In diesem Sommer wagt sich Panasonic erstmals auf den deutschen TV-Receiver-Markt: Die Japaner wollen im hierzulande schon gut bestückten und sehr breit aufgestellten Geschäft mit Set-Top-Boxen auftrumpfen, die neben dem TV-Empfang via Kabel oder Satellit mit HD-Twin-Tunern weitere Features wie 2D-zu-3D-Konvertierung, WLAN, Fernprogrammierung via Smartphone, Internetbrowser, Multi-Room-Streaming, Skype oder Spiegelung via Miracast bieten.
Aufnahme & Streaming
Die Doppel-Tuner der Panasonic-Receiver DMR-HST130/-HST230 (DVB-S2) und DMR-HCT130/-HCT230 (DVB-C) erlauben das simultane Aufzeichnen von zwei Programmen auf der internen Festplatte. Den 130er-Modellen stehen 500 GB zur Verfügung, die 230er besitzen einen 1-TB-Speicher, der laut Hersteller Platz für bis zu 680 Programmstunden in HD-Qualität bietet.
Nutzer können auch ein Programm auf dem Fernseher verfolgen und ein zweites zeitgleich in HD auf ein Tablet streamen. Laufende Sendungen können zudem angehalten und zeitversetzt weitergeschaut werden (Timeshift). Außerdem stehen zwei CI-Plus-Schnittstellen für den Empfang verschlüsselter Programme bereit.
Bildverarbeitung & 3D-Funktion
Panasonic will mit seinen Set-Top-Boxen auch durch die in Fernsehern und Blu-ray Playern erprobte Bildverarbeitung punkten. Die hauseigene Prozessor-Technologie soll dabei für eine präzise Farbtrennung, saubere Konturen und rauscharme unbewegte Bildanteile sorgen.
Besonderes Feature der Receiver ist die 2D/3D-Konvertierung, die herkömmliche Inhalte dreidimensional darstellen kann. Über den 3D Effect Controller lässt sich dabei die Intensität der 3D-Wiedergabe individuell anpassen. Das 1080p-Upscaling rechnet standardauflösende Programme in Full-HD hoch.

Panasonic HCT130 in Schwarz
Online-Features
Via integriertem WLAN nehmen die Panasonic-Receiver Kontakt mit dem Internet auf. Die "Viera Connect"-Plattform bringt Video-on-Demand-Angebote, soziale Netzwerke oder Skype für Video-Telefonate (mit optionaler Webcam) auf den TV-Schirm. Auch HbbTV wird unterstützt: Per Fernbedienung lassen sich so programmbegleitende, internetbasierte Zusatzinfos oder verpasste Sendungen aus der Sender-Mediathek auf dem Fernseher abrufen. Für freies Surfen im Internet ist ein Webbrowser integriert.
Einbindung von mobilen Geräten
Über die Funktion "Miracast" spiegeln die Set-Top-Boxen den aktuellen Smartphone- oder Tablet-Screen (Android) auf den Fernsehbildschirm. Mit dem Panasonic Remote Recording Service lassen sich Aufnahmen auch aus der Ferne programmieren, entweder von einem PC oder vom Smartphone aus über die Diga Player App.
Die kostenfreie App für iOS und Android bietet außerdem ein Tool, um das laufende TV-Programm oder Aufzeichnungen auf Tablet und Smartphone zu holen. Die Stichwortsuche hilft beim Finden der gewünschten Sendung. Mit einem Fingerwisch kann die Bildausgabe zwischen TV und Mobilgerät gewechselt werden.
Mediaplayer & -server
Die Receiver verfügen auch über Mediaplayer-Funktionen: JPEG-Fotos, 3D-Bilder im MPO-Format sowie MPEG2- und ACVHD-Videos nehmen die Boxen direkt von SD-Speicherkarten entgegen. Via DLNA greifen sie als zentraler Medienserver über das Netzwerk, aber auch als Client auf Inhalte anderer Endgeräte zu. Speichererweiterungen sind über USB-Festplatten möglich. Bis zu acht externe HDDs lassen sich hierfür registrieren. Auch die Wiedergabe ist direkt vom Massenspeicher möglich.
Verfügbarkeit & Preise
Die neuen Panasonic-TV-Receiver werden ab Ende August erhältlich sein. Die unverbindlichen Preisempfehlungen:
- DMR-HST230 - DVB-S / 1 TB / Titan-Silber: 479 Euro
- DMR-HST130 - DVB-S / 500 GB / Schwarz: 399 Euro
- DMR-HCT230 - DVB-C / 1 TB / Titan-Silber: 479 Euro
- DMR-HCT130 - DVB-C / 500 GB / Schwarz: 399 Euro
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