SPÖ und ÖVP planen eine kleine Reform der ORF-Gremien. Konkret geht es um die Reparatur jener Gesetzespassagen zur Fax-Wahl des ORF-Publikumsrats, die der Verfassungsgerichtshof vor mehr als zwei Jahren aufgehoben hat. Die Faxwahl soll gestrichen und das Gremium verkleinert werden.
Der Hörer- und Sehervertretung des ORF gehören derzeit 36 Publikumsräte an, sechs davon wurden in der Vergangenheit per Faxwahl ermittelt. Künftig dürfte das Gremium nur mehr 31 Mitglieder haben. Sechs bisher per Faxwahl gewählte fallen raus, ebenso der Parteiakademie-Vertreter des BZÖ. Dazu kommen zwei Vertreter der Neos sowie des Team Stronach, falls die beiden neu ins Parlament gewählten Parteien eigene Parteiakademien auf die Beine stellen. 17 Publikumsräte werden auch in Zukunft vom Bundeskanzler bestellt, bei kleinerer Gesamtzahl bedeutet dies de facto eine klare Mehrheit für den SPÖ- „ Freundeskreis im Gremium. Von Bedeutung ist dies vor allem bei der Ermittlung der vom Publikumsrat gestellten Stiftungsräte. Sechs Vertreter des obersten ORF-Gremiums, das unter anderem die Geschäftsführung des öffentlich-rechtlichen Senders wählt, werden nämlich vom Publikumsrat entsandt. Drei dieser Stiftungsräte kamen bisher aus dem Kreis der per Fax gewählten Publikumsräte.




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