Der Österreich-Chef des Bezahlsenders Sky, Carsten Schmidt, ist mit dem am Dienstag festgezurrten Bundesliga-Vertrag offenbar alles andere als glücklich und zufrieden - auch die Abogewinnung läuft in der Alpenrepublik nicht rund.

"Wir respektieren die Entscheidung der Liga und den Wunsch nach Einstimmigkeit. Wir bedauern es aber auch, weil wir überzeugt sind, dass unser Angebot wesentliche Wachstumschancen geboten hätte. Eine andere Vertragsform mit weniger Live-Spielen im Free-TV hätte die Liga mittel- und langfristig auf einen besseren wirtschaftlichen Weg gebracht", sagte Schmidt der Nachrichtenagentur APA am Mittwoch.

Der öffentlich-rechtliche Österreichische Rundfunk (ORF) zeigt künftig pro Runde ein Bundesliga-Spiel live. Diese Partie findet entweder am Sonntag (16.00 Uhr) oder Mittwoch (20.30 Uhr) statt. Für die Partie besitzt der Sender ein Erstauswahlrecht. Dazu sicherte sich der öffentlich-rechtliche Sender ein ausführliches Erstverwertungsrecht für Zusammenfassungen aller Spiele der höchsten und zweithöchsten Spielklasse. Diese sind in ORF1 jeweils am Sonntag ab 18.00 Uhr zu sehen. Sky zeigt alle 180 Partien.

Ursprünglich hatte es so ausgesehen, als wenn der Bezahlsender alleine zum Zug kommt, erst in letzter Minute entschied sich die Liga, auch den ORF mit einzubeziehen. "Wir müssen akzeptieren, dass wir nicht den vollen Support der Liga hatten", sagte Schmidt der APA. Auf Dauer sei das allerdings nicht befriedigend. Der Manager zeigte sich in diesem Zusammenhang auch mit dem Aboverkauf in Österreich nicht zufrieden. Zahlen nannte er nicht.

Der aktuelle TV-Vertrag gebe nur wenig Hoffnung, dass es in der nächsten Periode ein "außergewöhnliches Wachstum" gebe. Vielmehr solle die deutsche Bundesliga das Wachstum steigern: "Die 15 Austro-Legionäre sind die beste Werbung dafür", erklärte Schmidt gegenüber der Nachrichtenagentur.