Der Verschlüsselungsspezialist Irdeto hat das bei Blu-ray-Spielfilmen zum Einsatz kommende Kopierschutzverfahren "BD+" gekauft, um damit Video-on-Demand-Abrufe bei Kabelnetz- oder Internet-Anbietern sicherer zu machen.

In einer Mitteilung am Donnerstagmorgen (Ortszeit) nannte Irdeto keine wirtschaftlichen Details, klar ist nur, dass "BD+" die hauseigene "ActiveCloak"-Technologie ergänzen soll, die mit einem verbraucherunfreundlichen Digital Rights Management System (DRM) den Zugriff je nach Wunsch der Lizenzinhaber auf Videos einschränkt.

"ActiveCloak" setzt eine ständige Online-Verbindung zu Servern des Netzbetreibers voraus, vermeintliche Hacks können auch durch eine Deaktivierung der Endgeräte verhindert werden. Voraussetzung dafür ist, dass die Technik auf den genutzten Gerätschaften zum Einsatz kommt.

"BD+" wiederum ist ein unter anderem vom US-Filmstudio Fox unterstützter Zusatz zum Kopierschutzverfahren AACS, das bei verschiedenen BD-Medien ungerechtfertigte Kopien verhindern soll. Dabei wird geprüft, ob ein zertifiziertes Endgerät manipuliert wurde. Ein hundertprozentiger Schutz vor Raubkopien ist "BD+" allerdings nicht, so umschifft beispielsweise die in Hollywood verpönte Software "AnyDVD" von Slysoft das Verfahren.

Die Technik wurde von Cryptography Research entwickelt, der Anbieter Macrovision übernahm die Rechte später, der Konzern sich inzwischen in Rovi umbenannt.