Die Münchner Sendergruppe Pro Sieben Sat 1 bleibt dem digitalen Antennenfernsehen treu. Der Sendenetzbetreiber Media Broadcast und die Pro Sieben Sat 1 Group haben ihre Verträge über die DVB-T-Verbreitung bis 2018 verlängert. Dies teilten die Unternehmen am 2. April mit. Das langfristige Engagement von Pro Sieben Sat 1 sichere auf Dauer die Attraktivität des digitalen Antennenfernsehens in Deutschland, hieß es. Bis zum Jahr 2018 sei gewährleistet, dass neben öffentlich-rechtlichen Programmen und Spartensendern auch die Angebote der Pro Sieben Sat 1-Gruppe über Antenne empfangbar sind. „Wir freuen uns sehr über die langfristige Verlängerung der Zusammenarbeit mit Pro Sieben Sat 1 bei der DVB-T-Verbreitung. Unsere Vereinbarung belegt die Leistungs- und Zukunftsfähigkeit der digitalen Terrestrik“, sagte Media Broadcast-Chef Bernd Kraus.

Damit biete DVB-T den Zuschauern eine dauerhaft große Programmvielfalt, die bequem und ohne laufende Kosten zugänglich ist. Laut Digitalisierungsbericht der Landesmedienanstalten nutzen rund fünf Millionen TV-Haushalte in Deutschland die digital-terrestrische Verbreitung, davon 3,7 Millionen Haushalte am Erstgerät. Mit der Fortführung der DVB-T-Verbreitung gewährleiste Pro Sieben Sat 1 auch weiterhin zusätzliche Reichweite für den Werbemarkt. „Wir haben uns dazu entschieden, auch weiterhin unsere Programme einem möglichst breiten Publikum zugänglich zu machen. Damit sichern wir die Übertragung des Antennenfernsehens für Millionen von Haushalten in Deutschland“, so Conrad Albert, Vorstand Legal, Distribution & Regulatory Affairs von Pro Sieben Sat 1. „Jetzt erwarten wir eine tatkräftige Unterstützung aus der Politik, um diesen Übertragungsweg wirtschaftlich tragfähig zu halten.“

Der terrestrische Verbreitungsweg ist nach Satellit und Kabel der beliebteste TV-Zugang für Verbraucher in Deutschland – bequem, kostengünstig und ortsunabhängig. Bernd Kraus: „Media Broadcast ist überzeugt von der Zukunft des mobilen und portablen Fernsehens. Wir denken, dass die klare Haltung von Pro Sieben Sat 1 auch alle anderen Marktteilnehmer ermutigt, konstruktiv und im Sinne der Zuschauer an der Weiterentwicklung der digitalen Terrestrik mitzuwirken. Wir brauchen jetzt einen branchenübergreifenden Dialog über die Zukunft der Mediendistribution in Deutschland, und zwar auf Basis langfristig verlässlicher politischer Rahmenbedingungen. Das bedeutet insbesondere Sicherung der bestehenden Frequenzressourcen.“