Der Krach zwischen der Wettbewerbsbehörde und dem Österreichischen Rundfunk (ORF) um ORF3 ist nach einem Zeitungsbericht ausgeräumt - der neue Info- und Kulturkanal kann kommen.
Beide Streithähne zogen ihre Beschwerden an den Senat zurück, meldete der "Standard" am Dienstagabend unter Berufung auf Sprecher der Beteiligten.
Herausgekommen ist nun ein Kompromiss: So will der ORF an Wochenenden und Feiertagen keine klassische Werbung in der Primetime schalten, außerdem sollen die Zuschauer nicht über Spots aufgefordert werden, ORF3 hinter ORF1 und ORF2 auf die Fernbedienung zu legen. Auch US-Serien- und Filmware wird nicht abgenudelt.
Ende Mai war bekannt geworden, dass der Wettbewerbsbehörde die Auflagen der Medienbehörde KommAustria nicht genügten. Diese hatte dem neuen Kultursender bereits grünes Licht erteilt, aber ebenfalls nur unter Auflagen. So ist es dem öffentlich-rechtlichen Anbieter beispielsweise untersagt, das neue Angebot mit so genannter "Cross Promotion" in anderen ORF-Programmen allgemein zu bewerben. Wann genau ORF3 auf Sendung geht, ist noch nicht klar, im Oktober könnte es soweit sein. Inhaltlich ruht der Kanal auf mehreren Säulen. |