Die Europäische Raumfahrtbehörde ESA hat das Angebot der OHB System AG für den Bau und Test von acht weiteren FOC-Satelliten für das Europäische Satelliten-Navigationssystem Galileo ausgewählt, hieß es in einer Ad-hoc-Meldung vom 27. April.
Ein Vertragsschluss über die Beauftragung könne frühestens nach Ablauf der sogenannten Blackout-Period am 7. Mai erfolgen, hieß es weiter. Bis dahin könnten Einwände gegen die Vergabeentscheidung erhoben werden.
Das Bremer Raumfahrtunternehmen ist bereits Hauptauftragnehmer für den Bau von bisher 22 Satelliten des Systems. Davon sind bereits 14 Satelliten fertiggestellt und im Weltall, an acht weiteren wird derzeit noch gebaut. Die OHB System AG ist eine Tochtergesellschaft der OHB SE, mit Sitz in Bremen.
Aktuell 18 von 30 Satelliten im All
Aktuell sind 18 Galileo-Satelliten im All, das System soll bis 2020 voll funktionsfähig sein und dann 30 Satelliten umfassen. Galileo soll Europa vom amerikanischen GPS unabhängig machen.Ursprünglich sollten erste Galileo-Dienste schon 2008 zur Verfügung stehen. Streitigkeiten zwischen den Partnerländern sorgten aber immer wieder für Verzögerungen. Hinzu kamen Kostensteigerungen und eine schwere Panne, als zwei Satelliten im falschen Orbit ausgesetzt wurden. Rettungsdienste, Autofahrer und Handynutzer sollen dank der Galileo-Satelliten künftig bessere Navigationsdaten nutzen können. Damit wird es laut EU-Kommission etwa möglich, auf See oder in den Bergen vermisste Menschen schneller zu finden, wenn sie einen mit Galileo verbundenen Notruf absetzen.
Das europäische Satelliten-Navigationssystem Galileo startete am 15. Dezember 2016 seine ersten Dienste. Doch im Januar 2017 berichtete die europäische Raumfahrtagentur ESA über Probleme - in den Satelliten des europäischen Navigationssystems Galileo seien mehrere wichtige Atomuhren ausgefallen.







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