In Österreich wurde am 15. November die Ausschreibung für die bundesweiten Multiplexe beendet. Der technische Dienstleister ORS Comm hat seine Bewerbung für die beiden bundesweiten Multiplex-Plattformen Mux E und Mux D bei der Komm Austria abgegeben, um das digitale terrestrische Antennenfernsehen in Österreich wettbewerbsgerecht weiterentwickeln zu können. Dies teilte das Unternehmen am 15. November mit. So bietet diese neue Technologie bis zu 30 Programme einschließlich hochauflösender TV-Programme wie ORF Eins HD, ORF 2 HD, Servus TV HD und ZDF HD. Auf dieser Basis möchte die ORS Comm ein neues Angebot für Fernsehhaushalte noch im Laufe des Jahres 2012 auf den Markt bringen.
Mit dem neuen Übertragungsstandard DVB-T2 könne die ORS den Konsumenten eine „innovative TV-Technik anbieten, die einen kostengünstigen und unkomplizierten Zugang zu einem breiten TV-Spektrum ermöglicht“, hieß es in Wien. Zudem sollen die linear angebotenen DVB-T2-Kanäle mittels hybrider Endgeräte durch Catch-up-TV und Video-on-Demand ergänzt werden. „Daher sind wir davon überzeugt, der Komm Austria ein nachhaltiges Konzept zur Nutzung der knappen Ressource der TV-Frequenzen mit einem klaren Konsumentenmehrwert überreicht zu haben. Im Fall des Zuschlags werden wir für eine rasche Umsetzung dieses Konzepts sorgen“, werden die beiden ORS Comm-Geschäftsführer Michael Wagenhofer und Norbert Grill zitiert.
Zuschauer, die sich für das erweiterte Programmangebot über digitales Antennenfernsehen interessieren, benötigen einen eigenen DVB-T2-Receiver oder einen Flachbildschirm mit eingebautem DVB-T2-Tuner. Solche Endgeräte sind bereits in europäischen Märkten wie UK, Frankreich etc. in großer Stückzahl verfügbar und werden mit der geplanten Einführung von DVB-T2 im vierten Quartal 2012 auch rechtzeitig den österreichischen Handel erreichen.
Der Empfang der bereits über DVB-T bundesweit verbreiteten Programme ORF Eins, ORF 2, ATV, Puls 4, Servus TV, 3 Sat, ORF III und ORF Sport Plus ist auch über dieses technische Equipment möglich, hieß es weiter. Zuschauer, die bereits DVB-T nutzen, hätten aufgrund der Einführung von DVB-T2 keinen automatischen Handlungsbedarf. Denn die kostenfrei empfangbare DVB-T-Plattform wird langfristig fortgeführt. Ein mögliches Upgrade bestehender DVB-T-Nutzer auf DVB-T2 erfolge ausschließlich auf Kundenwunsch, hieß es.




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