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Thread: Galileo

  1. #21
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    ESA wählt OHB zum Bau von acht weiteren Galileo-Satelliten aus

    Die Europäische Raumfahrtbehörde ESA hat das Angebot der OHB System AG für den Bau und Test von acht weiteren FOC-Satelliten für das Europäische Satelliten-Navigationssystem Galileo ausgewählt, hieß es in einer Ad-hoc-Meldung vom 27. April.

    Ein Vertragsschluss über die Beauftragung könne frühestens nach Ablauf der sogenannten Blackout-Period am 7. Mai erfolgen, hieß es weiter. Bis dahin könnten Einwände gegen die Vergabeentscheidung erhoben werden.

    Das Bremer Raumfahrtunternehmen ist bereits Hauptauftragnehmer für den Bau von bisher 22 Satelliten des Systems. Davon sind bereits 14 Satelliten fertiggestellt und im Weltall, an acht weiteren wird derzeit noch gebaut. Die OHB System AG ist eine Tochtergesellschaft der OHB SE, mit Sitz in Bremen.

    Aktuell 18 von 30 Satelliten im All
    Aktuell sind 18 Galileo-Satelliten im All, das System soll bis 2020 voll funktionsfähig sein und dann 30 Satelliten umfassen. Galileo soll Europa vom amerikanischen GPS unabhängig machen.Ursprünglich sollten erste Galileo-Dienste schon 2008 zur Verfügung stehen. Streitigkeiten zwischen den Partnerländern sorgten aber immer wieder für Verzögerungen. Hinzu kamen Kostensteigerungen und eine schwere Panne, als zwei Satelliten im falschen Orbit ausgesetzt wurden. Rettungsdienste, Autofahrer und Handynutzer sollen dank der Galileo-Satelliten künftig bessere Navigationsdaten nutzen können. Damit wird es laut EU-Kommission etwa möglich, auf See oder in den Bergen vermisste Menschen schneller zu finden, wenn sie einen mit Galileo verbundenen Notruf absetzen.

    Das europäische Satelliten-Navigationssystem Galileo startete am 15. Dezember 2016 seine ersten Dienste. Doch im Januar 2017 berichtete die europäische Raumfahrtagentur ESA über Probleme - in den Satelliten des europäischen Navigationssystems Galileo seien mehrere wichtige Atomuhren ausgefallen.

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  3. #22
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    OHB erhält Auftrag für acht weitere Galileo Navigationssatelliten

    Die OHB System AG ist mit der Fertigung acht weiterer Navigationssatelliten für das Galileo-Programm beauftragt worden. Das teilte der Bremer Satellitenhersteller am 22. Juni mit. Der Vertrag habe, laut Unternehmensangaben, eine Größenordnung von EUR 324 Mio. Damit wächst die Zahl der Satelliten aus dem Hause OHB für die Galileo-Konstellation auf insgesamt 30, von denen die ersten 14 Satelliten bereits im All sind, hieß es weiter.

    „Mit dieser Lieferung von OHB kann die Galileo-Konstellation vollendet werden, wobei sowohl im Weltraum wie auch auf dem Boden Reserven vorhanden sind. Durch die 30 Satelliten, die die 4 IOV-Satelliten ergänzen, wird die notwendige Festigkeit der Infrastruktur gesichert, die für die weltweite Bereitstellung der Galileo-Dienste unerlässlich ist. Wir freuen uns darauf, in der nächsten Phase wieder mit OHB zusammenarbeiten zu können.“, sagte Paul Verhoef, Direktor Satellitennavigation bei der ESA. „Ich freue mich sehr, dass OHB nach den 22 Satelliten aus den ersten beiden Auftragsrunden nun auch im Wettbewerb um den dritten Teil erneut das Vertrauen seitens ESA und Europäischer Kommission ausgesprochen wurde. Wir sind stolz, mit dem Raumsegment ganz wesentlich zu diesem europäischen Großprojekt beizutragen, das so vielen Menschen weltweit wertvolle Dienste erweisen wird“, sagte Marco Fuchs, der Vorstandsvorsitzende der OHB System AG nach der Vertragsunterzeichnung in Paris am 22. Juni 2017.

    Fortführung des bewährten Satellitendesigns
    „Unser modulares Satellitendesign ist hervorragend und hat sich bestens bewährt. Ein großer Teil unserer bisher gefertigten Satelliten konnte ihre Funktionsfähigkeit bereits im All unter Beweis stellen. Daher werden diese acht Satelliten weitgehend baugleich gefertigt, derzeit gehen wir von einem ersten Startdatum 2020 aus“, sagt Dr. Wolfgang Paetsch, der als Direktor Navigation der OHB System AG bereits die Satelliten aus der ersten und zweiten Ausschreibung verantwortete.
    Als Hersteller der Satellitenplattform und Systemführer ist OHB für das Satellitenkonzept, die Satellitenplattform, die Integration der Satelliten und deren Verifikation zuständig. Außerdem unterstützt das Unternehmen die notwendigen Aktionen während der Startvorbereitungen und der In-Orbit-Verifikation.
    Weiterführen erfolgreicher Kooperationen
    OHB kann sich auf bewährte Kooperationen und Unterauftragnehmer stützen. Wie bei den beiden vorherigen Verträgen trägt auch jetzt wieder der britische Partner der OHB, Surrey Satellite Technology Ltd. (SSTL) mit der Lieferung der Navigationsnutzlast zum Erfolg des Projekts bei.
    Vorstand Dr. Ingo Engeln ist für die institutionellen Raumfahrtprojekte der OHB System AG zuständig und freut sich, die Satellitenproduktion weiterführen zu können: „Unsere bewährten Prozesse und Strukturen, die sieben Fertigungsinseln in Bremen und entsprechende Einrichtungen an den anderen Integrations- und Test-Standorten sowie nicht zuletzt die gut eingespielten Teams der beteiligten Unternehmen sind ideale Voraussetzungen, die Satellitenkonstellation zügig ausbauen zu können.“ Dies und das modulare Design der Satelliten ermöglichen es, zwei Satelliten innerhalb von drei Monaten nach Fertigstellung der vorherigen beiden Satelliten produzieren zu können.

    Zukunft gestalten
    Natürlich will OHB auch künftig zu diesem nutzbringenden Großprojekt beitragen: In Bremen arbeitet man schon intensiv an Konzepten für die nächste Generation der Galileo-Satelliten. In verschiedenen Studien für die ESA beschäftigen sich die Ingenieurinnen und Ingenieure mit neuen Materialien, neuen Technologien und weiteren Diensten, die die nächste Generation mitbringen soll. Der Erfahrungsschatz aus Konzeption und Produktion der bisherigen Navigationssatelliten fließen hier selbstredend ein. Auf diese Weise kann OHB weiterführende Vorschläge in die Konzeption der nächsten Satellitengeneration einbringen und dem Kunden den einzigartigen Erfahrungsschatz der erfolgreichen ersten Serie zur Verfügung stellen.

  4. #23
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    Galileo-Satelliten: Ursache der Probleme mit Atomuhren bekannt

    Beim europäischen Navigationssystem Galileo gibt es offenbar weiter technische Problemen bei Atomuhren. Wie der ORF auf seiner Newsseite im Internet berichtet, seien nun aber die Ursachen nach Prüfungen der Europäischen Raumfahrtorganisation (ESA) bekannt, hieß es.

    Keine Auswirkungen auf Daten für Autonavigationsgeräte
    Jetzt würden Gegenmaßnahmen getroffen. Auswirkungen auf die Leistung des Systems, das zum Beispiel Daten für Autonavigationsgeräte liefert, gäbe es aber nicht, berichtet der ORF weiter.

    Jeder der 18 Galileo-Satelliten im All sei nach Angaben der EU-Kommission sicherheitshalber mit vier Atomuhren ausgestattet, damit es bei Problemen an einzelnen Geräten nicht zu Ausfällen komme.

    Verzögerungen weiterer Satellitenstarts
    Womöglich führen die Schwierigkeiten auch zu Verzögerungen bei weiteren Satellitenstarts. Laut EU-Kommission sollen erst im Dezember vier zusätzliche Galileo-Satelliten ins All gebracht werden und vier weitere Mitte 2018. Ursprünglich war der Start für August geplant. Der Bremer Raumfahrtkonzern OHB hat erst kürzlich einen 324-Millionen-Auftrag für den Bau von acht weiteren Galileosatelliten erhalten.

  5. #24
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    Galileo: Ab Mitte 2018 weltweit vollständig

    Am 17. und 18. Oktober trat in Paris unter dem Vorsitz von Jean-Yves Le Gall der Rat der ESA zusammen. Der Direktor für das Galileo-Programm und Navigationstätigkeiten, Paul Verhoef, präsentierte dabei auch den aktuellen Stand des Europäischen Navigationssystems Galileo sowie Pläne für dessen zweite Generation.

    Derzeit befinden sich 18 der 750 kg schweren Navigationssatelliten des europäischen Galileo-Systems in ihren Umlaufbahnen in 23.222 km Höhe. Sicher in einem Schutzkontainer verpackt verließen Ende August auch die letzten Galileo-Satelliten das ESA Test-Zentrum im niederländischen Noordwijk – und beendeten damit die größte Testkampagne der ESA überhaupt. Die vollständige Konstellation mit einer 99,8 % prozentigen Abdeckung der gesamten Erdoberfläche wird mit weiteren acht Galileo-Satelliten bis spätestens Mitte 2018 zu startenden Satelliten erreicht sein.

    Auch auf der Endgeräteseite ist alle bereit für den Start. Smartphone-Hersteller wie Samsung, Apple und Huawei integrierten mittlerweile Galileo in den von ihnen eingesetzten Chipsets. Die aktuellen Top-Modelle der Apple iPhone 8- und iPhone X-Familie, das Samsung Galaxy Note 8 sowie das Huawei Mate 10 und Mate 10 Pro unterstützen Galileo bereits ab Werk. Auch der neue Broadcom Chip BCM47755 verarbeitet neben den Signalen der Satellitennavigationssysteme GPS, dem russischen Glonass, dem chinesischen Beidou und dem japanischen QZSS die das Europäische Galileo-System. "Eine technische Vergleichsanalyse der verschiedenen Satelliten-Navigationssysteme hat gezeigt, dass Europa bei der Präzision bereits Klassenbester ist", kommentiert ESA-Generaldirektor Jan Wörner. Auch die Vorbereitungen für eine zweite Galileo-Generation seien im Gange.

  6. #25
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    Vier weitere Galileo-Navigations-Satelliten startklar - Vorbereitungen abgeschlossen

    Arianespace hat die ersten Vorbereitungen für den Start von vier weiteren Galileo-Navigations-Satelliten auf dem europäischem Weltraumbahnhof in Kourou (Französisch-Guayana) abgeschlossen, die mit der letzten Ariane-Mission in 2017, am 12. Dezember mit einer speziellen Rakete - der Ariane 5 ES - in den Weltraum befördert werden sollen. Das gab der Raketenbetreiber am 13. November bekannt. Gebaut wurde das Galileo-Quartett, wie viele der FOC-Modelle, vom Bremer Satellitenhersteller OHB SE.

    Wie das Unternehmen mitteilte, durchlief die Schwergutlast für den Arianespace Flug VA240 den Montageprozess, bei dem zunächst die beiden Festtreibstoff-Booster mit der kyrogenen Hauptstufe kombiniert wurden. Im nächsten Schritt wurde die Fahrzeugausrüstungsbucht der Ariane 5, die als "Gehirn" der Trägerrakete fungiert und eine autonome Kontrolle während der verschiedenen Einsatzphasen bietet, integriert.

    Unterschied zwischen Ariane 5 ES und der Ariane 5 ECA
    Zur Vorbereitung folgten weitere Schritte, wie zum Beispiel die Installation der speicherbaren EPS-Treibstoffstufe, die von einem wiederzündbaren Motor angetrieben wird, der mit MMH- und N2O4-Treibmitteln arbeitet.

    Dies unterscheidet die Ariane-5-ES-Konfiguration von Arianespaces Ariane-5-ECA-Version, die eine kryogene Oberstufe hat und typischerweise bei Arianespace-Missionen mit Telekommunikationssatelliten zu geostationären Transferorbits verwendet wird.

    Bei der Raketenversion 5 ES kommt die wiederzündbare Oberstufe EPS und ihrem Aestus-Triebwerk zum Einsatz, die von Airbus Safran Launchers (ASL) in Ottobrunn gebaut wird. Die Wiederzündungen sind wichtig, da die Ariane 5ES - anders als bei der ECA - die Satelliten in einem kreisförmigen Orbit aussetzt und damit auch eine weitere Zündung am erdfernsten Punkt der Flugstrecke selbst vornimmt. Dazu wird nach der ersten elfminütigen Zündung und der anschließenden, mehr als dreistündigen antriebslosen Freiflugphase das Aestus-Triebwerk noch einmal für sechseinhalb Minuten eingeschaltet. Nach Ende dieser Flugphase werden die Satelliten dann in einer Höhe von 22.900 Kilometern ausgesetzt. Danach verwenden die vier Galileo-Satelliten ihren eigenen Antrieb, um ihren Zielorbit zu erreichen, während die EPS-Oberstufe nach Tankentleerung und Druckabbau in einem Friedhofsorbit kreist.

    Nach Abschluss der Überprüfungen und der Systemüberprüfung durch die Ariane-Group wird die Trägerrakete Ariane 5 ES in das Endmontagegebäude des Weltraumbahnhofs zur Nutzlastintegration und Bereitschaft zur Startzone gebracht.

    Die laufenden Nutzlastvorbereitungen der Mission - die bisher die Checkout- und Fit-Check-Verfahren für jeden der vier Galileo-Satelliten umfassten - fanden in der S1A-Verarbeitungsanlage des Weltraumbahnhofs statt. Dies beinhaltete eine eins-zu-eins-Überprüfung der Schnittstelle des Raumfahrzeugs mit dem Nutzlastdispenser, der sie während der Mission in eine kreisförmige Umlaufbahn bringen wird.

    Satelliten überprüft ... und fit
    Nach dem Fit-Check-Verfahren in der S1A-Anlage wurden die vier Satelliten zur Übergabe an das S3B-Nutzlast-Vorbereitungszentrum zum Betanken vorbereitet.

    Start am 12. Dezember geplant
    Das Galileo-Quartett, jeweils mit einem Eigengewicht von rund 715 kg, soll am 12. Dezember mit der Ariane 5 ES vom europäischem Weltraumbahnhof in Kourou (Französisch-Guayana), in den Weltraum befördert werden. Wie immer wird, der mit Spannung erwartete Launch, im Internet auf der Website von Arianespace weltweit übertragen. Arianespace hat bereits insgesamt 18 Galileo-Satelliten ins All befördert, darunter die vier von Ariane 5 im November 2016 gestarteten, plus den anderen Navigations-Satelliten, die in sieben vorhergehenden Sojus-Raketenmissionen mit je zwei der Navigations-Satelliten an Bord in den Orbit beförderten.

  7. #26
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    Ariane 5 bringt vier Galileo-Navigations-Satelliten erfolgreich ins All

    Am 12. Dezember um 19.36 Uhr Mitteleuropäischer Zeit (15.36 Uhr Ortszeit) hat eine Ariane-5-Trägerrakete, wie geplant, vier Galileo-Navigations-Satelliten von Europas Raumflughafen Kourou in Französisch-Guayana ins Weltall befördert. Die „Nicole“, „Zofia“, „Alexandre“ und „Irina“ benannten Orbiter des europäischen Satellitennavigationssystems Galileo wurden nach knapp vier Stunden erfolgreich in ihrer Umlaufbahn im mittleren Erdorbit ausgesetzt. Ab Mitte 2018 sollen sie eine nahezu vollständige globale Abdeckung mit Galileo-Signalen ermöglichen. Der nächste Start mit vier weiteren Satelliten, Nr. 23 bis 26, ist für Juli 2018 geplant.

    Es ist bereits der zweite erfolgreiche Start der speziell angepassten Ariane-5ES-Version, bei dem vier jeweils rund 715 Kilogramm schwere Galileo-Satelliten gleichzeitig auf eine Umlaufbahn in 23.222 Kilometer Höhe transportiert wurden.

    „Die Satelliten werden jetzt noch eine sechsmonatige Inbetriebnahme im All durchlaufen, bevor sie in das Navigationssystem integriert werden“, erklärt René Kleeßen, Galileo-Programm-Manager beim Raumfahrtmanagement des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR). „Ab Mitte 2018 werden sie dann eine nahezu vollständige globale Abdeckung mit Galileo-Signalen ermöglichen.“

    Testphase der Satelliten im All dauert rund ein halbes Jahr
    Drei Stunden und 55 Minuten dauerte der Flug der Ariane-Trägerrakete, bevor die vier Satelliten, mit den Nummern 19 bis 22 auf ihrer Umlaufbahn im mittleren Erdorbit ausgesetzt wurden. Während der ersten sieben bis elf Tage im All werden sie vom Kontrollzentrum der französischen Raumfahrtagentur CNES in Toulouse aus gesteuert, bevor das Galileo-Kontrollzentrum in Oberpfaffenhofen ihre Steuerung und Überwachung übernimmt. „Daraufhin beginnt für uns die spannende Zeit der Plattformtests, der finalen Positionierung sowie der Tests und Inbetriebnahme der Nutzlast“, so Marko Schmidt, Galileo-Projektleiter der DLR GfR mbH. „Nach Ablauf dieser wichtigen Phase können die Satelliten sicher in unsere Flotte integriert werden und einen weiteren, wichtigen Beitrag zu einem weltweit verfügbaren europäischen Satellitennavigationssystem leisten.“

    Nächste Galileo-Satelliten starten im Juli 2018
    Zusammen mit den Neuzugängen ist die Galileo-Flotte nun auf 22 Satelliten angewachsen - und wird schon bald erweitert werden, denn der nächste Start mit vier weiteren Satelliten ist für Juli 2018 vorgesehen. Durch diese neue Möglichkeit der Vierfachstarts mit der hierfür optimierten Ariane 5ES schreitet der Ausbau des Systems nun zügig voran.

    Erste Dienste seit 15. Dezember 2016
    Bereits am 15. Dezember 2016 hatte die Europäische Kommission die ersten Galileo-Dienste freigegeben, zu denen der offene Dienst, der Such- und Rettungsdienst, der verschlüsselte Dienst PRS und ein hochgenauer Zeitdienst, der im Nanosekunden-Bereich arbeitet, gehören. Momentan befinden sich die Dienste noch in der Initialphase, das heißt sie arbeiten hochgenau, sind aber noch nicht durchgängig erreichbar. Alle Galileo-Dienste sollen nach der vollständigen Inbetriebnahme im Jahr 2020 zur Verfügung stehen. Galileo wird aus 30 Satelliten (24 aktiven und sechs Ersatz-Satelliten) bestehen, die jeweils rund zwölf Jahre lang ihren Dienst im All leisten sollen.

    Galileo - ein zentrales Programm für die europäische Raumfahrt
    Ziel des zivilen Galileo-Systems ist es, Europa unabhängig von den militärisch kontrollierten Diensten der USA (GPS) und Russlands (GLONASS) zu machen und Navigationssignale in bisher nicht erreichter Präzision bereitzustellen. Diese Genauigkeit wird durch das Herzstück der Satelliten ermöglicht: hochpräzise Atomuhren, die eine Stabilität von einer Nanosekunde pro Tag erzielen. Daneben verfügen die Satelliten über eine Signalerzeugungs-Einheit sowie eine Einheit zum Übermitteln der Signale an die Bodenempfänger. Bereits heute sind viele Wirtschaftsbereiche wie etwa Transport, Logistik, Telekommunikation und Energie auf solch präzise Ortungs-, Navigations- und Zeitdienste angewiesen. Durch die stetig steigende Zahl von Anwendungsfeldern werden sie in Zukunft einen noch größeren Stellenwert einnehmen. Besonders im Bereich des Verkehrswesens besitzt Galileo ein großes Marktpotential.

    Viele Endgeräteseite bereit für europäische Navigationssystem
    Smartphone-Hersteller wie Samsung, Apple und Huawei integrierten mittlerweile Galileo in den von ihnen eingesetzten Chipsets. Die aktuellen Top-Modelle der Apple iPhone 8- und iPhone X-Familie, das Samsung Galaxy Note 8 sowie das Huawei Mate 10 und Mate 10 Pro unterstützen Galileo bereits ab Werk. Auch der neue Broadcom Chip BCM47755 verarbeitet neben den Signalen der Satellitennavigationssysteme GPS, dem russischen Glonass, dem chinesischen Beidou und dem japanischen QZSS die das Europäische Galileo-System.

    Die Aufbauphase von Galileo wird von der Europäischen Kommission beauftragt, finanziert und durchgeführt. In ihrem Auftrag verhandelt die Europäische Weltraumorganisation ESA die Industrieverträge für Entwicklung und Bau des Systems. 34 Satelliten der ersten drei Satellitenverträge aus der Aufbauphase werden von der OHB System AG in Bremen gebaut. Die beiden Galileo-Kontrollzentren befinden sich am DLR-Standort in Oberpfaffenhofen sowie in Toulouse (CNES).

  8. #27
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    Europas Satelliten-Navigationssystem Galileo hat 100 Millionen Nutzer

    Etwas mehr als ein Jahr nach dem Start der ersten Galileo-Dienste hat das europäische Satelliten-Navigationssystem eine markante Marke erreicht. Galileo zähle heute an die 100 Millionen Nutzer, teilte die französische Raumfahrtagentur Cnes am 1. Februar mit. Damit sind Geräte wie Smartphones gemeint, die Galileo-Positionsdaten etwa für Karten-Anwendungen nutzen. Wie die Nutzer-Zahl ermittelt wurde, blieb in der Mitteilung offen.

    Mit dem milliardenschweren Prestigeprojekt Galileo will Europa unabhängig vom amerikanischen GPS werden. Erste Dienste sind seit Dezember 2016 verfügbar. Nach Angaben der Betreiber rüsten Handyhersteller inzwischen Modelle nicht nur mit GPS-, sondern auch mit Galileo-Empfängern aus. Dadurch verbessert sich für die Nutzer die Genauigkeit, weil sie Signale beider Dienste empfangen können.

    Das Galileo-System ist noch nicht vollständig. Derzeit sind 22 Satelliten im All, weitere Starts sind für kommenden Sommer und 2020 geplant. Galileo ist ein gemeinsames Projekt der Europäischen Union und der europäischen Raumfahrtagentur ESA.

  9. #28
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    Zwei Galileo-Satelliten auf dem Weg nach Kourou (Französisch Guyana)

    Die beiden vom Raumfahrt- und Technologiekonzern OHB SE gebauten Galileo-Navigationssatelliten reisen zum europäischen Startplatz zum Weltraumbahnhof nach Kourou, in Französisch Guyana. Am 3. Mai haben zwei der vier Galileo FOC-Satelliten, die im Juli mit einer Ariane-5-Rakete ins All transportiert werden sollen, das Bremer Werksgelände der OHB System AG, ein Tochterunternehmen des Raumfahrt- und Technologiekonzerns OHB SE, verlassen.

    Tara und Samuel sollen am 4. Mai am Flughafen Cayenne ankommen und an den Startplatz transportiert werden. Jeder Satellit ist nach einem der Kinder benannt, die 2011 beim Malwettbewerb der Europäischen Kommission gewonnen haben. Damit hat OHB den 19. und 20. Galileo-Satelliten auf den Weg gebracht - 18 baugleiche Satelliten befinden sich bereits im All.

    „Ein weiteres Satellitenpärchen schicken wir im Juni auf die Reise zum Weltraumstartplatz. Dort werden wir das Satellitenquartett vervollständigen und gemeinsam einer Reihe von Funktionstests unterziehen, bevor sie dann auf die Rakete integriert werden. Wir liegen voll im Zeitplan und ich bin stolz auf die Leistung unseres OHB-Teams, das wieder perfekt zusammengearbeitet hat“, sagt Dr. Manuel Czech, Galileo FOC Projektleiter bei OHB.

    OHB ist industrieller Hauptauftragnehmer für die FOC-Satelliten
    Die OHB System AG wurde von der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) mit der Fertigung von allen 34 Galileo FOC-Satelliten (Full Operational Capability) beauftragt. Hierbei handelt die ESA im Auftrag der Europäischen Kommission. Die Konstellation wird aus 24 in drei Ebenen angeordneten operativen Satelliten plus Reservesatelliten bestehen. Die Konstellation wurde zur Gewährleistung der globalen Positionsbestimmung und Navigation optimiert. Darüber hinaus wird durch die Satelliten ein internationaler Such- und Rettungsdienst (COSPAS-SARSAT) unterstützt.

    „Parallel arbeiten unsere Expertinnen und Experten bei OHB an Konzepten für die nächste Satellitengeneration und für weitere Dienste, die sie erbringen soll“, sagt Dr. Wolfgang Paetsch, Vorstand der OHB System AG.

  10. #29
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    Galileo Satelliten „Anna“ und „Ellen“ gehen auf die Reise ins All

    Nachdem bereits die beiden Galileo-Satelliten „Tara“ und „Samuel“ am 4. Mai, für die kommende Galileo-Mission am Flughafen Cayenne angekommen sind, haben nun auch die beiden verbleibenden Satelliten „Anna“ und „Ellen“ das Werksgelände in Bremen Richtung Startplatz Kourou in Französisch-Guyana verlassen.
    Jeder Satellit ist nach einem der Kinder benannt, die 2011 beim Malwettbewerb der Europäischen Kommission gewonnen haben. Damit hat OHB für die kommende Galileo-Mission vier weitere Satelliten auf den Weg gebracht (Nr. 19 bis 22) - 18 baugleiche Satelliten befinden sich bereits im All.

    Die Navigationssatelliten sollen vom Weltraumbahnhof Kourou, in Französisch Guyana, mit einer Ariane-5-Rakete voraussichtlich am 25. Juli ins All transportiert werden.

    „Es war wieder einmal eine perfekte Teamleistung und ich bin stolz auf das Galileo-Projektteam, das bis zur Verladung an unseren Galileo-Satelliten gearbeitet hat“, sagt Dr. Manuel Czech, Galileo FOC Projektleiter bei OHB. Für den Transport bekommen Anna und Ellen dann ihre Wohlfühltemperatur: „In unserer Produktionshalle herrschen durchschnittlich 22 Grad, exakt diese Bedingungen müssen auch in den Containern gegeben sein“, sagt Torsten Uhlhorn, Leiter Logistik bei OHB.

    OHB ist industrieller Hauptauftragnehmer für die FOC-Satelliten
    Die OHB System AG wurde von der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) mit der Fertigung von allen 34 Galileo FOC-Satelliten (Full Operational Capability) beauftragt. Hierbei handelt die ESA im Auftrag der Europäischen Kommission. Die Konstellation wird aus 24 in drei Ebenen angeordneten operativen Satelliten plus Reservesatelliten bestehen. Die Konstellation wurde zur Gewährleistung der globalen Positionsbestimmung und Navigation optimiert. Darüber hinaus wird durch die Satelliten ein internationaler Such- und Rettungsdienst (COSPAS-SARSAT) unterstützt.

    „Parallel arbeiten unsere Expertinnen und Experten bei OHB an Konzepten für die nächste Satellitengeneration und für weitere Dienste, die sie erbringen soll“, sagt Dr. Wolfgang Paetsch, Vorstand der OHB System AG.

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    Vier weitere Galileo Navigations-Satelliten bereit zum Start

    Am 25. Juli um 13.25 MESZ (8.25 Ortszeit) sollen die letzten vier Galileo-Satelliten, wie in InfoDigital angekündigt, an Bord einer Ariane-5 von Europas Raumflughafen Kourou in Französisch-Guayana aus abheben. Das bestätigte die Europäische Weltraumorganisation (ESA) am 17. Juli.

    Mit Flug VA244 wird Arianespace zum dritten und letzten Mal die Sonderausführung Ariane-5 ES einsetzen, um die vier Galileo-Satelliten „Anna“, „Ellen“, „Tara“ und „Samuel“, auf die letzte der drei vorgesehenen Kreisbahnen in mittlerer Erdumlaufbahn (MEO) in einer Höhe von 23.222 km zu befördern.

    Für Europas Trägerrakete Ariane-5 wird dies ihr nunmehr 99. Flug sein. Die Galileo-Konstellation wächst damit von 22 auf 26 Satelliten und auch die Ortungsgenauigkeit und globale Abdeckung des Galileo-Systems erhöht sich dementsprechend. Die ESA und ihre Partner haben in etwas mehr als vier Jahren bereits 22 Galileo-Satelliten gestartet.

    Die ersten Dienste des Galileo-Systems wurden am 15. Dezember 2016 freigeschaltet. Heute nutzen bereits mehr als 100 Millionen kommerzielle Geräte Galileo.

    Start im Livestream verfolgen
    ESA TV wird gemeinsam mit Arianespace Fernsehsendern einen Live-Videostream des Starts zur Verfügung stellen. Nähere Einzelheiten unter http://www.esa.int/esatv/Television.

    Der Start wird auf dem ESA-Portal www.esa.int live über Web-Stream übertragen, wobei auch aktuelle Beiträge abgerufen werden können.

    Galileo ist Europas eigenes globales Satellitennavigationssystem. Es wird aus 30 Satelliten im Orbit und der dazugehörigen Bodeninfrastruktur bestehen und europa- und weltweit eine Palette an Ortungs-, Navigations- und Zeitgebungsdiensten anbieten.

    Die Definitions- und die Entwicklungsphase sowie die Phase der orbitalen Validierung (IOV) des Galileo-Programms wurden von der ESA durchgeführt und von ihr und der Europäischen Kommission gemeinsam finanziert. Sie führten zu einer Mini-Konstellation von vier Satelliten und einem verkleinerten Bodensegment, um das Gesamtkonzept vor der weiteren Errichtung der Konstellation validieren zu können.

    Die laufende Phase bis zum Erreichen der vollen Einsatzkapazität (FOC) wird unter der Leitung der Europäischen Kommission vollständig von der EU finanziert. Die Kommission und die ESA haben eine Übertragungsvereinbarung geschlossen, gemäß der die ESA im Auftrag der Kommission als die für den Entwurf und die Beschaffung verantwortliche Stelle handelt.

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