Im September hat ATV den Start der neuen „Klartext“-Staffel relativ kurzfristig um eine Woche nach vorn verlegt. Der Grund: die Flüchtlingskrise. Moderator Martin Thür begleitete einige Flüchtlinge auf ihrem beschwerlichen Weg nach Europa, aufgrund der Aktualität schob der Sender die Ausgabe am Montagabend ein.

Thür sprach mit vielen Flüchtlingen, unter ihnen war auch die 26-jährige Syrerin Nur Jaar, die eigentlich in den französischen Raum wollte, weil sie früher als Übersetzerin für italienisch und französisch arbeitete. Im Gespräch mit HORIZONT verrät Thür nun, dass die junge Syrerin es erst nach Deutschland geschafft habe und inzwischen in Luxemburg angekommen sei. „Es geht ihr gut“, versichert Thür, der mit ihr nach wie vor via Whatsapp in Kontakt steht.

In Luxemburg habe Jaar Asyl beantragt, doch die Behörden waren stutzig, weil sie vor Jahren schon einmal in Italien war und von damals noch ein Visum im Pass hatte. „Die luxemburgischen Behörden vermuteten deshalb, sie sei über Italien in die EU gekommen und wollten sie nach Italien abschieben“, erklärt Moderator Thür. Und jetzt kommt „Klartext“ ins Spiel: „Als Beweis, dass sie über Serbien und Ungarn in die EU eingereist ist und vorher in Syrien war, hat sie ihnen die Sendung gezeigt.“ Noch sei das Asylverfahren nicht beendet, erklärt Thür, „aber die Behörden haben die Sendung als Beweismittel anerkannt.“