-
Strict but fair
Hat der ORF Scheinselbständige beschäftigt?
Dokumente legen nahe, dass der ORF Mitarbeiter an eine Leiharbeitsfirma ausgelagert hat, die dann als Scheinselbständige für ihn tätig waren. Das berichtet der Falter in seiner morgen, Mittwoch, erscheinenden Ausgabe. Bestätigt sich der Verdacht, könnten dem gebührenfinanzierten Sender nun Nachzahlungen in Millionenhöhe an die Gebietskrankenkasse drohen.
In einem Brief an die ORF-Führung behaupten 53 Mitarbeiter, der ORF habe technische Mitarbeiter dazu gedrängt, sich selbstständig zu machen und Rechnungen künftig an die Leiharbeitsfirma Profis4U zu schicken. Die dem Falter vorliegenden Unterlagen deuten daraufhin, dass zumindest einige der Mitarbeiter hätten angestellt werden müssen. Für sie kann die Gebietskrankenkasse für fünf Jahre rückwirkend die Sozialbeiträge nachfordern.
Die Causa war ins Rollen geraten, weil der ORF die Verträge zwischen seinen Mitarbeitern und der Leiharbeitsfirmen evaluieren ließ, nachdem die Gebietskrankenkasse eine andere Leiharbeitsfirma des ORF kontrolliert hatte. Aufgrund rechtlicher Bedenken stoppte der ORF die Zusammenarbeit mit der Leiharbeitsfirma profis4U. Die Mitarbeiter, die im ORF tätig waren, bekamen daraufhin zwischenzeitlich keinen Lohn mehr. Statt die Mitarbeiter zu bezahlen, stellte ihnen der ORF einen zinslosen Kredit zur Verfügung, den die Mitarbeiter an den ORF zurücküberweisen sollten, wenn sie das Geld von der Leiharbeitsfirma überwiesen bekämen. Der ORF dementiert alle Vorwürfe entschieden.
-
Posting Permissions
- You may not post new threads
- You may not post replies
- You may not post attachments
- You may not edit your posts
-
Forum Rules