Kronehit-Chef Ernst Swoboda ist einer der größten Gegner des Digitalradio DAB+ in Österreich. Kein Wunder, dass er nun eine geradezu polemischen Forderung stellt: Der ORF soll eine seiner Wellen von UKW auf DAB+ verlagern, um den UKW-Bereich für den Privatfunk zu stärken. Er äußert diesen Wunsch an den Gesetzgeber in einem Gastkommentar in der Branchenzeitung "Horizont" - wörtlich: "Nämlich einen gesetzlichen Auftrag an den ORF, mit einer nationalen Bedeckung von UKW in DAB+ zu wechseln; diese frei werdende nationale UKW-Bedeckung könnte dann an einen neuen privaten Anbieter vergeben werden. Das würde dem ORF erhebliche Verbreitungskosten sparen, ohne dass er Einnahmenausfälle befürchten müsste (da ja nur die Werbeeinnahmen von Ö3 auf Reichweiten angewiesen sind). Der private Sektor würde hingegen mit einem zweiten nationalen Sender einen großen Schritt nach vorne machen – und der duale Rundfunk wäre mehr als nur ein Stückchen näher gerückt. Es wäre geradezu fahrlässig, diese wirklich große, historische Chance für einen ausgewogenen Rundfunkmarkt zu verpassen."