Erneut wird in Österreich über ein - diesmal generelles - Rauchverbot in Lokalen diskutiert. ORF III nimmt die kontroverse Debatte über ein neues Rauchergesetz am Montag, dem 23. März, zum Anlass für einen vierteiligen Schwerpunktabend rund um die Wechselwirkung zwischen Rauchen, Marketing und Sucht (Details zur ORF-"Bewusst gesund"-Initiative unter presse.ORF.at). Wie steht es um die österreichische Raucherlobby, macht rauchen tatsächlich abhängig und mit welchen Marketingtricks arbeiten Zigarettenkonzerne? Diese Fragen beleuchten vier Dokumentation: Die ORF-III-Neuproduktion "Österreich: Der Kampf um den Rauch" (20.15 Uhr), "Endlich rauchfrei! Helfen Pflaster, Nadeln oder Psychologie?" (21.05 Uhr), "Die Philip Morris Story" (21.50 Uhr) und "Tabakkonzerne - Kinder als Zielgruppe" (22.40 Uhr).
Die Details zum Themenabend:Den Auftakt des Themenabend übers Rauchen macht die neue ORF-III-Produktion "Österreich: Der Kampf um den Rauch" (20.15 Uhr), die das komplexe Thema Rauchen in Hinblick auf gesundheitliche und wirtschaftliche Faktoren beleuchtet. Der große Erfolg der Raucherindustrie liegt nicht zuletzt an ihrer blendenden Lobbyarbeit, die sie bei Politik, Medizin und Forschung betreibt. Für diese Neuproduktion hat Regisseurin Edith Bachkönig ranghohe Interviewpartner aus der österreichischen Forschung und Politik sowie Betroffene vor die Kamera bekommen - ein beklemmender Einblick in das System "Zigarette" aus heimischer Perspektive.
Mit dem Rauchen aufhören - viele sind schon an diesem Vorsatz gescheitert. Die Dokumentation "Endlich rauchfrei! Helfen Pflaster, Nadeln oder Psychologie?" (21.05 Uhr) begleitet drei Probanden, die sich mit unterschiedlichen Methoden das Rauchen abgewöhnen möchten: Olaf mit Nikotinpflaster, Martina mit Akupunktur und Daniel mit Gruppentherapie. Viel Willenskraft ist in jedem Fall erforderlich. Doch wer von ihnen schafft den Sprung zum Nichtraucher? Anschließend zeigt "Die Philip Morris Story" (21.50 Uhr) Methoden, mit denen der Konzern abseits der öffentlichen Aufmerksamkeit arbeitet. "Nikotin macht nicht abhängig", bekundeten mehrere Manager des Zigarettenherstellers Philip Morris vor einem amerikanischen Gericht. Gleichzeitig sorgt der Konzern mit viel Geld dafür, dass er die Deutungshoheit in der wissenschaftlichen Forschung behält.
Zum Abschluss des Themenabend untersucht "Tabakkonzerne - Kinder als Zielgruppe" (22.40 Uhr) die Marketingstricks der Zigarettenlobby. Von massivem politischem Einfluss über verdeckte Werbekampagnen bis zur Infiltration von Patientenverbänden hat die Industrie alles getan, um ihr Überleben zu sichern. Gerade Kinder und Jugendliche gelten ihr dabei als geeignete Zielgruppe, da sie für von der Werbung suggerierte Images meist empfänglicher sind als Erwachsene.




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