689'003 englischsprachige Facebook-Nutzer betroffen.

    Später Shitstorm
    Obschon die Studie bereits vor einigen Wochen veröffentlicht wurde, ist die Nachricht über den manipulierten Algorithmus erst vor Kurzem bei der Facebook-Community angekommen – und hat dort prompt für Empörung und Unmut gesorgt.

    Im Magazin «The Atlantic» rechtfertigt sich eine Forscherin, die für die Veröffentlichung der Studie verantwortlich war. Auch sie sei zuerst besorgt gewesen, doch Wissenschaftler und Facebook-Mitarbeiter hätten ihr versichert, dass alles rechtens sei. Das Netzwerk würde ohnehin sämtliche Feeds der Nutzer manipulieren. Betroffene Wissenschaftler reagierten auf den Shitstorm: Sie betonten, dass keine Beiträge aktiv entfernt wurden. Wer auf die Profile seiner Freunde klickte, habe zu jeder Zeit sämtliche geposteten Einträge sehen können. Lediglich auf den Feeds seien je nach Gruppe die positiven oder negativen Einträge verborgen gewesen.

    Emotionale Ansteckung bewiesen
    Für die unfreiwilligen Studienteilnehmer ein kleiner Trost: Durch die Studie wurde bewiesen, dass Emotionen auch virtuell ansteckend sind. Personen, die auf ihrem Feed überwiegend positive Beiträge fanden, posteten selber auch überwiegen Positives. Bei der Gruppe, die vorwiegend negativ zu verstehende Einträge las, war es gerade umgekehrt: Sie teilten eher negative Beiträge. Es war bereits bekannt, dass Emotionen ansteckend sind – jedoch nicht, dass sich diese auch ohne direkten Kontakt zu Menschen übertragen lassen. Facebook-Usern, denen die positiven und negativen Beiträge aus der Startseite ausgeblendet wurden, haben laut der Studie selber weniger Beiträge veröffentlicht.

  11. #30
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    Facebook verärgert Mitglieder durch Trennung von App und Messenger

    Facebook hat seine Mitglieder mit der Abspaltung seines Chat-Dienstes von der allgemeinen Smartphone-App verärgert. Die separate Messenger-Anwendung erklomm zwar die Spitzenposition im App Store für Apples iPhones - aber mit einer ungewöhnlich niedrigen Bewertung von nur einem Stern. Die Nutzer kritisierten am Wochenende vor allem, dass sie gezwungen waren, die App herunterzuladen, um die Chat-Funktion weiter nutzen zu können.

    Facebook hatte die Nachrichten-Funktion vor einigen Tagen aus der allgemeinen App des Netzwerks ausgekoppelt. Um mit ihren Facebook-Freunden auf dem Handy schnelle Nachrichten auszutauschen, müssen Mitglieder nun die separate App herunterladen. Das Online-Netzwerk erklärte, dass der Chat-Dienst in einer separaten Anwendung besser weiterentwickelt werden könne. Der Dienst hat nach Angaben von Facebook 200 Millionen Nutzer.

    In Googles Play Store mit Apps für Android-Geräte steht die Messenger-Anwendung ebenfalls an der Spitze der am häufigsten heruntergeladenen Apps. Dort hat sie dank früherer positiver Bewertungen zwar noch vier Sterne - aber die jüngsten Reaktionen fallen wegen des Download-Zwangs durchweg negativ aus.

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