Am Montag, dem 9. März 2015, widmet sich ORF III mit einem fünfteiligen Themenabend ganz dem Alpinismus. Zunächst beleuchtet die von ORF III koproduzierte Doku-Reihe "Abenteuer Alpen - Mit Reinhold Messner auf historischer Bergtour" in österreichischer Erstausstrahlung die Bergsteigerlegende und ausgewählte, bahnbrechende Ereignisse der Bergsportgeschichte: "Duell am Gipfel" (20.15 Uhr) über Tod und Gipfelsieg am Matterhorn, "Die Schattenwand" (21.05 Uhr) über tragische Schicksale in der Eiger-Nordwand und "Freiheit in den Bergen" (21.50 Uhr) mit Free-Solo-Kletterer Alexander Huber, der an sein großes Vorbild Paul Preuß und Freeclimbing in den Anfängen des 20. Jahrhunderts erinnert.
Danach widmet sich die Dokumentation "Die Wiege des Alpinismus" (22.40 Uhr) von Gernot Stadler dem Ursprung des Bergsports. In überwältigenden Bildern spannt der Film einen Bogen von den wichtigsten Erstbesteigungen in den Ost- und Zentralalpen bis zu den berühmten und gefürchteten Bergen des Himalaya, Nanga Parbat und Mount Everest. Den Abschluss des Themenabends bildet schließlich das Spielfilmdrama "Sein bester Freund" (23.35 Uhr) von Luis Trenker aus dem Jahr 1962, in dem die Besteigung der Eiger-Nordwand zur Eifersuchtstragödie wird. In der alpinen Dreiecksgeschichte zu sehen sind u.a. Dietmar Schönherr, Hans Nielsen, Carmela Corren und Skilegende Toni Sailer.
Mehr Details zu "Abenteuer Alpen - Mit Reinhold Messner auf historischer Bergtour":Reinhold Messner ist ein Kind der Alpen. Er kennt jeden Gipfel, jeden Grat - aber er ist auch ein hervorragender Kenner der Geschichte. In "Duell am Gipfel" (20.15 Uhr), dem ersten Teil seiner historischen Tour, erzählt er die sagenhaften Ereignisse um die Erstbesteigung des Matterhorns vor 150 Jahren, eine der größten Bergtragödien der Geschichte: Aus Freunden wurden Konkurrenten, aus sportlichem Ehrgeiz wurde nationalistischer Wahn.
Im zweiten Teil fährt Reinhold Messner zur Eiger-Nordwand: "Die Schattenwand" (21.05 Uhr). Martialisch als "Mordwand" bezeichnet, steht dieser Fels prototypisch für die Zeit des "heroischen Alpinismus". Eine Zeit, in der der Tod des Bergsteigers aus propagandistischen Gründen mitunter sogar gewollt war. Noch heute sind sie unvergessen: Der zu einer Eisstatue im Fels erstarrte Max Sedlmayer, Toni Kurz, dessen Tod noch heute die Filmwelt zu einem atemberaubenden Berg-Thriller inspiriert, und natürlich der legendäre Heinrich Harrer mit seiner Erstbesteigung der Nordwand.
In "Freiheit in den Bergen" (21.50 Uhr), dem dritten Teil der Reihe, trifft Reinhold Messner auf Alexander Huber. Dieser klettert ohne jegliche Sicherung auf die kleine Zinne bei Sexten: Free Solo. Hubers großes Vorbild, der Bergsteiger Paul Preuß, kam 1913 beim Freeclimbing zu Tode. Der Film zeigt auch die dunklen Seiten des Alpinismus, als der Rassismus in die Berghöhen Einzug hielt und die Dreitausender zum letzten Schlupfloch für lebensgefährliche Fluchten aus dem "Deutschen Reich" wurden.




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