Die hochauflösenden Programme von ProSiebenSat.1 und RTL sind technisch bald in mehr Haushalten zu empfangen: Am Montag schloss der Satelliten-Betreiber Eutelsat einen Rahmenvertrag mit der Deutschen Netz Marketing GmbH (DNMG) über die Einspeisung der HD-Kanäle.
Die mit der DNMG verbundenen Kabelnetzbetreiber können dem Rahmenvertrag beitreten und ihren Kunden das "Kabelkiosk"-Bouquet "BasisHD" gegen Gebühr anbieten. Inbegriffen sind dann die Sender RTL-HD, Vox-HD, Kabel1-HD, ProSieben-HD und Sat.1-HD.
Wie hoch das monatliche Entgelt ausfällt, ist je nach Netzbetreiber unterschiedlich. Über die verbraucherunfreundliche Satelliten-Plattform "HD+" sind Kosten von etwa 4,50 Euro monatlich für werbefinanzierte Programme einzukalkulieren, die noch dazu nicht ausschließlich natives HD-Material ausstrahlen.
"BasisHD" von Eutelsats "KabelKiosk" umfasst nun fünf Privatsender in HDTV-Qualität sowie weitere 39 deutsche Kanäle in Standardauflösung (SD). Das Paket wird zusammen mit dem Netzanbieter TeleColumbus gestemmt und ist grundverschlüsselt.
Die technische Reichweite steigt mit der Vereinbarung um mehrere Millionen digitale Kabelhaushalte - wie viele davon auch zugreifen, bleibt abzuwarten. Die Deutsche Netzmarketing betreut neben mittelständischen Netzen auch große Betreiber wie TeleColumbus sowie City-Carrier wie NetCologne und wilhelm.tel. Außerdem sind Wohnungsunternehmen mit eigenen BK-Netzen und der Bundesverband der Wohnungswirtschaft (GdW) beteiligt. Sie erreicht nach eigenen Angaben über sechs Millionen Haushalte insgesamt - wie viele davon den "Kabelkiosk" anbieten, ist unklar.
Das Bouquet wird von der Eutelsat-Tochter visAvision in Köln verantwortet. Endkunden abonnieren die Programme über ihr Kabelunternehmen. Eutelsat übernimmt alle technischen Dienstleistungen und die Zuführung der Sender an die Kabelkopfstationen. Durch die Bündelung und Übernahme der Dienstleistung soll es auch für kleine Netzbetreiber wirtschaftlich werden, verschlüsselte Pay-TV-Sender zu vermarkten.




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