Das Institut für Rundfunktechnik hat die Entscheidungen der ITU-Weltfunkkonferenz (WRC-15), über die Nutzung des Ultra-High-Frequency-Bandes (UHF) begrüßt. Die Entscheidungen der Weltfunkkonferenz sichern die Zukunft des digitalen Antennenfernsehens.

Vertreter von mehr als 150 Regierungen einigten sich am 26. November, nach intensiven Beratungen in Genf darauf, dass das UHF-Band (470-694 MHz) in der ITU-Region 1 (Europa, Afrika, dem Nahen Osten und Zentralasien) bis mindestens 2023 ausschließlich terrestrischen TV-Diensten vorbehalten bleibt. Es wurde beschlossen, dass es im 470-694-MHz-Band weder sofort noch auf der WRC-19, in vier Jahren, zu Änderungen kommen soll. Stattdessen einigte man sich darauf, erst auf der WRC-23 die Frequenznutzung im gesamten UHF-Band (470-960 MHz) ergebnisoffen zu überprüfen. Eine überwältigende Mehrheit der teilnehmenden Funkverwaltungen bekannte sich auch für die Zeit nach 2023 zu einer fortgesetzten Nutzung des Bandes durch den terrestrischen Rundfunk.

Die Delegierten stimmten darin überein, dass das aktuell vom Rundfunk genutzte Spektrum zu wichtig sei, um es Mobilfunkdiensten zuzuweisen. Es soll weiterhin ausschließlich für Rundfunkdienste wie das digitale Antennenfernsehen (DVB-T/DVB-T2) sowie für drahtlose Produktionsfunksysteme erhalten bleiben.

In langwierigen Verhandlungen betonten die Delegierten auf der WRC die Bedeutung des Antennenfernsehens für den sozialen Zusammenhalt der Gesellschaft und seine Funktion als Wachstumsmotor im kulturellen Bereich. In vielen Ländern wurden und werden erhebliche Investitionen in digitale terrestrische Plattformen getätigt. Mit der heutigen Entscheidung besteht somit Rechts- und Investitionssicherheit für die Zukunft des digitalen terrestrischen Rundfunks.

Eine große Mehrheit der EU-Mitgliedstaaten unterstützte die Entscheidung, das Frequenzband 470-694 MHz für die terrestrische Ausstrahlung zu erhalten. Das Ergebnis der WRC hat einen positiven Einfluss auf europäischer Ebene und bestätigt den 2014 im Lamy-Report veröffentlichten Vorschlag, das digitale terrestrische Fernsehen auf lange Sicht zu erhalten.

Großer Erfolg europäischen Rundfunk

Das Ergebnis der WRC sei ein großer Erfolg für den europäischen Rundfunk. Dies wurde nicht zuletzt durch das Engagement der deutschen Funkverwaltung bzw. Delegationsleitung ermöglicht, hieß es abschließend.