Der russische oppositionelle TV-Sender Doschd befürchtet seine Schließung. Der Satelliten-Betreiber Trikolor TV kündigte vor Kurzem an das Programm von Doschd ab dem 10. Februar nicht mehr ausstrahlen zu wollen. Nach dem Abschalten durch Trikolor werde Doschd nur noch von einigen regionalen Anbietern ausgestrahlt, beklagte Chefredakteur Michail Sigar: „Doschd wird also faktisch geschlossen.

Doschd hat in der vergangenen Woche Verärgerung ausgelöst, als er zum 70. Jahrestag des Endes der Belagerung Leningrads durch die deutsche Wehrmacht die Frage aufwarf, ob ein frühzeitiges Aufgeben der Stadt die Zahl der zivilen Opfer verringert hätte. Putins Sprecher Dimitri Peskow meinte, der Sender habe „alle Grenzen des Tolerierbaren überschritten". Die Umfrage wurde rasch aus dem Programm genommen, der Sender entschuldigte sich.