ARD und ZDF wollen künftig keine Einspeisegebühren mehr an die Kabelnetzbetreiber bezahlen. Dies geht aus dem 18. Bericht der Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) hervor.

Demnach strebt die ARD für den Zeitraum 2013 bis 2016 bei ihren Verbreitungskosten eine Kostenreduktion um 172,1 Millionen Euro gegenüber dem Zeitraum 2009 bis 2012 an (Gesamtaufwand 2013-2016: 1.376,8 Millionen Euro; Gesamtaufwand 2009 bis 2012: 1.548,9 Millionen Euro). Die Kostenminderung hat der KEF zufolge im Wesentlichen zwei Ursachen. Zum einen habe die ARD entschieden, für die Einspeisung ihrer Programme in die Kabelnetze keine Einspeisegebühr mehr zu bezahlen. Zum anderen soll zum 1. Mai 2012 die Verbreitung analoger Satellitensignale eingestellt werden. Diesen Kostenminderungen stehen Mehrungen bei der digitalen terrestrischen Ausstrahlung der Programme, der digitalen Satellitenausstrahlung der Programme im Format HDTV und den Kosten der Programmverbreitung über IP-Netze gegenüber.

Auch das ZDF habe entschieden, für die Einspeisung seiner Programme in die Kabelnetze keine Einspeisegebühr mehr zu bezahlen. Hinzu kommen weitere Einsparungen durch die Einstellung der analogen Sat-Verbreitung und durch Kostenminderungen bei der DVB-T-Verbreitung, die beim „Zweiten“ für eine Kostenreduktion um 54,4 Millionen Euro sorgen sollen (Gesamtaufwand 2013-2016: 313,6 Millionen Euro; Gesamtaufwand 2009 bis 2012: 368,0 Millionen Euro).