PrimaCom macht Kunden „FIT“ für die digitale Multimediawelt
Der Kabelnetzbetreiber PrimaCom startet heute eine neue Kampagne zur Vermarktung seiner digitalen Produkte Fernsehen, Internet und Telefon – den FIT.aminen. Eine Roadshow mit mehr als 26 Stationen bildet dabei den Mittelpunkt der Kampagne, die außerdem von Kundenanschreiben und Werbeplakaten begleitet wird. Die Kunden sollen auf diese Weise umfassend informiert und „FIT“ für die digitale Zukunft gemacht werden.
„Mit dieser Kampagne wollen wir erreichen, dass noch mehr Kunden die Vorteile des digitalen Kabelanschlusses nutzen können. Umfassende Informationen sollen dabei den Einstieg in die vielfältige digitale Welt erleichtern“, so PrimaCom Vorstand Michael Dorn. Die FIT-Angebote sind für alle Kunden verfügbar, die am rückkanalfähigen PrimaCom Kabelnetz. angeschlossen sind.
Die Schlinge zieht sich zu: Dem schwer angeschlagenen Mainzer Kabelnetzbetreiber Primacom droht die Insolvenz, weil sich Kreditgeber und Mehrheitsgesellschafter des Unternehmens bis zuletzt nicht auf einen Kompromiss einigen konnten.
Eine entsprechende Frist sei um 18.00 Uhr abgelaufen, teilte Primacom in der Nacht auf Dienstag mit. Der Vorstand halte es nun für möglich, dass die Banken die Forderungen sofort fällig stellen und die gewährten Sicherheiten verwerten. Dies würde zur unmittelbaren Zahlungsunfähigkeit der Gesellschaft führen, hieß es.
Ein entsprechender Schritt hatte sich in den vergangenen Tagen bereits angekündigt, die Ereignisse spitzten sich zuletzt dramatisch zu. Der Finanzchef und Sprecher des Vorstands, Michael Buhl, scheidet zum 1. Juni aus dem Konzern aus. An seiner Stelle war Sebastian Freitag interimistisch zum Chief Restructuring Officer (CRO) und zum Mitglied des Vorstandes ernannt worden.
Primacom hatte erst am vergangenen Donnerstag bekannt gegeben, dass es zu Verzögerungen im dringend notwendigen Restrukturierungsprozess des Unternehmens kommen wird. Gesellschafter und Kreditgeber konnten sich nicht auf einen gemeinsamen Fahrplan einigen. Buhls Abschied hängt damit wohl zusammen.
Primacom hatte zuletzt den Umsatz gesteigert, die Anzahl der Kundenverträge schrumpfte allerdings. Hoffnungen setzt der Anbieter auf HDTV: Bis Mitte 2010 sollen alle angebundenen Haushalte hochauflösendes Fernsehen empfangen können.
Als nationaler Anbieter mit regionalem Fokus ist Primacom in Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern aktiv. Die Aktien der AG werden seit 1999 an der Frankfurter Wertpapierbörse im regulierten Markt gehandelt. Den Konzern drücken hohe Schulden und damit Zinszahlungen.
Dem schwer angeschlagenen Mainzer Kabelnetzbetreiber Primacom läuft die Zeit davon: Weil sich Kreditgeber und Mehrheitsgesellschafter des Unternehmens bis zuletzt nicht auf einen Kompromiss einigen konnten, hat die niederländische Gläubigerbank ING nun weitere Schritte eingeleitet.
In der "Börsenzeitung" wurde am Wochenende eine Versteigerung der Primacom Management GmbH inseriert. Sie ist für den 5. Juli in einem Berliner Hotel angesetzt. Die niederländische ING und verschiedene Finanzinvestoren hatten sich für Kreditmittel Geschäftsanteile garantieren lassen, die nun verwertet werden sollen - sofern es einen solventen Interessenten gibt, der bei Primacom einsteigen will und für die Anteile eine angemessene Summe zahlt.
Als möglicher Interessent gilt Kabel Deutschland (KDG), weil Primacom Endkundenzugang auf Netzebene-4 vorweisen kann und im Verbreitungsgebiet des größten deutschen Anbieters arbeitet.
In der vergangenen Woche war von den Gläubigern eine Forderung in Höhe von 29,2 Millionen Euro abrupt fällig gestellt worden, die den Vorgang auslöste: Die Aktiengesellschaft, das Holding-Dach der operativ tätigen Primacom Management GmbH war damit faktisch zahlungsunfähig. Weiter gilt: Sofern es nicht gelingt, innerhalb der nächsten Tagen eine Rücknahme dieser Maßnahmen zu vereinbaren, ist der Vorstand verpflichtet, Insolvenz anzumelden. "Gläubiger geben Primacom auf", orakelte die "Börsenzeitung" am Samstag.
Die operativen Gesellschaften der Primacom-Gruppe waren von den Problemen zunächst nicht betroffen, so dass das Kabelgeschäft für die Kunden weiter laufen kann. Zahlungsunfähig meldete sich nur die Primacom AG. Wenn es zu einer Auktion der Primacom Management GmbH kommt und sich die Gläubiger nicht in letzter Sekunde doch noch einigen, ist offen, was dies für die angeschlossenen Kabelhaushalte bedeutet.
Das Aus hatte sich in den vergangenen Tagen angekündigt, die Ereignisse spitzten sich zuletzt dramatisch zu. Der Finanzchef und Sprecher des Vorstands, Michael Buhl, schied abrupt aus dem Konzern aus. An seiner Stelle war Sebastian Freitag interimistisch zum Chief Restructuring Officer (CRO) und zum Mitglied des Vorstandes ernannt worden.
Primacom hatte am vergangenen Donnerstag bekannt gegeben, dass es zu Verzögerungen im dringend notwendigen Restrukturierungsprozess des Unternehmens kommen wird. Gesellschafter und Kreditgeber konnten sich nicht auf einen gemeinsamen Fahrplan einigen. Buhls Abschied hängt damit wohl zusammen.
Primacom hatte zuletzt den Umsatz gesteigert, die Anzahl der Kundenverträge schrumpfte allerdings. Hoffnungen setzt der Anbieter auf HDTV: Bis Mitte 2010 sollen alle angebundenen Haushalte hochauflösendes Fernsehen empfangen können.
Als nationaler Anbieter mit regionalem Fokus ist Primacom in Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern aktiv. Die Aktien der AG werden seit 1999 an der Frankfurter Wertpapierbörse im regulierten Markt gehandelt. Den Konzern drücken mit 340 Millionen Euro hohe Schulden und damit Zinszahlungen, die zuletzt aber immer rechtzeitig beglichen wurden.
Primacom gehört wie Tele Columbus zur luxemburgischen Holding Escaline. Deren Kabeltochter Orion hatte im Jahr 2006 die Netzbetreiber mit Krediten gekauft und die Tilgung der Darlehen und Zinsen - nach klassischer Finanzinvestoren-Manier - den beiden Unternehmen überlassen.
Orion war im vergangenen Jahr dann um ein Haar in die Pleite gerutscht, wurde aber in letzter Sekunde gerettet. Für Primacom legten die beteiligten Gläubiger und Schuldner einen Restrukturierungsplan fest - dazu gehörte auch, dem Unternehmen Kapital zur Verfügung zu stellen. Dagegen wehrten sich nun allerdings die Kreditgeber. Sie wollen kein Kapital mehr zuschießen.
Bleiben die Banken und Investoren bei ihrer starren Haltung, gibt es für Primacom nur noch das geordnete Insolvenzverfahren. Für die unmittelbar betroffenen Mitarbeiter der Gesellschaft bedeutet dies zumindest eine dreimonatige Sicherheit, weil der Staat die Zahlung der Löhne und Gehälter übernimmt.
Der schwer angeschlagene Mainzer Kabelnetzbetreiber Primacom ist zahlungsunfähig Weil sich Kreditgeber und Mehrheitsgesellschafter des Unternehmens auch in der Nacht auf Montag nicht auf einen Kompromiss einigen konnten, stellt der Vorstand nun einen Insolvenzantrag.
Betroffen ist die nicht operative Holdinggesellschaft der PrimaCom-Gruppe, die PrimaCom Aktiengesellschaft. Die Hauptgesellschafter teilten am Morgen mit, nicht mehr verhandlungsbereit zu sein. Damit erscheine es nicht mehr möglich, die Kreditgeber von einer Rücknahme der Fälligstellung von Forderungen zu überzeugen, hieß es in einer Adhoc-Mitteilung.
In der "Börsenzeitung" war bereits am vor-vergangenen Wochenende eine Versteigerung der Primacom Management GmbH inseriert. Sie ist für den 5. Juli in einem Berliner Hotel angesetzt. Die niederländische ING und verschiedene Finanzinvestoren hatten sich für Kreditmittel Geschäftsanteile garantieren lassen, die nun verwertet werden sollen - sofern es einen solventen Interessenten gibt, der bei Primacom einsteigen will und für die Anteile eine angemessene Summe zahlt.
Als möglicher Interessent gilt Kabel Deutschland (KDG), weil Primacom Endkundenzugang auf Netzebene-4 vorweisen kann und im Verbreitungsgebiet des größten deutschen Anbieters arbeitet.
Schon Ende Mai war von den Gläubigern eine Forderung in Höhe von 29,2 Millionen Euro abrupt fällig gestellt worden, die den Vorgang auslöste: Die Aktiengesellschaft, das Holding-Dach der operativ tätigen Primacom Management GmbH war damit faktisch zahlungsunfähig.
Die operativen Gesellschaften der Primacom-Gruppe waren von den Problemen zunächst nicht betroffen, so dass das Kabelgeschäft für die Kunden weiter laufen kann. Zahlungsunfähig meldete sich nur die Primacom AG. Wenn es zu einer Auktion der Primacom Management GmbH kommt und sich die Gläubiger nicht in letzter Sekunde doch noch einigen, ist offen, was dies für die angeschlossenen Kabelhaushalte bedeutet.
Das Amtsgericht Charlottenburg hat wie erwartet unter dem Aktienzeichen Gz. 36 IN 2642/10 am Montag ein Insolvenzverfahren gegen die Dachgesellschaft des Kabelnetzanbieters Primacom eröffnet. Und das war bereits nach wenigen Stunden erfolgreich.
Denn wie Rechtsanwalt Hartwig Albers von der Kanzler Brinkmann & Partner als Insolvenzverwalter mitteilte, wurden alle an der operativ tätigen Tochter Primacom Management GmbH gehaltenen Anteile an einen Interessenten verkauft. Das wertvolle Kabelgeschäft ist in dieser Gesellschaft gebündelt und es läuft für die Kunden ohne Unterbrechung weiter.
Der vorläufige Gläubigerausschuss hat dem Kaufvertrag schon zugestimmt. Um wen es sich bei dem Käufer handelt, ist offen und wurde nicht mitgeteilt. Aller Voraussicht nach dürfte Kabel Deutschland (KDG) die Anteile erworben haben, weil Primacom Endkundenzugang auf Netzebene-4 vorweisen kann und im Verbreitungsgebiet des größten deutschen Kabelnetzers agiert.
Albers hatte bereits Mitte Juni die Verantwortung für den Konzern übernommen. Das aktuelle Management um Chief Restructuring Officer (CRO) Sebastian Freitag hat seit längerem keine eigenständige Entscheidungsbefugnis mehr, alle Vorgänge müssen von der Insolvenzverwaltung abgenickt werden.
Die Hauptgesellschafter und Gläubiger der Primacom AG blieben zuletzt bei ihrer harten Linie, nicht mehr verhandeln zu wollen, dem Vorstand blieb danach nichts mehr anderes übrig, als die Einleitung des Insolvenzverfahrens anzukündigen.
In einem Berliner Hotel fand am heutigen Montagmorgen eine Versteigerung der Aktiengesellschaft und deren verwertbarer Vermögensanteile statt - das mit Abstand wertvollste Anlagegut ist die Kabeltochter. Die niederländische ING und verschiedene Finanzinvestoren hatten sich für Kreditmittel Geschäftsanteile garantieren lassen.
Aktuell versorgt die Primacom Management GmbH 700.000 Haushalte - vor allem in Ostdeutschland. Die Kreditinstute haben in der Zwischenzeit wieder finanzielle Mittel in Höhe von 15 Millionen Euro zur Verfügung gestellt und die AG-Tochter außerdem von Zahlungsverpflichtungen in Höhe weiterer 15 Millionen Euro über die nächsten Monate hinweg freigestellt. Der weitere Ausbau des Netzes und die Versorgung der Abonnenten mit Fernsehen, Hörfunk, Internet und Telefonie sind damit sichergestellt.
Primacom hatte zuletzt den Umsatz gesteigert, die Anzahl der Kundenverträge schrumpfte allerdings. Hoffnungen setzt der Anbieter auf HDTV: Bis Mitte 2010 sollen alle angebundenen Haushalte hochauflösendes Fernsehen empfangen können.
Als nationaler Anbieter mit regionalem Fokus ist Primacom in Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern aktiv. Die Aktien der AG werden seit 1999 an der Frankfurter Wertpapierbörse im regulierten Markt gehandelt. Den Konzern drücken mit 340 Millionen Euro hohe Schulden und damit Zinszahlungen, die zuletzt aber immer rechtzeitig beglichen wurden.
Primacom gehört wie Tele Columbus zur luxemburgischen Holding Escaline. Deren Kabeltochter Orion hatte im Jahr 2006 die Netzbetreiber mit Krediten gekauft und die Tilgung der Darlehen und Zinsen - nach klassischer Finanzinvestoren-Manier - den beiden Unternehmen überlassen.
Orion war im vergangenen Jahr dann um ein Haar in die Pleite gerutscht, wurde aber in letzter Sekunde gerettet. Für die Primacom AG legten die beteiligten Gläubiger und Schuldner einen Restrukturierungsplan fest - dazu gehörte auch, dem Unternehmen Kapital zur Verfügung zu stellen. Dagegen wehrten sich die Kreditgeber. Sie wollten am Ende kein Kapital mehr zuschießen.
Die luxemburgische Investmentgesellschaft Medfort hat offenbar lediglich einen symbolischen Preis für die Übernahme des Kabelnetzbetreibers Primacom bezahlt. Dies berichtet die Financial Times Deutschland (FTD, Ausgabe vom 6. Juli) mit Verweis auf Verhandlungskreise. Medfort übernehme zudem die Schulden von Primacom in Höhe von 340 Millionen Euro komplett, heißt es in dem Bericht weiter. Den FTD-Informationen zufolge stehe Medfort den Gläubigern von Primacom nahe, spätestens 2011 soll die Investmentgesellschaft den Kabelnetzbetreiber weiterverkaufen. „Das ist formal keine Treuhand, aber eine treuhandähnliche Lösung“, zitiert die Zeitung einen Beteiligten. Die Gesellschaft Medfort, die dem Luxemburger Portal Legilux zufolge auf zwei niederländische Rechtsanwälte eingetragen ist, sei beim Erwerb von dem Münchner Restrukturierungsspezialisten One Square Advisors beraten worden. Dieser werde zwei seiner Partner als Direktoren zu Medfort entsenden, um die Restrukturierung der Primacom zu begleiten, schreibt die FTD. In zwei Wochen soll der Restrukturierungsplan stehen.
Der Kabelnetzbetreiber Primacom hat am 10. Januar in Leipzig bekannt gegeben, dass die Anfang November 2010 vereinbarte Refinanzierung am 6. Januar 2011 final abgeschlossen werden konnte. Die Refinanzierung versetze Primacom in die Lage, fast 100 Millionen Euro über die nächsten vier Jahre investieren zu können, um das Geschäft weiterzuentwickeln und im Markt weiter zu wachsen, hieß es. Im Rahmen der neuen Finanzstruktur sei das Unternehmen gut aufgestellt und verzeichne erstmals eine positive Eigenkapitalbilanz. So habe Primacom eine sofortige Finanzspritze über 30 Millionen Euro für Investitionen erhalten und konnte gleichzeitig seine bestehenden Finanzverbindlichkeiten um 155 Millionen Euro reduzieren. Ein weiterer Abbau von Verbindlichkeiten in der Höhe von 60 Millionen Euro sei für die kommenden 3,5 Jahre geplant, teilte das Unternehmen weiter mit. Für Akquisitionen und außerplanmäßige Investitionsvorhaben stünden Primacom außerdem weitere finanzielle Mittel zur Verfügung.
Primacom hat bereits nach Abschluss der Refinanzierungsvereinbarung 2010 begonnen, Investitionsvorhaben in zweistelligen Millionenbeträgen zu starten, um in Zusammenarbeit mit der Wohnungswirtschaft unter anderem die Breitbandversorgung mit über 100 MBit/s in seinen Netzen flächendeckend anzubieten.
Im Rahmen der Umstrukturierung ist Medfort S.á r.l., die Primacom im Juli 2010 übernommen hat, von Perseus SA, ein Unternehmen, kontrolliert von den Investoren Alcentra, Avenue Capital Group, ING und Tennenbaum Capital Partners, für einen Betrag in ungenannter Höhe erworben worden.
Parallel zur Refinanzierung hat Primacom die Konzernstruktur vereinfacht und die Geschäftstätigkeit in einem Unternehmen zusammengefasst. Diese Reorganisation soll, nach dem erfolgreichen Relaunch der Marke im September 2010, zur weiteren Stärkung von Primacom führen, insbesondere weil Kunden und Lieferanten nur noch einen einzigen Ansprechpartner haben. Die daraus resultierenden Kosteneinsparungen und Liquiditätsverbesserungen werden den Angaben zufolge für künftiges Wachstum verwendet.
Seit der Übernahme durch Medfort habe sich das operative Geschäft der Primacom verbessert und das Unternehmen habe die Vorgaben für Umsatz, Kundenzahlen und EBITDA für 2010 sogar übertroffen, hieß es in der Mitteilung weiter.
Der Kabelnetzbetreiber Primacom liefert sein "CI+"-Modul für den Empfang verschlüsselter Sender über Settop-Boxen oder Flachbildfernseher aus.
Die Hardware kostet knapp 80 Euro, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Kunden erhalten das Conditional Access Modul (CAM) auf Bestellung zum Vertrag hinzu. In Verbindung mit einer gültigen Smartcard lassen sich dann alle Kabelprogramme über jedes Unterhaltungselektronikgerät mit "CI+"-Einschub empfangen. Mit Ausnahme der Kanäle von ARD und ZDF sind alle anderen Sender nur verschlüsselt zu empfangen.
Dass es sich beim Common Interface Plus um eine "moderne digitale Schnittstelle im Fernsehapparat" handelt, wie Primacom in seiner Mitteilung hervorhob, ist allerdings nur die halbe Wahrheit. Denn die Schnittstelle dient in erster Linie dazu, die Interessen der Fernsehsender und Lizenzinhaber wie Hollywood-Studios zu schützen. "CI+" soll mit einer kompletten Verschlüsselung und authentifizierten Kommunikation zwischen Smartcard und Endgeräten wie dem Fernseher den Schutz vor Raubkopien erhöhen, schränkt die Verbraucherrechte aber massiv ein - beispielsweise über Aufnahmesperren und blind geschaltete USB-Buchsen am Fernseher. Verschiedene Restriktionen sind noch nicht aktiviert, das kann aber in Zukunft jederzeit passieren.
Auch die Primacom-Konkurrenten Unitymedia, Kabel-Deutschland und die Pay-Anbieter Sky sowie "Kabelkiosk" (Eutelsat) haben "CI+"-Module im Programm, zu ähnlichen Preisen. Primacom versorgt rund eine Millionen Kabelkunden im Kerngebiet Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern.




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