Die deutsche RTL-Gruppe will die unverschlüsselte Ausstrahlung seiner Sender RTL, RTL2, Super-RTL, Vox und n-tv nicht durch eine digitale verschlüsselte Verbreitung in HDTV ersetzen.

Die hochauflösenden Ableger von RTL und Vox seien "ein reines Zusatzangebot", sagte eine Konzernsprecherin am Donnerstag und widersprach damit Branchendienstangaben.

Diese hatten Senderchefin Anke Schäferkordt mit der Aussage zitiert, wonach der kolportierte Schritt bis zum Jahr 2015 denkbar sei. Auch die SAT+KABEL berichtet darüber in der aktuellen gedruckten Ausgabe.

Schäferkordt habe eine solche Aussage nie getroffen, betonte die Sprecherin. "Die bisherige digitale unverschlüsselte Satellitenverbreitung in SD wird weiter bestehen bleiben", sagte sie.

RTL Deutschland hatte sich vor kurzem der politischen Initiative "klardigital 2012" angeschlossen, die sich zum Ziel gesetzt hat, über die Einstellung der analogen Satelliten-Ausstrahlung der Free-TV-Sender zum 30. April 2012 zu informieren. RTL-HD und Vox-HD werden über die verbraucherunfreundliche Satelliten-Plattform "HD+" von SES Astra verbreitet, die Aufnahme- und Time-Shifting-Restriktionen vorschreibt.