Österreich setzt bei der Digitalisierung des Radios zunächst voll auf den Verbreitungsweg Internetradio. Ähnlich wie das geplante Angebot "Radioplayer" in Deutschland soll es auch in der Alpenrepublik ein ähnliches Angebot geben. Der Vorsitzende des Verbands Österreichischer Privatsender (VÖP) stellt im Gespräch mit der Nachrichtenagentur APA ein solches Modell zur Disposition. "Wir denken darüber nach, wie man österreichisches Radio online gebündelt anbieten kann. Eine aus Gebührenmitteln finanzierte Radiothek muss dem ganzen Markt offenstehen." Der geplante Radioplayer solle "die gesamte Palette der Vielfalt der heimischen Radiolandschaft" zur Verfügung stellen.

Keine Bewegung gebe es statt dessen beim Digitalradio DAB+. Ähnlich wie in Deutschland lehnen auch in Österreich große Privatradios den terrestrischen Standard ab, der öffentlich-rechtliche ORF ist zumindest verhalten beim Thema. Einige wenige Privatradios, die das Thema voran treiben wollen, haben zudem Ärger mit Verwertungsgesellschaften, die für den längst geplanten Testbetrieb in Wien Geld sehen wollen. Daher wurde der Starttermin mehrfach verschoben und soll nun frühestens irgendwann im ersten Halbjahr 2015 starten.