Die Mediengruppe RTL Deutschland könnte - für viele überraschend - nun doch dem digital-terrestrischen Fernsehen (DVB-T) treu bleiben. Man werde beantragen, die auslaufende Zuweisung der Frequenzen über 2014 hinaus zu verlängern, sagte Tobias Schmid, Bereichsleiter Medienpolitik und "Executive Vice President Governmental Affairs", gegenüber der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Daran sei die Erwartung geknüpft, dass die Frequenzen bei den Rundfunksendern verbleiben.

Schmid setze dabei Hoffnungen auf den Koalitionsvertrag. "RTL hat vor ungefähr einem Jahr beschlossen, DVB-T zu beenden. Der Umstand, dass die Bundesregierung sagt, sie werde die für DVB-T erforderlichen Frequenzen sichern, heißt für uns, dass wir unsere Position in der Frage der digitalen terrestrischen Verbreitung noch einmal überprüfen und ausloten, ob wir nicht doch Möglichkeiten sehen, die Terrestrik fortzusetzen", so Schmid.