Einem Bericht der „Financial Times Deutschland“ (FTD, Ausgabe vom 14. Mai) zufolge wird Kabel Deutschland (KDG) offenbar den Netzbetreiber Tele Columbus übernehmen. Eine Bestätigung steht allerdings noch aus: Man wolle Marktspekulationen nicht kommentieren, hieß es bei der KDG auf Nachfrage der FTD. Angaben zum Preis seien nicht zu erfahren, die Eigner von Tele Columbus hätten zuvor 600 Millionen Euro gefordert – das entspreche in etwa dem Schuldenstand von Tele Columbus, hieß es. Tele Columbus ist vor allem im Osten Deutschlands aktiv und zählt eigenen Angaben zufolge mit rund 2,1 Millionen angeschlossenen Haushalten zu den wichtigsten Kabelnetzbetreibern in Deutschland.
Ein etwaiger Deal würde aber noch die Zustimmung des Bundeskartellamts benötigen. Übernahmen in der Kabelbranche betrachten die Wettbewerbshüter mitunter sehr skeptisch. „Die werden sicher ein paar Auflagen kriegen“, zitiert die Zeitung einen Branchenexperten. Kabel Deutschland werde dem Kartellamt entgegenkommen müssen. Die Bonner Wettbewerbshüter hatten zuvor bei der Übernahme von Kabel BW durch Unitymedia auf weitreichende Zugeständnisse – etwa den Verzicht auf exklusive Verträge mit der Wohnungswirtschaft und der Aufhebung der so genannten „Grundverschlüsselung“ privater SD-Sender – bestanden.




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