Der von ARD und ZDF geplante Jugendkanal nimmt Formen an. Auf ein grundsätzliches Konzept haben sich die ARD-Intendantinnen und -Intendanten bei ihrer Sitzung in Köln nun verständigt. In einem nächsten Schritt wird es bei den zuständigen Gremien, im ZDF Fernsehrat und im Rundfunkrat des SWR, weiter diskutiert.
Der SWR ist auf der Seite der ARD federführend für das neu geplante junge Angebot verantwortlich. Schon in den kommenden Wochen ist geplant, das Konzept der Rundfunkkommission der Länder zu übergeben, damit die dortigen Regierungen die staatsvertragliche Beauftragung des Angebots in Gang setzen. Mit einem Start des neuen Jungendkanals ist allerdings nicht vor Mitte 2016 zu rechnen, teilte die ARD mit.
EinsPlus und ZDFkultur verschwinden
Zur Finanzierung sollen die einzustellenden Kanäle Digitalkanäle EinsPlus und ZDFkultur herangezogen werden. Darüber hinaus erfolge die Finanzierung durch Umschichtungen im bestehenden Finanzplan von ARD und ZDF. Der ARD-Vorsitzende Lutz Marmor sagte zu dem neuen Angebot: "Junge Leute sollen Themen anstoßen, mitdiskutieren und das Angebot aktiv mitgestalten."
Zielgruppe des neuen Jugendkanals sind 14- bis 29-Jährige. Der neue Sender soll frei und unabhängig von kommerziellen Interessen arbeiten - also komplett ohne Werbung auskommen. Eine Verbreitung ist ausschließlich über das Internet vorgesehen, weswegen Social-Media-Komponenten eine besondere Bedeutung beigemessen werden soll.




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