Surreal, schonungslos und spannend: Nach hymnischen Kritiken, einem internationalen Festivalreigen, DVD-Platinstatus und einem VoD-Erfolg auf Flimmit zeigt David Schalkos topbesetztes Schauspielensemble ab 2. November 2015 (jeweils Montag um 20.15 Uhr bzw. zum Auftakt in einer Doppelfolge auch um 21.05 Uhr) nun auch in ORF eins sein Spiel aus Gier, Wahnsinn und Macht. In seinem neuesten Serienhighlight "Altes Geld" erzählt Schalko von einem Patriarchen, der eine neue Leber braucht, und präsentiert damit ein opulentes Fernsehgemälde um eine Familie, die keine Liebe kennt. Zu einem Presse-Abendessen begrüßten gestern, am Mittwoch, dem 21. Oktober, ORF-Fernsehdirektorin Mag. Kathrin Zechner, ORF-Fernsehfilmchef Dr. Heinrich Mis, David Schalko und sein topbesetztes Schauspielensemble um Sunnyi Melles, Nicholas Ofczarek, Manuel Rubey, Thomas Stipsits und Ursula Strauss sowie Produzent John Lueftner.

Vor der Kamera standen für "Altes Geld" außerdem u. a. Udo Kier, Nora von Waldstätten, Edita Malovcic, Robert Palfrader, Simon Schwarz, Cornelius Obonya, Herbert Föttinger, Johannes Krisch, Florian Teichtmeister, Yohanna Schwertfeger, Michael Maertens, Carlo Ljubek, Raimund Wallisch, Julian Loidl, Clemens Berndorff, Shifra Milstein und Lukas Miko. Gedreht wurde in Wien und Niederösterreich (u. a. Gaweinstal-Pellendorf, Puchberg am Schneeberg, Reichenau an der Rax, Stockerau und Vösendorf) sowie in Namibia.

ORF-Fernsehdirektorin Mag. Kathrin Zechner: "Um unserem Publikum Serien wie "Altes Geld" anbieten zu können, bedarf es essenzieller Zutaten, die sich hier wiederfinden. Dazu gehören Mut, gesellschaftskritische Themen pointiert zu erzählen, unbedingtes Vertrauen des hochkarätigen Schauspielensembles in Autor und Regisseur sowie die redaktionell Verantwortlichen. Im Mittelpunkt steht aber die Story, die "Altes Geld" mit hoher gesellschaftlicher Relevanz auszeichnet, indem sie unsere teilweise Realität in ihrer dramaturgischen Schärfe wiedergibt, überhöht und uns vor Augen führt. Ich danke allen, die mit ihrem Mut und ihrem Können die reale Dekadenz als gesellschaftliches Übel aufzeigen. Auch diese Eigenschaft und diese Haltung zeichnen ,Altes Geld‘ aus."

Buch und Regie tragen das Gütesiegel David Schalko: "Es geht um eine Familie, in der keiner dem anderen etwas Gutes will - und dann braucht der Patriarch eine Leber. ,Altes Geld‘ ist immer gleichzeitig dramatisch und komisch, beide Genres werden bedient, und man kann es sowohl als Tragödie als auch als Komödie lesen. Und es lebt von den Menschen und deren Abgründen, die es beleuchtet."

Sunnyi Melles: "Viele Leichen und ein Hoffnungsschimmer"
Sunnyi Melles (auch am 2. November zu Gast bei "Willkommen Österreich mit Stermann & Grissemann") spielt Liane Rauchensteiner, die zweite Ehefrau des von Udo Kier verkörperten Familienoberhaupts Rolf Rauchensteiner: "Sie ist in allen Betten zuhause, von denen das System Rauchensteiner profitieren kann. Ihre machiavellistische Phantasie scheint grenzenlos. Ihre böse Kraft hält die Familie zusammen." Melles weiter über die Serie: ",Altes Geld‘ ist sehr humorvoll, und gleichzeitig soll es provozieren, irritieren, mit Haltung unterhalten, aber auch reflektieren. Es gibt wie bei Shakespeare am Schluss zwar viele Leichen, aber auch einen Hoffnungsschimmer. Und es geht auch darum, aufmerksam zu machen, wie grausam die Menschen sein können, wenn es um Geld geht."

Nicholas Ofczarek und Manuel Rubey: "Eine surreale Welt"
Nicholas Ofczarek (als Zeno) und Manuel Rubey (als Jakob) geben die beiden Söhne von Rolf Rauchensteiner: ",Altes Geld‘ ist eine surreale Welt, in der sehr Sonderliches passiert, das aber nur ein Ausschnitt ist von etwas viel Grausamerem, Furchtbarerem und Aberwitzigerem, das in der Welt, in der wir leben, wirklich stattfindet", so Ofczarek. Und weiter über die Figur: "Meine Rolle macht ungewollt eine Wandlung durch, wie es so oft ist in einem Menschenleben. Zeno lebt so dahin in Glücksspiel, mit Kokain und gerät dann in eine Situation, in der er relativ hilflos wird und mehr tot als lebendig ist - aber er lebt noch. Und für einen Schauspieler gibt es nichts Interessanteres als Konflikte und Abgründe." Manuel Rubey (auch am 5. November in ORF eins in "Zweisitzrakete") über seine Rolle: "Jakob ist ein völlig degenerierter Typ, der seit seiner frühesten Kindheit im absoluten Luxus, aber gleichzeitig in der denkbar kältesten Umgebung lebt. Mit einer Mutter, die nie irgendwelche Emotionen zugelassen hat, und mit einem Vater, über den er nie hinwegkommen wird. Ein sehr bemitleidenswerter Kerl. Und genau da wird es für mich spannend. Ich mag Figuren, die ihre Schatten und Brüche haben."Thomas Stipsits und Ursula Strauss: "Schonungslos, spannend und auf eine krude Art lustvoll"

Thomas Stipsits spielt Herwig Brunner, die zwischen Gut und Böse zerrissene rechte Hand von Rolf Rauchensteiner: "Herwig Brunner und seine Ehefrau sind die Figuren, die nicht wirklich in das ganze Konzept passen. Insofern ist dieser Strang sehr schön, weil wir die einzigen Normalen sind, die in dieser Welt nie wirklich heimisch werden. Brunner hat ein persönliches Motiv, aber in Wahrheit ist es nicht sein Spiel, das da gespielt wird." Wie Stipsits "Altes Geld" beschreiben würde? "Ein Gemälde, aus Blut gemalt und mit Tränen verdünnt. ,Altes Geld‘ ist sehr böse, abgründig und tragisch, aber in dieser Tragik steckt auch sehr viel Komik. Am besten ist es aber, gar keine Vorstellung zu haben und sich auf diese irrwitzige und verrückte Welt einzulassen. Dann kann man es auch so richtig genießen." Ursula Strauss (auch am 28. Oktober in ORF 2 in "Meine fremde Frau") über ihre Rolle als Ehefrau Barbara Brunner: "Meine Figur ist die einzige, die mit diesen Intrigen und Machenschaften, der Korruption nichts zu tun hat und - kompromisslos - auch nichts damit zu tun haben möchte. Eine Frau, die versucht, ihre Ehe zu retten und ihren Mann zurückzubekommen, als sie draufkommt, dass sie in einem Lügengebilde lebt. Und sie ist die Figur, die das meiste zu verlieren hat, das, worum es eigentlich geht: Familie, das Echte. Sie weiß das noch und kämpft darum. Ihr Mann hat das vergessen, und es bleibt spannend, ob er zurückfindet oder nicht." Strauss über "Altes Geld": ",Altes Geld‘ ist schonungslos, spannend und auf eine krude Art lustvoll."

"Altes Geld" als Video-on-Demand in HD auf Flimmit
Neben der Möglichkeit, einzelne Episoden sowie die gesamte Serie auf der Video-on-Demand-Plattform Flimmit in HD zu streamen (für 30 Tage leihen) oder downzuloaden (auf unbegrenzte Dauer kaufen), ist "Altes Geld" ab 14. Dezember auch im Abo-Angebot auf Flimmit verfügbar. Das Abo mit Tausenden Titeln aus Österreich und Europa ist bereits ab 7,50 EUR im Monat erhältlich.

Die DVD und Blu-ray zur Serie
Die ORF-Serie "Altes Geld" ist als 3er-DVD- bzw. als 2er-Blu-ray-Box bei Hoanzl (www.hoanzl.at) und im österreichischen wie deutschen Medienhandel erhältlich.

Drehbücher und Soundtrack
Die Drehbücher zur Serie sind im Jung und Jung Verlag erschienen und broschiert sowie als E-Book erhältlich. Der Soundtrack zur Serie ist bei Hoanzl und im Medienhandel erhältlich.

Mehr zu den Folgeninhalten ist online unter http://presse.ORF.at abrufbar.

"Altes Geld" ist eine Koproduktion von ORF und Superfilm, mit Unterstützung von Fernsehfonds Austria, Filmfonds Wien und vom Land Niederösterreich.

"Altes Geld" ist nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage auf der Video-Plattform ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) als Video-on-Demand und auch als Live-Stream abrufbar.