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Thread: ORF vor finanziell schwierigem Jahr 2012 - keine Gebührenerhöhung

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    ORF vor finanziell schwierigem Jahr 2012 - keine Gebührenerhöhung

    Dem ohnehin nicht auf Rosen gebetteten Österreichischen Rundfunk (ORF) droht ein aus finanzieller Sicht schwieriges Jahr 2012. Unter anderem stehen dem Sender als Rückvergütung aus den Gebührenbefreiungen nur noch 30 statt bisher 50 Millionen Euro zur Verfügung.

    Das berichtete die Nachrichtenagentur APA am Donnerstag. Außerdem stehen zwei sportliche Großereignisse bevor, für deren TV-Rechte der ORF tief in die Tasche greifen muss. Einerseits die Fußball-Europameisterschaft, andererseits die Olympischen Sommerspiele.

    Finanzdirektor Richard Grasl wies zudem auf eine Inflationsrate von 3,3 Prozent hin. Eine Gebührenerhöhung schloss der Chef über die Finanzen jedoch aus: "Das ist aktuell sicher kein Thema." Der Agentur zufolge wolle sich Grasl auch in Zukunft um den Posten des Finanzdirektors bewerben.

    Aus wirtschaftlicher Sicht ging es für den ORF in den vergangenen Monaten bergauf. Die Werbeerlöse lagen mit einem Plus von 1,3 Millionen Euro über Plan, die Gebührensituation gestaltete sich nach Worten von Generaldirektor Alexander Wrabetz "stabil". Für das Gesamtjahr erwartet Wrabetz "ein um 300.000 Euro besseres Ergebnis als geplant", im Konzern um 4,1 Millionen Euro besser.

    Quelle:satundkabel

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    ORF-Ergebnis abgenickt - 11.000 Haushalte weniger von Gebühren befreit

    Grünes Licht für den ORF-Jahresabschluss und Generaldirektor Alexander Wrabetz: Der Stiftungsrat des Österreichischen Rundfunks (ORF) hat am Donnerstag das Jahresergebnis für 2010 genehmigt und Wrabetz die Entlastung erteilt.

    "Der ORF ist in allen Bereichen auf einem sehr guten Weg", erklärte Wrabetz. Wirtschaftlich habe der Sender mit einem Ergebnis von 23,4 Millionen Euro seine Ziele deutlich übertroffen und seit 2009 um 67,7 Millionen Euro verbessert. Der Personalaufwand habe weiter gesenkt, der Personalstand seit 2007 sogar um 13,7 Prozent reduziert werden können.

    "Der deutlich positive Konzernabschluss ist das beste Zeichen dafür, dass der ORF seine Hausaufgaben gemacht hat, und ich bin stolz auf die positive Unternehmensentwicklung, die wir gemeinsam eingeleitet und mit großer Anstrengung unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter umgesetzt haben. Der ORF ist damit fit für die anstehenden Herausforderungen", betonte Finanzchef Richard Grasl.

    Im Fernsehen erreichte der ORF im ersten Halbjahr einen Marktanteil von 38,2 Prozent, hier kämpft der Sender seit Jahren mit rückläufigen Quoten. Die tägliche Reichweite sei im Vergleich zum Vorjahr um 110.000 auf 3,736 Millionen Zuschauer gesteigert worden. 80 Prozent des Fernsehpublikums nutzten den ORF täglich.

    Die ORF-Umsätze beliefen sich 2010 auf 955,1 Millionen Euro (2009: 902,4 Millionen Euro). Der Jahresabschluss weist Gebührengelder in Höhe von 580,2 Millionen Euro auf (2009: 526,4 Millionen Euro). Aufgrund der ORF-Gesetzesnovelle 2010 bekam der ORF für den Entfall der Programmentgelte durch Befreiungen vom Bund 50 Millionen Euro überwiesen. Ende 2010 waren 3,576 Millionen Österreicher gebührenpflichtig. Die Zahl der befreiten Teilnehmer lag mit 312.633 um mehr als 11.000 unter dem Wert des Vorjahres.

    Die Zahl des ständigen Personals reduzierte sich von 3.712 im Jahr 2007 um 554 auf 3.158.


    Unterstützung für Resolution zu ORF3

    Der ORF-Stiftungsrat hat am Donnerstag ebenfalls eine Resolution des Publikumsrats bezüglich des neuen Senders ORF3 unterstützt. "Der Stiftungsrat fordert: Die Medienbehörden sollten sich am Interesse der Konsumentinnen und Konsumenten in Österreich orientieren und ein weiteres Qualitätsangebot am Fernsehmarkt nicht nur uneingeschränkt zulassen, sondern sollten auch die größtmögliche Bewerbung des neuen Senders in den Programmen ORF eins und ORF2 ermöglichen", hieß es.

    Der geplante Start von ORF3 bedarf noch einer Entscheidung des Bundeskommunikationssenates (BKS). Nach der Genehmigung durch die KommAustria hatte die Bundeswettbewerbsbehörde Berufung erhoben und zusätzliche Beschränkungen, unter anderem bei der Bewerbung des Senders, gefordert.

    Quelle:satundkabel

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