Laut Digitalisierungsbericht 2012 nutzen 8,5 Prozent der bayerischen Bevölkerung das digitale terrestrische Fernsehen DVB-T. Über 90 Prozent der Bevölkerung Bayerns sind generell in der Lage Fernsehprogramme über DVB-T zu empfangen. Die Nutzer von DVB-T müssen sich zunächst ab 1. Juni und dann erneut ab 1. August auf eine Reihe von Programmänderungen einstellen.

Während es bei den öffentlich-rechtlichen Angeboten zu keinen Änderungen kommen wird, werden ab 1. Juni im Verbreitungsgebiet München/Südbayern die Programme Euronews, Channel 21 und Regionalfernsehen Oberbayern, in Nürnberg die Programme Bibel TV, Euronews und Channel 21 nicht mehr zu empfangen sein. Die genannten Programme verzichten auf eigenen Wunsch ab diesem Zeitpunkt auf eine Ausstrahlung über DVB-T. Neu im Verbreitungsgebiet München/Südbayern ist seit 2. April das Teleshopping-Angebot 1-2-3.tv.

Zu einer weiteren Einschränkung des Programmangebots kommt es ab 1. August 2013 im Verbreitungsgebiet München/Südbayern. Ab diesem Zeitpunkt werden in dem Gebiet die Programme RTL, RTL 2, Vox und Super RTL nicht mehr via DVB-T zu empfangen sein. Die RTL-Gruppe verzichtet aus wirtschaftlichen Gründen auf eine weitere Ausstrahlung ihrer Programme. In Nürnberg hatte RTL die Ausstrahlung seiner Programme bereits im Herbst 2010 eingestellt. Dort ergeben sich ab 1. August 2013 keine weiteren Veränderungen.

Die ProSiebenSat.1 Group plant ihr DVB-T Engagement bundesweit bis 2018 zu verlängern. Mittelfristig ist in den kommenden Jahren ein Umstieg von DVB-T auf den Nachfolgestandard DVB-T2 geplant.