Die Betreiber illegaler Streaming-Portale zittern weiter. Nach der groß angelegten Razzia bei Kino.to nahmen am Mittwoch die Betreiber von Drei.to ihre Webseite vom Netz, wie der "Focus" unter Bezugnahme auf die Gesellschaft zur Verfolgung von Uhrheberrechtsverletzungen (GVU) berichtete.

Eine offizielle Stellungnahme der GVU lag bis zum frühen Abend noch nicht vor. Auf Drei.to werden ebenfalls illegale Raubkopien angeboten. Aus Angst vor strafrechtlicher Verfolgung habe man das Angebot stillgelegt und werde sich aus der Szene zurückziehen, hieß es. Am Mittwochabend war ein Öffnen der Seite nicht mehr möglich.

Zum Angebot hätten dem Bericht zufolge 57.000 Titel für Computer und Konsolen gehört. Ebenso gab es Links zu Seiten mit raubkopierten Filmen und Musiktiteln. Drei.to war im Jahr 2004 unter der Bezeichnung 3dl.am ins Leben gerufen worden.

Bereits im Jahr 2008 hatte die schweizerische Vereinigung zur Bekämpfung der Piraterie (SAFE) einen Strafantrag gegen den Portalbetreiber gestellt. Allerdings ließ sich dieser nicht ermitteln, sodass das Verfahren im vergangenen Jahr eingestellt wurde.


Quelle:satundkabel