Mitte September hat der ORF angekündigt, zur teilweisen Finanzierung für das Gesamtprojekt Küniglberg eine Anleihe zu platzieren. Am Donnerstag berichtete die APA nun, dass der ORF darüber 180 Millionen Euro erlösen konnte. Die Laufzeit beträgt 30 Jahre, die Konditionen seien mit 2,18 und 2,30 Prozent günstig. Nun bestätigt der ORF die 180 Millionen Euro: Das geplante Volumen sei damit um 80 Millionen Euro übertroffen worden - die Nachfrage war offensichtlich größer als gedacht.

ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz sagt: „Die Anleihe ist ein wichtiger Schritt in der Finanzierung des neuen Medienstandortes im ORF-Zentrum. Der Erfolg ist ein Beleg dafür, dass nicht nur das Publikum dem ORF vertraut, sondern auch internationale Investoren den wirtschaftlich erfolgreichen und stabilen Kurs des ORF honorieren.“

Finanzchef Richard Grasl spricht davon, dass man das Standortprojekt nun „zu weit günstigeren Gesamtkosten“ umsetzen könne als ursprünglich geplant. „Dass der ORF selbst in schwierigen Kapitalmarktzeiten gut platzieren kann, ist besonders erfreulich und ein toller Erfolg für alle Mitarbeiter und die Geschäftsführung.“ Die Transaktion wurde von UniCredit Bank Austria und RBI begleitet.

Der ORF-Stiftungsrat hat die Neuordnung des Standorts auf Vorschlag der Geschäftsführung 2014 getroffen. Das Bauvolumen beläuft sich insgesamt auf rund 300 Millionen Euro.