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Thread: YouTube

  1. #11
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    Video-Portal YouTube erlaubt Einstellen längerer Clips - 15 Minuten

    Nutzer des Videoportals YouTube können jetzt längere Filme hochladen. Die Begrenzung sei von 10 auf 15 Minuten ausgeweitet worden, teilte die Betreiberfirma Google mit.

    Wer ein Video erneut hochladen will, das zuvor als zu lang zurückgewiesen worden ist, muss vorher die alte Version in der Rubrik "Meine Videos" löschen und es dann noch mal versuchen.

    Das Unternehmen rief zudem einen Wettbewerb aus. Nutzer sollen einen Film mit dem Titel "15 minutes of fame" (deutsch: 15 Minuten Ruhm) über sich erstellen und mit dem Begriff "yt15minutes" markieren. YouTube will den besten Videos mit einer Platzierung auf der Startseite ein bisschen Ruhm verschaffen.

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  3. #12
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    Netzbetreiber wollen Geld von Youtube und Co.- HD-Videos sind Schuld

    Die einen stellen die Technik bereit, die anderen liefern Inhalte. Netzbetreiber und Content-Anbieter haben jahrelang einvernehmlich für dieses fantastische Medium gesorgt, das wir kurz "das Internet" nennen. Jetzt knirscht es im Verhältnis zwischen beiden Seiten.

    Telekommunikationsunternehmen wollen nicht länger nur die Postboten sein, die ganz selbstverständlich die Unmengen von Datenpaketen schultern und zu den Internet-Nutzern transportieren.

    In den USA beschäftigt diese Diskussion schon seit Monaten Politik und auch die Justiz. Die Regulierungsbehörde FCC (Federal Communications Commission) in Washington tritt dafür ein, die Netzbetreiber weiterhin auf das Prinzip der Netzneutralität zu verpflichten: Es besagt, dass Telekommunikationsunternehmen alle Daten ohne Unterschied transportieren - egal was in den Paketen drin ist. Der Internet-Forscher Lawrence Lessig hat dies 1999 einmal so beschrieben: "Wie ein tagträumender Briefträger bewegt das Netzwerk einfach die Daten."

    Inzwischen aber hat der Briefträger so viel zu tun, dass er nicht mehr träumen kann. Es sind vor allem bewegte Bilder wie Videos, die den Datenverkehr aufblähen. "Dienste wie Youtube und HD-Videos verstopfen die Netze", sagte kürzlich ein Sprecher der Deutschen Telekom.

    Unter dem Druck solcher Vorhaltungen verhandelt die Youtube-Mutter Google mit Verizon, einem der größten Telekommunikationsunternehmen in den USA - so berichten übereinstimmend mehrere Medien in den USA. Nach Informationen des Finanznachrichtendienstes Bloomberg sollen beide bereits eine Vereinbarung geschlossen haben; beim "Wall Street Journal" und der "New York Times" heißt es, dass mit einem Abschluss in nächster Zeit zu rechnen sei. Google selbst erklärt zu allen diesen Berichten nur: "Kein Kommentar".

    Doch der Druck steigt. Damit es nicht zum Datenstau kommt, müssen die Netzbetreiber kräftig in die Infrastruktur investieren. Das wollen sie sich bezahlen lassen - entweder von Inhalte-Anbietern wie Google oder auch von den Internet-Nutzern.

    Bei dieser zweiten Möglichkeit erwägen die Telekommunikationsfirmen ein differenziertes Preismodell. "Die Telekom sieht ein zukünftiges Geschäftsfeld darin, neue Dienste zu ermöglichen, die garantierte Übertragungsqualitäten benötigen", erklärt Unternehmenssprecher Philipp Blank. Damit dürfte er auch für viele Wettbewerber sprechen.

    Das Kalkül: Wer seinen Anschluss nutzt, um eMails zu schreiben oder Nachrichten zu lesen, kann damit leben, wenn es zu kleinen Rucklern kommt, weil andere Daten Vorfahrt haben. Wer dagegen auf eine lückenlose Übertragung angewiesen ist, weil er übers Internet telefoniert oder "Counter Strike" spielt, zahlt gern auch mehr. Auch Unternehmen könnten sich mit einem Aufschlag eine bevorzugte Behandlung erkaufen.

    Der mögliche Deal zwischen Google und Verizon zeigt aber, dass die Netzbetreiber noch eine andere Geldquelle im Blick haben: die Anbieter von Internetdiensten, die Millionen von Nutzern anlocken und so für viel Verkehr auf der Datenautobahn sorgen. Der Suchmaschinen- Riese, der mit Youtube auch das größte Videoportal der Welt betreibt, ist besonders im Visier.

    Bislang weigerten sich Google, Amazon und Co. kategorisch, für ihr wachsendes Datenaufkommen zu zahlen. Nun will Google offenbar statt des tagträumenden Briefträgers doch einen Express-Service - gegen Gebühr.

    In Europa treten die meisten Regierungen und Parlamente gleichwohl weiter für die Beibehaltung der Netzneutralität ein. Die Europäische Kommission hat im Rahmen ihrer Telekommunikationsrichtlinie Regeln zur Netzneutralität vorgegeben, welche die EU-Mitgliedsstaaten in nationale Gesetze gießen müssen.

    Ein Deal zwischen Google und Verizon würde auch diese Debatte in Europa beeinflussen, meint Markus Beckedahl von netzpolitik.org. "Google ist in der Koalition für Netzneutralität bislang einer der führenden Vertreter." Ein Ausstieg würde der Sache schaden, meint der Blogger - auch hierzulande: "Die Debatte in den USA dient immer als weltweites Vorbild."

  4. #13
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    Gema klagt gegen Youtube

    Das Videoportal Youtube hat in Frankreich seine Urheberrechtsprobleme mit der Musikindustrie gelöst. In Deutschland geht der Streit um die Online-Verwertungsrechte von Musikstücken und Videos allerdings in die nächste Runde. Die deutsche Verwertungsgesellschaft Gema kündigte am 30. September an, zusammen mit Partner-Gesellschaften die Video-Site von Google in einem Hauptsachverfahren zu verklagen. Youtube soll damit gezwungen werden, eine Liste ausgewählter Musikstücke zu löschen.

    Die Gema hatte zuvor vergeblich versucht, Google in einem Schnellverfahren vor dem Landgericht Hamburg zur Löschung von 75 Songs auf Youtube zu bewegen. Die Richter erkannten die Eilbedürftigkeit der Forderung nicht an. Laut einem Gerichtssprecher gaben sie aber zu erkennen, dass ein Unterlassungsanspruch infrage komme. Es liege nahe, dass Youtube bislang nicht genug unternommen habe, um die Urheberrechte zu schützen.

    „Die Gema und ihre Partner halten das Hauptsacheverfahren gegen Youtube für den richtigen Weg und sind aufgrund der Urteilsbegründung optimistisch, dass unsere Ansprüche gegen Youtube gerechtfertigt sind“, sagte Gema-Chef Harald Heker.

    Die Gema vertritt nach eigenen Angaben mehr als 60.000 Komponisten, Textautoren und Musikverleger sowie mehr als eine Million Rechteinhaber aus aller Welt. Nach Darstellung von Google waren die finanziellen Forderungen der Gema so hoch, dass Youtube mit jedem abgerufenen Video Geld verloren hätte. Die Gema betont, dass neben der Höhe des Entgeltes auch das genaue Abrechnungsverfahren umstritten sei. Eine Pauschalvergütung reiche nicht aus, da die Einnahmen je nach Nutzung der jeweiligen Titel ausgeschüttet werden müssten.

    In Frankreich hat die Google-Tochter nun eine Vereinbarung mit der Verwertungsgesellschaft Sacem abgeschlossen. Finanzielle Details ließ Google am 30. September offen. Die Vereinbarung in Frankreich soll aber ähnlich wie in Italien aussehen, wo Google mit der Musikindustrie die Werbeeinnahmen teilt. Die Einigung bezieht sich allerdings nur auf Youtube Frankreich, nicht auf Songs französischer Künstler, die auf der deutschen Site von Youtube zu finden sind. Deshalb gehört die Sacem trotz der Vereinbarung in Paris zu den Gesellschaften, die als Gema-Partner in Deutschland gegen Youtube klagen.

    Mit der aktuellen Entwicklung erhöht sich allerdings der Druck auf die Gema, da die von ihr vertretenen Künstler derzeit kein Geld aus den Youtube-Werbeeinnahmen erhalten. Der für Youtube zuständige Google-Manager Patrick Walker sagte, er könne sich nicht erklären, wieso in Deutschland nicht möglich sein soll, was in Italien, Frankreich oder den Niederlanden funktioniere. Er hoffe, dass die dortigen Vereinbarungen Modellcharakter für Deutschland haben können.

    Youtube hatte schon vor Jahren die Musik- und TV-Branche auf die Barrikaden gebracht. Seit dem Start der Plattform stellten Millionen von Youtube-Nutzern urheberrechtlich geschützte Musik, Videos sowie Ausschnitte aus Filmen und Fernsehsendungen online – ohne dass die Rechteinhaber um Erlaubnis gefragt oder finanziell entschädigt wurden. Die Musik- und Medienkonzerne ließen die Inhalte reihenweise entfernen und verklagten Youtube. Am heftigsten holte nach der Youtube-Übernahme durch Google der MTV-Eigentümer Viacom mit einer Milliardenforderung aus.

  5. #14
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    Youtube bald Live-Sportsender

    Der Internet-Riese Google will das Angebot der Video-Tochter Youtube um Livestreamings verschiedener Disziplinen erweitern. Mit Cricket-Spielen aus der Indian Premier League hat der Konzern bereits gute Erfahrungen gemacht. Über 55 Millionen Visits aus 250 Ländern konnte das Portal laut Bloomberg damit generieren. Nun sollen Sportarten mit einer vorwiegend in den USA noch höheren Breitenwirksamkeit wie Basketball oder Eishockey folgen. Außerdem steckt Google offenbar in Verhandlungen mit Fußball-Ligen in Europa.

    Ob die
    Bundesliga bald live bei Youtube zu sehen sein werde, wollte Google auf Nachfrage nicht bestätigen. Selbst wenn es laufende Gespräche gebe, würden sie nicht kommentiert, hieß es. Eine Einigung mit europäischen Spitzen-Ligen über Livestreamings auf der Video-Plattform wäre wohl primär von den nicht gerade günstigen

    Schon in der zweiten Hälfte dieses Jahres will Youtube mehr Live-Sport zeigen, sagt Googles Direktor für Content-Partnerschaften Asia Pacific, Gautam Anand. Neben indischen Cricket-Matches streamt das Portal beispielsweise auch japanischen Major-League-Baseball. Vonseiten der NHL gibt es jedoch ebenfalls keine Bestätigung zu möglichen Verhandlungen. Die NBA bekundet in einem Statement hingegen ihre Freude, dass Youtube den Wert von Live-Sport erkannt hat.
    Übertragungslizenzen abhängig. Allerdings, so werden zwei Google-Manager zitiert, sei der Web-Konzern auch mit anderen Profisportligen wie der NBA und der NHL in Verhandlungen.

  6. #15
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    Youtube schnappt sich Hollywood-Filme

    Das Online-Videoportal Youtube ist offenbar kurz davor, einen eigenen Video-on-Demand-Service für aktuelle Spielfilme an den Start zu bringen. Wie die „New York Times“ unter Berufung auf Insiderquellen berichtet, sollten entsprechende Verhandlungen mit mehreren Hollywood-Studios bereits erfolgreich abgeschlossen sein. Als bereits bestätigte Kooperationspartner werden Sony Pictures Entertainment, Universal Pictures und Warner Brothers genannt, die ihre Produktionen für den geplanten Streaming-Dienst zur Verfügung stellen sollen. Geplanter Starttermin für den US-Markt ist angeblich schon Anfang Mai 2011. „Unser Ziel ist es, den Usern alle Bewegtbildinhalte zu bieten, die sie gerne sehen wollen. Das betrifft sowohl User-generierte Beiträge als auch professionell produziertes Material“, erklärte Google-Sprecher Stefan Keuchel. Der Start des Video-on-Demand-Services ist bislang allerdings lediglich für die USA geplant. Die Frage, ob und wann ein ähnliches Angebot auch hierzulande starten könnte, will der Internetkonzern zum jetzigen Zeitpunkt nicht kommentieren.

    Was die näheren Details sowohl zu den eingegangenen Partnerschaften als auch zu den konkreten Konditionen des Video-Streaming-Dienstes betrifft, hüllt sich das Unternehmen noch in Schweigen. Um gegenüber der starken Marktkonkurrenz von Amazon, iTunes und Netflix bestehen zu können, gehen Experten aber davon aus, dass sich der Preis für einen einzelnen aktuellen Blockbuster-Titel auf zwei bis vier US-Dollar belaufen dürfte. Die veranschlagten Kosten sollen aber je nach gewünschtem
    Film variieren.

    Die aktuell eingegangene Partnerschaft mit den Film- und Fernsehstudios ist ein weiteres Indiz dafür, dass sich Youtube zunehmend in Richtung professionellem Content orientiert. Die ersten Anzeichen hierfür zeigten sich bereits im November 2008, als das Videoportal bekannt gegeben hatte, dass mit Metro-Goldwyn Mayer das erste große Hollywoodstudio Spielfilme in voller Länge auf der Seite zeigen wird.

  7. #16
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    Youtube mit drei Milliarden Views pro Tag

    Im Online-Videobereich ist nach wie vor rasantes Wachstum angesagt. Insbesondere der Weltmarktführer unter den Video-Plattformen Youtube profitiert von der noch immer zunehmenden Beliebtheit des Mediums. Zuletzt hat die Google-Tochter ihren Aufwärtstrend sogar noch drastisch beschleunigt, wie der Konzern mitteilte. Google hat das Portal 2006 übernommen. Für einen kräftigen Wachstumsschub sorgten die Nutzer besonders im vergangenen Jahr: 2010 hat die Youtube-Community ihre Uploads verdoppelt. Inzwischen laden die Nutzer laut Google pro Minute über 48 Stunden – also volle zwei Tage – an neuem Videomaterial hoch.

    Fast jeder zweite Mensch weltweit ruft im statistischen Schnitt derzeit ein Video pro Tag bei Youtube ab. Seit einigen Tagen verzeichnet das Portal mehr als drei Milliarden Views täglich – ein Plus von rund 50 Prozent seit einem Jahr. Neben den Videos der Nutzer will Google das
    Angebot nunmehr mit professionellen Inhalten erweitern: Kinofilme in voller Länge, HD-Videoqualität und Live-Sportübertragungen sollen die Nutzer verstärkt an die Plattform binden.

  8. #17
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    Streit zwischen YouTube und Gema eskaliert - keine Einigung in Sicht

    Der Streit um die Vergütung für Musikvideos auf der Internet-Plattform YouTube weitet sich aus: Der YouTube-Betreiber Google sieht nach einer Klage der deutschen Verwertungsgesellschaft GEMA die Grundlage für weitere Gespräche entzogen.

    Eine Lösung könne es "nur am Verhandlungstisch und ohne juristische Verfahren" geben, erklärte Sprecher Kay Oberbeck am Mittwoch in Hamburg. Auf absehbare Zeit werde es daher keine Einigung geben. Das Unternehmen erhöht außerdem den öffentlichen Druck, indem es seit einigen Tagen bei bestimmten blockierten Videos ausdrücklich darauf hinweist, dass dies auf Veranlassung der GEMA geschehe.

    Die Gema hatte bereits im September 2010 angekündigt, Klage vor dem Landgericht Hamburg einreichen zu wollen. Erst kürzlich erreichte die Klageschrift YouTube am Firmensitz in Kalifornien.

    Darin geht es nach Angaben der Plattform darum, 12 Musiktitel nicht mehr zugänglich zu machen. Zuvor hatte die GEMA bereits per einstweiliger Verfügung YouTube verbieten lassen wollen, 75 Musikstücke anzubieten. Das Landgericht Hamburg lehnte den Erlass aber ab.

    Gleichzeitig gab das Gericht aber zu erkennen, dass ein Unterlassungsanspruch infrage komme. Im Mittelpunkt des Streits stehen die Lizenzzahlungen für das Abspielen von Musikvideos. Die GEMA wahrt die Urheberrechte von mehr als 60.000 "Musikurhebern", also Komponisten, Textautoren und Musikverlegern. Sie fordert pro Videoabruf eine Gebühr - auf einer GEMA-Preisliste ist von zwölf Cent die Rede, in den seit 2009 währenden Verhandlungen forderte die Gesellschaft aber geringere Beträge. Der Internetriese hält diese Summe für überhöht, weil sie das Abspielen von Musikstücken zu einem Minusgeschäft mache.

    Seit einigen Tagen versucht YouTube, den Ärger der Nutzer auf die Gema zu lenken. Wenn das Portal Videos blockiert, verweist es in der Begründung ausdrücklich auf die deutsche Verwertungsgesellschaft. So heißt es beispielsweise in bestimmten Fällen: "Leider ist dieses Video in Deutschland nicht verfügbar, da es Musik enthalten könnte, für die die GEMA die erforderlichen Musikrechte nicht eingeräumt hat." Google spricht von "präziseren Hinweisen", die man aufgrund von Nachfragen der Nutzer gebe.

    YouTube hatte schon seit dem Start die Musik- und TV-Branche auf die Barrikaden gebracht, weil die Nutzer urheberrechtlich geschützte Musik, Videos sowie Ausschnitte aus Filmen und Fernsehsendungen ins Netz stellten, ohne die Rechteinhaber um Erlaubnis zu fragen. Die Musik- und Medienkonzerne ließen die Inhalte reihenweise entfernen und verklagten YouTube.

    Mittlerweile bietet das Unternehmen ein Programm an, über das Rechteinhaber Inhalte sperren lassen können oder eine Beteiligung an den Werbeerlösen erhalten. Daher ist inzwischen das Gros der Musikvideos in Ländern wie den USA bei YouTube zu sehen.

  9. #18
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    Youtube konkretisiert Planungen für eigene "Fernsehkanäle"

    Das Online-Videoportal Youtube verstärkt seine Bemühungen, mit rund einem Dutzend klassischen Web-TV-Kanälen zu Themen wie Mode oder Sport ein Konkurrenzangebot zu klassischen Fernsehanbietern aufzubauen.

    Das Videoportal Youtube befinde sich derzeit in abschließenden Verhandlungen mit Inhaltelieferanten, um Zuschauer mit thematischen "Kanälen" mit festen Formaten und Erstausstrahlungsterminen enger an die Plattform zu binden. Ziel des Google-Tochterunternehmens mit Sitz in San Bruno sei es, das klassische lineare Fernsehen überflüssig zu machen, berichtete ABC News Radio unter Berufung auf einen Bericht des "Wall Street Journal" (Dienstagsausgabe). Das Debüt des Angebots wird Anfang 2012 erwartet. Zunächst solle ausschließlich die Klientel im Heimatmarkt USA mit entsprechenden Inhalten versorgt werden, hieß es.

    Neben der Nutzerbindung will Google durch die Schaltung von Videowerbung vor den Sendungen und mit klassischen Unterbrecherspots zusätzliche Einnahmen erwirtschaften. Das "Wall Street Journal" führte aus, es sei die Absicht des Konzerns, die Aufmerksamkeit der Zuschauer von linearen Satelliten- und Kabelfernsehprogrammen ins Internet umzulenken. Mit dem Konzept will sich Google für die zunehmende Verbreitung von internetfähigem Fernsehen wappnen und die hauseigene, derzeit wenig gefragte "Google TV"-Plattform voranbringen.

    Durch die zusätzlichen Kanäle sollen User zudem länger auf der Videoplattform verweilen. Bisher beträgt die durchschnittliche Nutzungsdauer eine Viertelstunde. Youtube sucht für die Expansion aktuell nach neuen Mitarbeitern und will die Belegschaft laut Medienberichten um 30 Prozent erhöhen. Neben der Einführung von fernsehähnlichen Kanälen plant das Portal zudem neue Social-Network-Funktionen.

    Bereits im April hatte das "Wall Street Journal" über die Planspiele berichtet, welche die Einführung von bis zu 20 eigenen Web-TV-Kanälen auf dem Videoportal vorsehen. Damals kursierten Spekulationen aus dem Umfeld des Videoriesen, wonach sich das Unternehmen seinen Einstieg in den TV-Bereich bis zu 100 Millionen Dollar kosten lassen will.

  10. #19
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    Youtube will exklusive Inhalte über eigene Kanäle ausspielen

    Google will mit Youtube mehr Geld verdienen. Künftig soll die Videoplattform exklusive Inhalte über eigene Kanäle ausspielen, wie das „Wall Street Journal“ berichtete. Das dürfte die Werbeeinnahmen drastisch erhöhen, da die Werbeeinschaltungen für nutzergenerierte Videos momentan nur wenig Geld bringen. Um hochwertiges Programm bieten zu können, setzt Youtube auf erfahrene Partner und Skateboard-Legende Tony Hawk.

    Unter anderen sollen die Medien-Schwergewichte Warner Bros und News Corporation in der Liste der Programm-Partner auftauchen. Einige Produktionsfirmen und TV-Studios werden ebenfalls genannt. Mit Tony Hawk konnte sich Youtube auch ein prominentes Gesicht für seinen neuen Inhalte sichern. Die Liste potenzieller Mitwirkender lässt darauf schließen, dass Youtube Content liefern will, der in direkter Konkurrenz zum klassischen Fernsehprogramm steht. Die beteiligten Firmen zeichneten in der Vergangenheit beispielsweise für Serien wie X-Factor oder Ugly Betty verantwortlich.

    Youtube ist mit täglich über zwei Milliarden Videoabrufen die größte Videoplattform der Welt. Ein paar qualitativ hochwertige Serien könnten hier wahre Wunder bewirken. Es wird vermutet, dass Youtube anfangs einige Reality-Formate, Comedy-Serien und einige Spielshows anbieten wird, natürlich erweitert um die interaktiven Möglichkeiten des Internets.

    Seit 2006 ist Youtube im Besitz von Google. Der Internetkonzern hat damals 1,6 Milliarden Dollar für die Videosite gezahlt und sich große Gewinne erwartet. Bislang sind die Umsätze von Youtube aber hinter den Erwartungen zurückgeblieben, auch wenn sie ständig steigen.

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    Youtube gegen GEMA: Streit um Musikvideos spitzt sich weiter zu

    Am Verhandlungstisch konnten sich Google und die GEMA nicht einigen. So fällt dem Landgericht Hamburg die Aufgabe zu, im Streit um das Urheberrecht im Netz Orientierung zu bieten. Nur vordergründig geht es um zwölf Musikvideos, die die GEMA aus Youtube verbannen will.

    Vor 50 Jahren besang Conny Froboess "Zwei kleine Italiener". Jetzt könnte das Liedchen nicht nur Schlager-, sondern auch Rechtsgeschichte schreiben. Das Landgericht Hamburg entscheidet am Freitag über eine Klage der deutschen Musik-Verwertungsgesellschaft GEMA gegen den Google-Dienst Youtube.

    Vordergründig wird entschieden, ob die Videoplattform genug tut, um auf Verlangen der GEMA zwölf urheberrechtlich geschützte Titel zu sperren und auch künftig nicht mehr in Videoclips zugänglich zu machen. Darunter befindet sich auch der Hit von 1962. Darüber hinaus geht es in dem Verfahren, bei dem es nach dem Urteil des Landgerichts vermutlich in die nächste Instanz gehen wird, aber auch um grundsätzliche Fragen, wie der Umgang mit Musik und Filmen im Internet geregelt sein soll.

    Google und die GEMA streiten sich um die Lizenzrechte im Netz. "Beim Streaming von Musikvideos sind aus unserer Sicht die gleichen Nutzungsrechte betroffen wie beim Audio-Streaming", sagte GEMA-Jurist Alexander Wolf. Diese seien das Vervielfältigungsrecht - also die Erstellung der Kopie eines urheberrechtlich geschützten Werkes - und das Recht, ein Werk öffentlich zugänglich zu machen. Hier sieht Wolf Youtube in der Verantwortung für die von den Nutzern auf die Video-Plattform hochgeladenen Filme: "Wir betrachten Youtube nicht als Service-Provider, sondern in großen Teilen als Content-Provider, der sich Inhalte zu eigen macht und mit Werbung verknüpft."

    Dem widerspricht Google. "Youtube ist eine Hosting-Plattform", sagt Google-Sprecherin Mounira Latrache. "Als Hosting-Plattform nehmen wir keinen Einfluss darauf, welche Inhalte Nutzer hochladen." Pro Minute würden mehr als 60 Stunden Videomaterial hochgeladen, es sei praktisch unmöglich, das vorab zu überprüfen.

    Als Streaming wird die Direktübertragung von Musik oder Filmen über das Internet bezeichnet - ohne dass wie beim Download ein Speichern der Dateien angeboten wird. Für das Musik-Streaming hat die GEMA inzwischen eine Vereinbarung mit dem Branchenverband Bitkom getroffen - auf dieser Grundlage überweisen derzeit zwei Internet-Musikdienste, Simfy und Deezer, Geld an die GEMA. Mit weiteren Anbietern, darunter auch Spotify, sind die Verhandlungen noch nicht abgeschlossen. Dieser Vertrag erstreckt sich auf Dienste, die gegen Zahlung eines festen Entgelts - zurzeit meist etwa zehn Euro im Monat - genutzt werden können.

    Bei werbefinanzierten Musik-Streaming-Diensten bietet die GEMA ihren Tarif VR-OD 9 an, der die Abführung von 10,25 Prozent der Werbeeinnahmen vorsieht. Bei Diensten mit "hoher Interaktivität", zu denen Youtube zählen dürfte, werden ohne Rabatt 0,6 Cent pro abgerufenem Stream fällig. Diese Tarife sind seit Dezember 2011 festgeschrieben.

    Die GEMA würde auf dieser Basis auch gern mit Youtube abrechnen. Das Unternehmen sieht sich aber als eine neutrale Plattform, die ihren Nutzern nur die technischen Möglichkeiten bereitstellt, damit diese Videos hochladen können - die rechtliche Verantwortung dafür liegt aus Sicht von Google allein bei den Nutzern.

    Zum Hamburger Prozess kam es, weil sich die GEMA und Youtube nicht über Zahlungen für Musikclips einigen konnten. Ein vorläufiger Vertrag zwischen beiden Seiten war 2009 abgelaufen. Ende 2010 reichte die GEMA schließlich eine Klage ein, um Youtube zum Löschen oder Sperren bestimmter Videos zu zwingen.

    Umstritten ist die Höhe der von der GEMA verlangten Abgaben. Der Chef von Sony Music, Edgar Berger, warf der Verwertungsgesellschaft kürzlich vor, "die Urheberrechte sehr restriktiv" zu lizensieren; seinem Unternehmen gingen dadurch Millionenbeträge verloren. Dagegen wetterte der Künstler Sven Regener gegen Youtube-Mutter Google. Er sehe nicht ein, dass mit Werbung Geschäfte GEMAcht würden, während die Lieferanten der Inhalte dabei leer ausgehen sollten.

    Eine grundlegende Neufassung des Urheberrechts, das die Bedingungen der Internet-Ära berücksichtigen würde, ist zurzeit nicht geplant. "Da gibt es kaum den großen Wurf, der alle Probleme auf einmal lösen könnte", erklärte Justizministerin Sabine Leutheusser-Scharrenberger (FDP). Die Verwerterindustrie habe die Verpflichtung, "neue Geschäftsmodelle für das Netz zu entwickeln, die von den Verbrauchern angenommen werden."

    So loten alle Akteure weiter die Grenzen der bestehenden Möglichkeiten aus. Dass die kostenlose Veröffentlichung auf Youtube auch im Interesse der Musikindustrie sein kann, zeigen gerade die "Ärzte": Sie haben ihr neues Album "auch" vollständig auf Youtube veröffentlicht.

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