Am 25. Juli wurden vier weitere Satelliten des Galileo-Satellitennavigationssystems an Bord einer Ariane 5 ES vom Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guayana ins All gebracht. Mit Flug VA244 hat der europäische Raketendienstleister Arianespace zum dritten und letzten Mal die Sonderausführung Ariane-5 ES einsetzt, um die vier Galileo-Satelliten „Anna“, „Ellen“, „Tara“ und „Samuel“, auf die letzte der drei vorgesehenen Kreisbahnen in mittlerer Erdumlaufbahn (MEO) in einer Höhe von 23.222 km zu befördern.
Dies war der letzte Start, im Rahmen des Galileo-Programms, mit der Trägerrakete Ariane 5. Denn ab 2020 sollen die nächsten Galileo-Satelliten bereits mit der neuen Ariane 6 Rakete abheben.
Die Galileo-Konstellation wächst damit von 22 auf 26 von insgesamt 30 Satelliten und auch die Ortungsgenauigkeit und globale Abdeckung des Galileo-Systems erhöht sich dementsprechend. Damit rückt das Ziel eines vollwertigen europäischen Satellitennavigationssystems immer näher.
Die Ariane 5 hat eine Erfolgsgeschichte geschrieben, sie hat eine weltweite Spitzenposition im Raumtransport erlangt und sie setzte Standards in Zuverlässigkeit und Leistungsfähigkeit. Nun werden wir angesichts der Entwicklungen der Raumfahrttechnologien mit der Ariane 6 den nächsten Schritt machen, denn vorrangiges Ziel bei der Entwicklung neuer Trägerraketen ist es, die internationale Konkurrenzfähigkeit europäischer Träger zu erhalten und deren Wirtschaftlichkeit zu steigern. Gleichzeitig werden wir über die Trägerraketen hinaus denken müssen und ein Ökosystem für die neuen Entwicklungen in der Raumfahrt, unter dem Stichwort ‚New Space‘ schaffen."
Der Koordinator der Bundesregierung für Luft- und Raumfahrt, Thomas Jarzombek: „‚Für die Erde ins All‘ ist das Leitbild der deutschen Raumfahrtstrategie. Mit dem heutigen Ariane-Start der vier neuen Galileo-Satelliten untermauern wir dieses Ziel. Wenn die Satelliten des heutigen Starts im nächsten Jahr einsatzbereit sind, wird es Nutzern auf der ganzen Welt möglich sein, ausschließlich Galileo für die Navigation nutzen zu können. Das Galileo-Programm der Europäischen Union ist außerdem ein Nachweis der Spitzentechnik ‚made in Germany‘ im Bereich der Raumfahrt, denn alle neueren Satelliten sind beim deutschen Unternehmen OHB in der Hansestadt Bremen gefertigt worden.







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