Am 22. Und 23. September werden die Österreichischen Medientage 2015 im Library & Learning Center am WU-Campus in Wien stattfinden. Für die 22. Auflage der Medientage haben sich die Veranstalter vorgenommen, „Disruption“ zu praktizieren und Themen so kontrovers, wie noch nie zu diskutieren:„Das Internet ist kaputt“, provoziert Andrew Keen, Autor und Internet-Kritiker. Einen steigenden Bedarf nach Phantasie und Fiction und ein digitales, neues Lagerfeuer wünscht Gerhard Zeiler, bei Turner für das internationale TV-Business verantwortlich. Vom „großen Streamen“ und der Disruption im klassischen Fernsehen spricht Shahrzad Rafati, Gründerin von BroadbandTV. Das sind lediglich drei der Highlights der Österreichischen Medientage 2015, die im Library & Learning Center am WU-Campus in Wien stattfinden.

Brisante Diskussionsthemen:

Werden sich Pay-Modelle bei elektronischen Tageszeitungen durchsetzen? Gehen die Ambitionen der Verleger im Transfer zu Digital Business-Companies auf? Wird sich konventionelles TV gegen die Streaming-Channels a la Netflix durchsetzen? Wie relevant sind Video-Channels a la YouTube? Ist das lineare TV tot? Werden Online-Handel und e-Commerce den klassischen Outlets und stationären Händlern an den Kragen gehen? Können konventionelle Agenturen und Mediabuyer mit bisherigen Kreations- und Zählmethoden noch adäquates leisten? Bedeutet die Übermacht von algorithmen-gesteuerten Filtersystemen das Ende autonomer Konsumenten? Sagt uns Big Data heute schon, was wir uns morgen wünschen möchten?

Scheitern ist kalkuliert:

All diese Fragen werden im Rahmen der 22. Österreichischen Medientagen thematisiert, die kontrovers wie noch nie sind. „Wenn man so will, praktizieren wir selbst Disruption“, so Hans-Jörgen Manstein, Initiator und Organisator des größten österreichischen Fachkongresses zum Thema Medien, Wirtschaftskommunikation und Marketing. „Wir alle wissen nicht, welcher Weg in die Zukunft der richtige ist. Scheitern ist gewissermaßen kalkuliert. Und Selbstverständnis geworden.“

Die Schwerpunkte im Programm:

Medien im Transfer, das Match der Channels, Cross-Media versus qualitativ hochwertigen Special Interest, Narratives und virales Marketing contra Produktwerbung, Chancen und Gefahren des Data-Targeting, digitaler Mehrwert und das Netz der Dinge.

„Die Österreichischen Medientage sind auch eine politische Veranstaltung: Welchen Einfluss hat Politik in der digitalisierten Vernetzung noch? Wie kann sie Rahmenbedingungen für eine IT-Infrastruktur setzen? Wie weit ist die digitale Agenda in diesem Lande? Gelingt es unserer Wirtschaft, das Web 4.0 effizient zu nutzen, nachdem wir bisher geschlafen und die Übermacht den datengetriebenen US-Konzernen überlassen haben?“, provoziert Manstein.

Fakt: die wichtigsten Medien- und Marketing-Manager, Verleger und Marktkommunikatoren des deutschsprachigen Raumes sind als Teilnehmer, Diskutanten und Key-Speaker bei den Österreichischen Medientagen präsent. „Allein deren individuelle Qualität garantiert hohes Niveau“, setzt Manstein fort und nennt Beispiele:

Thorsten Rossmann (WeltN24 GmbH), Bernd Reichart (VOX), Thomas Sessner (Bayerischer Rundfunk) und aus Österreich Alexander Wrabetz (ORF), Helmut Brandstätter (Kurier), Richard Grasl (ORF), Markus Breitenecker (ProSiebenSat1Puls4), Jan Trionow (3 Österreich), Rainer Nowak (Die Presse), Harald Gutschi (Unito Versand) etc.

Besonders spannend: 300 Sekunden – Die große Media Casting Show. Ein Live-Casting der führenden Branchenvertreter über ihre Zukunftspläne. Erwartet werden 2.000 Teilnehmer, bei einem gerafften, konzisen Programm, in einem spannenden Ambiente, das im Vorjahr schon euphorisch angenommen wurde.