Die Erhebung von Radio- und TV-Gebühren soll neu geregelt werden. Bezahlen soll nicht mehr, wer einen Radio oder ein Fernsehgerät besitzt, sondern neu jeder Haushalt – und Firmen ab 500’000 Franken Umsatz. Ist das gerecht? Und soll man nicht zuerst über den Service public diskutieren – und dann über die Gebühren? Jonas Projer moderiert die Sendung und begrüsst auf der Pro-Seite Bundesrätin Doris Leuthard sowie Christian Levrat und auf der Contra-Seite Natalie Rickli und Hans-Ulrich Bigler.

Die Befürworter der Revision argumentieren, das neue Gebührensystem sei einfacher, billiger und effizienter. Da heute technisch jeder die Möglichkeit zum Fernseh- und Radiokonsum besitze, sei eine allgemeine Gebührenpflicht sinnvoll. Ausserdem: «Aufwendige Kontrollen entfallen ebenso wie die Durchsuchung von privaten Räumen nach Fernsehern, Handys oder anderen Empfangsgeräten», schreibt der Bundesrat.

Anderer Meinung sind die Gegner der Revision: Statt die Unternehmen zu entlasten, würden diese mit der neuen Abgabe zusätzlich zur Kasse gebeten. Ausserdem befürchtet das Nein-Komitee eine massive zukünftige Erhöhung der Abgabe. Generell sei die SRG SSR zu teuer: «Für eine schlanke und qualitative Grundversorgung brauchen die SRG-Fernsehbosse Spardruck statt einen Freipass zur Abzockerei», so das Nein-Komitee.

Braucht es das neue Gesetz? Was passiert bei einem Nein? Und: Ist es Zeit für eine Grundsatzdebatte über den Inhalt des Service public?

In der «Arena» diskutieren:

Pro-Seite:
– Doris Leuthard, Medienministerin, Bundesrätin CVP
– Christian Levrat, Parteipräsident SP, Ständerat SP/FR

Contra-Seite:
– Natalie Rickli, Nationalrätin SVP/ZH
– Hans-Ulrich Bigler, Direktor Schweizerischer Gewerbeverband