Nach der Absage des Auftaktrennens in Bahrain wegen politischer Unruhen startet die Formel1 nun mit dem Großen Preis von Australien am kommenden Sonntag (27. März) in die neue Saison.
Der Privatsender RTL und der Pay-Kanal Sky übertragen das Spektakel live, stürzen sich mit zahlreichen Sendungen auf die Fahrer, die Rennställe und die neuen Boliden.
Bei RTL beginnt der Reigen wegen der Zeitverschiebung am Sonntag ab 6.45 Uhr aus Melbourne. Nach dem Countdown mit den letzten Vorberichten schließt sich um 8.00 Uhr das Rennen an. Nach der Siegerehrung und den Analysen in den Highlights ab 9.45 Uhr zeigt der Free-TV-Sender ab 13.15 Uhr eine Wiederholung des Rennens.
Am Samstag stehen ab 6.00 Uhr zunächst das dritte freie Training und danach ab 6.45 Uhr das Qualifying (Wiederholung ab 11.30 Uhr) auf dem Programm. Das Personal ist zur vergangenen Saison identisch: Moderator Florian König wird bei den Analysen unterstützt vom Experten Niki Lauda, die Rennen werden kommentiert von Heiko Wasser und Christian Danner, Boxenreporter ist Kai Ebel.
RTL-HD wird das in diesem Jahr erstmals produzierte hochauflösende Signal des Formula One Managements übernehmen und die Formel1 in nativem HDTV ausstrahlen. Allerdings mit Haken, denn der Kanal wird nur verschlüsselt im Kabel und über die "HD+"-Plattform von SES Astra ausgestrahlt, die einerseits jährliche Kosten nach sich zieht, die Zuschauer andererseits mit technischem Restriktionen beispielsweise beim Time-Shifting gängelt.
1992, im ersten Jahr der verlässlichen Quotenmessung, hielt sich das Interesse der Fans für die "Randsportart" Formel1 noch arg in Grenzen: Durchschnittlich 1,76 Millionen Zuschauer sahen die Grand Prix, der Marktanteil lag bei 20,6 Prozent. Doch dann startete Michael Schumacher durch - und mit ihm RTL. Jahr für Jahr stieg die Zuschauerkurve steil nach oben. Schumachers WM-Titel - erst mit Benetton, später mit Ferrari - versetzten ganz Deutschland in ein Formel1-Fieber.
Den Quoten-Rekord hält bis heute der Große Preis von Europa am 26. Oktober 1997, den damals 15,41 Millionen Zuschauer verfolgten. Wie populär die Königsklasse nach wie vor ist, zeigen die Zahlen des Vorjahres: Mit durchschnittlich 6,29 Millionen steigerte RTL den Zuschauerwert gegenüber 2009 um 1,28 Millionen. Bis zu 12,18 Millionen Zuschauer waren Zeuge, wie der Red-Bull-Pilot Sebastian Vettel mit einem finalen Sieg den kaum noch für möglich gehaltenen WM-Titel einfuhr und sich damit zum jüngsten Weltmeister aller Zeiten krönte.
"Vettel wird nach Lage der Dinge von mindestens vier siegfähigen Teams mit weiteren sieben Top-Fahrern gejagt. Michael Schumacher und Nico Rosberg haben sich für 2011 mit Mercedes Erfolge auf die To-Do-Liste geschrieben, McLaren, Ferrari und Red Bull selbst auch. Eine so brisante Ausgangskonstellation gab es seit vielen Jahren nicht mehr", hofft RTL-Sportchef Manfred Loppe auf erneut gute Quoten.
20 Grand Prix umfasst der Rennkalender 2011 - so viel Formel1 war noch nie im Fernsehen zu sehen. Premiere hat am 30. Oktober der Große Preis von Indien in Greater Nodia nahe Dehli. Am 24. Juli steht auf dem Nürburgring der Deutschland-Grand-Prix auf dem Programm, das Saisonfinale steigt wieder in Abu Dhabi (27. November). Die Rennen werden nicht nur bei RTL und bei Sky sondern auch beim Österreichischen Rundfunk (ORF) in HD gezeigt.







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