Das Programm von Schweizer Radio und Fernsehen steht 2014 – neben der umfassenden Informationsleistung mit viel Aktualität und Hintergrund – im Zeichen von musikalischen Talenten, tatkräftigen Helden und grossen Sportevents. Zudem wirft ein Themenschwerpunkt den Blick 100 Jahre zurück auf das Leben in der Schweiz am Vorabend des Ersten Weltkrieges. Auch im Jahr 2013 war SRF der klare Favorit des Deutschschweizer Publikums: mit über 30 Prozent Marktanteil im Fernsehen, knapp 60 Prozent Marktanteil im Radio sowie stark nachgefragten Audio- und Video-Inhalten auf den neu lancierten Web-Plattformen.
1. Ausblick 2014
Die Schweiz anno 1914
Die Ermordung des Thronfolgers von Österreich-Ungarn am 28. Juni 1914 in Sarajevo löste den Ersten Weltkrieg aus und bedeutete in Europa den Anfang vom Ende einer dynamischen und relativ friedlichen Epoche. SRF blickt im kommenden Sommer mit einem Themenschwerpunkt auf das Jahr 1914 zurück und produziert drei Sendeformate. Diese ergänzen sich und setzen sich mit den Lebensumständen des damaligen Wirtschaftsbürgertums und der Arbeiterschaft, aber auch mit den vielen technischen Erneuerungen der Belle Époque auseinander. Herzstück des Themenschwerpunktes ist die Sendung «Anno 1914 – Leben wie vor 100 Jahren». Hier werden Geschichten aus dem Alltag einer Arbeiterfamilie und einer vermögenden Fabrikantenfamilie erzählt. Die Figuren werden von Schauspielern, aber auch von Laien dargestellt. Schauplatz der Produktion ist das Zürcher Oberland. Die Ausschreibung fürs Casting im kommenden Februar läuft ab sofort. Informationen unter: srf.ch/anno1914.
Musikalische Entdeckungen
Über 80’000 Schweizerinnen und Schweizer engagieren sich aktiv in Blasmusik-Formationen. Eine Auswahl tritt im Herbst 2014 in «Kampf der Orchester» gegeneinander an. In der dreiteiligen Show-Eventreihe kürt SRF die beste Blasmusik-Formation der Schweiz. Allen Gruppen wird ein prominentes Teammitglied zugeteilt, das an den Live-Shows mitwirkt. Anmeldungen sind ab sofort bis zum 30. April möglich unter srf.ch/kampfderorchester.
Neben dem besten Orchester sucht SRF auch die stärkste Stimme des Landes: Am 22. Februar geht die zweite Ausgabe der Unterhaltungsshow «The Voice of Switzerland» an den Start. Als Coaches stehen erneut Stefanie Heinzmann, Marc Sway, Stress und Philipp Fankhauser im Einsatz. Am 19. April steht fest, welches Gesangstalent Nicole Bernegger als «The Voice of Switzerland» beerben wird.
Engagierte Einsätze in der Schweiz und weltweit
Konfliktherde, Krisen- und Kriegsgebiete sind die Einsatzorte der Delegierten des IKRK. Zum ersten Mal überhaupt hat das Internationale Komitee vom Roten Kreuz dem Fernsehen ein Jahr lang seine Türen geöffnet. Vier Videojournalisten und ein Kamerateam begleiteten Delegierte in der ganzen Welt bei deren Arbeit. Die sechsteilige «DOK»-Serie «Zwischen den Fronten – IKRK-Delegierte im Einsatz» gibt ab dem 28. März 2014 einen einmaligen Einblick in die häufig riskanten Einsätze. Radio SRF 1 kürt die «Helden des Alltags»; die stillen Schafferinnen und Schaffer, die sich freiwillig und ehrenamtlich engagieren, für ihre Mitmenschen und ihre Umwelt. Die Aktion findet in Zusammenarbeit mit «Schweiz aktuell» statt. Präsentiert wird die Siegerin oder der Sieger am 2. Februar 2014 im Rahmen der Sendung «Persönlich». Anmeldungen sind noch bis zum 20. Januar möglich unter srf1.ch.
Sportevents der Extraklasse
Mit drei grossen Live-Events wartet SRF Sport auf: Der Startschuss fällt am 7. Februar 2014, wenn in Sotschi die Olympischen Winterspiele eröffnet werden. SRF berichtet in Radio, TV und Internet umfassend über die Spiele. SRF zwei sendet täglich über 17 Stunden live, in «sotschi direkt» sind alle Entscheidungen mit Schweizer Athletinnen und Athleten, die wichtigsten Medaillenentscheidungen und die spannendsten Qualifikationen zu sehen. Erstmals ist auch Radio SRF 3 mit einem Studio vor Ort. Vom 12. Juni bis am 13. Juli 2014 berichtet SRF trimedial aus Brasilien, wo die Schweizer Nationalmannschaft an der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft im Einsatz steht. Alle 64 Spiele sind auf SRF zwei live zu sehen (im Fall von Parallelspielen auch auf SRF info). Die Reporter vor Ort fühlen täglich den Puls der Schweizer Nationalmannschaft – im Training, vor, während und nach den WMSpielen. Der dritte grosse Sportevent des Jahres 2014 findet vor der eigenen Haustüre statt: Mitte August ist Zürich Gastgeber der Leichtathletik-Europameisterschaften 2014. SRF zeigt sämtliche Wettkämpfe live. Für die SRG handelt es sich um die aufwändigste jemals realisierte TV-Produktion: Als Host Broadcaster produziert sie das Weltsignal.
Historische und fiktionale Eigenproduktionen
Sechs neue Fernsehfilme, darunter zwei Luzerner «Tatort»-Folgen, feiern am Sonntag in der Primetime auf SRF 1 Premiere. Im ersten Halbjahr 2014 bringt SRF das historische Drama «Akte Grüninger» auf die Bildschirme: Alain Gsponer erzählt darin die Geschichte des Sankt Galler Polizeikommandanten Paul Grüninger, der kurz vor Ausbruch des Zweiten Weltkrieges trotz Schweizer Grenzsperre Hunderte von jüdischen Flüchtlingen in seinem Kanton aufnahm. Der Film eröffnet Ende Januar 2014 die 49. Solothurner Filmtage und ist vor der TV-Premiere in den Deutschschweizer Kinos zu sehen. Weitere neue SRF Schweizer Filme sind «Ziellos», «Plötzlich Deutsch», «Unser Kind» sowie die «Tatort»-Folgen «Zwischen zwei Welten» und «Verfolgt» mit Stefan Gubser und Delia Mayer.
2. Nutzungsbilanz 2013
SRF ist der klare Favorit des Deutschschweizer TV-Publikums: Jeden Tag schalten 2,5 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer einen der drei SRF-Kanäle ein. Zusammen erreichten SRF 1, SRF zwei und SRF info im Jahr 2013 über 30 Prozent Marktanteil – zur attraktivsten Sendezeit am Hauptabend (19 bis 22.30 Uhr) knapp 40 Prozent. SRF 1 erzielte am Hauptabend mit 30,0 Prozent einen höheren Marktanteil als die sechs grössten Konkurrenzsender zusammen.
Die SRF-Radioprogramme kamen zusammen wiederum auf knapp 60 Prozent Marktanteil. Radio SRF 1 erzielte einen höheren Marktanteil als alle Deutschschweizer Privatradios zusammen. Zulegen konnten die SRF-Radioangebote, die ausschliesslich auf neuen Übertragungswegen empfangbar sind (Radio SRF Musikwelle und Radio SRF Virus). Die beiden Programme mit der grössten Reichweite in der SRF-Radiofamilie, Radio SRF 1 und Radio SRF 3, hörte das Publikum deutlich länger als die Deutschschweizer Privatradios: durchschnittlich 100 Minuten (SRF 1) und 69 Minuten (SRF 3) pro Tag.
Der Ende 2012 neu lancierte Webauftritt srf.ch entspricht mit seinem deutlichen Fokus auf Audio- und Video-Inhalte den Bedürfnissen des Publikums: Im Schnitt wird jede Viertelsekunde ein Livestream- oder On-Demand-Angebot von SRF gestartet. Auch die Aktivitäten in sozialen Medien stossen auf positives Echo: Pro Tag melden sich durchschnittlich 300 Personen als Fan oder Follower einer SRF-Präsenz auf Facebook oder Twitter an, und jede Minute wird ein SRF-Facebook-Beitrag von Usern kommentiert, mit «gefällt mir» markiert oder geteilt.
Erfolgreich entwickelt haben sich auch Bekanntheit und Image der noch jungen Marke SRF: Gemäss einer repräsentativen Demoscope-Umfrage von November 2013 ist das Unternehmenskürzel SRF mittlerweile 87 Prozent aller Befragten bekannt, und mehr als drei Viertel der Befragten kennen die korrekte Bedeutung der Abkürzung. Knapp drei Viertel der Befragten beurteilen die Marke als positiv, womit SRF gegenüber der gleichlautenden Umfrage von April 2013 zulegte. Insbesondere
in puncto Glaubwürdigkeit, Innovation, Aktualität sowie Breite und Qualität des Angebots verzeichnete SRF sehr hohe Werte.




Reply With Quote