Adventzeit ist ORF-Landkrimi-Zeit! Die mörderische Bundesland-Tour setzt sich nach dem großen Erfolg von „Steirerblut“ (Steiermark), „Die Frau mit einem Schuh“ (Niederösterreich) und „Alles Fleisch ist Gras“ (Vorarlberg) fort. Diesmal werden Oberösterreich („Der Tote am Teich“ am 3. Dezember), das Burgenland („Kreuz des Südens“ am 10. Dezember) und Kärnten („Wenn du wüsstest, wie schön es hier ist“ am 17. Dezember) zum Tatort!
Los geht es am Donnerstag, dem 3. Dezember 2015, um 20.15 Uhr in ORF eins mit der ORF-Premiere von Nikolaus Leytners „Der Tote am Teich“. Darin führt eine Leiche am Dorfteich Josef Hader als ehemaligen Polizisten Sepp Ahorner und Maria Hofstätter als Linzer Kriminalbeamtin Grete Öller auf eine kriminalistische Spur. Während Ahorner und Öller nicht vor Tatendrang sprühen, möchte sich Öllers Assistentin Lisa Nemeth (Miriam Fussenegger) bei ihrem ersten Außendienst sofort in die Arbeit stürzen. Und so ermitteln sie zwar alle, aber jeder auf seine ganz eigene Art und Weise. In weiteren Rollen spielen Erni Mangold, Philipp Hochmair, Martina Spitzer, Karola Niederhuber, Wiltrud Schreiner, Ferry Öllinger u. a. Das Drehbuch lieferte Susanne Freund. Gedreht wurde von Februar bis März 2015 in Freistadt, Windhaag bei Freistadt, Hirschbach im Mühlkreis, Grünbach, Sandl und Rainbach im Mühlkreis. „Der Tote am Teich“ lief bereits in den oberösterreichischen Kinos und lockte mehr als 19.000 Besucherinnen und Besucher an. Damit katapultiert sich der Landkrimi, obwohl er in nur einem einzigen Bundesland im Kino gezeigt wurde, in die Top 10 der österreichischen Kinofilme 2015. Im Anschluss an „Der Tote am Teich“ steht um 21.55 Uhr mit der Wolf-Haas-Verfilmung „Komm, süßer Tod“ ein weiterer Film mit Josef Hader in der Hauptrolle auf dem Programm von ORF eins.
Außerdem sind die drei neuen Landkrimis bereits auf DVD bei Hoanzl im Medienhandel und auf der Video-on-Demand-Plattform Flimmit erhältlich. Unter www.flimmit.com stehen die ORF-Landkrimis als Stream (für 30 Tage leihen) und Download (auf unbegrenzte Dauer kaufen) in HD zur Verfügung. Darüber hinaus sind auch die ersten drei Landkrimis als Einzelabruf und zusätzlich auch im Abo erhältlich.
Josef Hader: „In Wirklichkeit ist es kein reiner Krimi – sondern eine Tragikomödie“
„Mir gefällt die Ruhe der Landschaft im Mühlviertel, kombiniert mit einem lakonischen Humor. Ich find es gut, dass der Humor passiert vor einem Hintergrund, der nicht so schön ausschaut. Obwohl das Mühlviertel natürlich schön ist, aber die Geschichte des Mannes, den ich spiele, ist keine sehr lustige. Er wohnt bei seiner Mutter, weil er seine Familie bei einem Unfall verloren hat“, sagt Josef Hader und meint weiter: „Eigentlich ermittelt er nicht. Er verschaut sich ein bisserl in die Kommissarin und hilft ihr deshalb. In Wirklichkeit – und das ist die Stärke des Films – ist es ja kein reiner Krimi, sondern eine Tragikomödie über Menschen in ihren frühen 50er Jahren: Und Maria Hofstätter und ich spielen zwei Figuren, die sich ineinander verlieben – und das macht den Zauber aus. Ich wohne eben bei meiner Mutter und bin an nix mehr interessiert seit dem Tod meiner Familie und erwache dann wieder zum Leben.“
Wie sich Josef Hader Rollen aussucht, erklärt der Kabarettist und Schauspieler sehr bescheiden: „Ich bin kein besonders guter Schauspieler, ich muss mir immer Figuren suchen, bei denen ich denke ‚das kriegst irgendwie hin‘ – ich kann nicht zu weit weggehen von mir. Das heißt, die Rolle muss irgendwas in mir auslösen, es muss eine Seite geben, die ich bedienen kann. Ansonsten sollte das Drehbuch auch halbwegs gut sein. Und in diesem Fall war die Zusammenarbeit mit Maria Hofstätter und Erni Mangold auch ausschlaggebend – weil das zwei Schauspielerinnen sind, die ich sehr mag und mit denen ich schon längst arbeiten wollte.“
Maria Hofstätter: „Ich habe gewisse Arbeitsehen – und da gehört Josef auch dazu“
„Ich kenne Josef Hader schon lange und wir schätzen uns sehr – es war einfach schön, bei diesem Film länger miteinander zu tun zu haben“, freut sich Maria Hofstätter und erklärt weiter: „Für mich macht das die Zusammenarbeit auch immer leichter, wenn mir jemand vertraut ist – darum habe ich auch so gewisse Arbeitsehen in meinem Leben – und da gehört der Josef auch dazu. Man kommt viel schneller auf den Punkt, wenn man sich gegenseitig spürt und kennt.“ Besonders hat der gebürtigen Oberösterreicherin auch die Arbeit in der Heimat gefallen: „Es ist natürlich schön, wenn man im ganz eigenen Dialekt reden darf, die Mentalität kennt und die Landschaft. Nikolaus Leytner hat wirklich sehr viel Wert darauf gelegt, dass es wirklich Oberösterreicher sind, die da besetzt wurden. Ich find die Idee dieser Landkrimis sehr schön, dass man wirklich authentisch regionale Geschichten erzählt.“
Regisseur Nikolaus Leytner über das Spezielle an der ORF-Reihe: „Der Landkrimi ist insofern besonders, dass es nicht nur erlaubt, sondern sogar erwünscht ist, dass die Darsteller so sprechen, wie sie eben sprechen. Und dieses Lokalkolorit soll sich nicht nur in der Sprache widerspiegeln, sondern auch in der Art, wie die Figuren gezeichnet sind und wie die Bilder aussehen. So lassen sich im Regionalen Geschichten finden und erzählen, die vielleicht auch global gültig sind.“ Und weiter über das Besondere am Film selbst: „Was mich sehr interessiert hat, war, dass ,Der Tote am Teich‘ schon vom Buch her nicht als klassischer Whodunit-Krimi angelegt war, sondern dass es stark um Menschen, ihre Beziehungen und ihr Leben geht – das gepaart mit einer gewissen trockenen Art von Humor und einer Geschichte, die letztendlich sehr berührt. Und wenn man dann auch noch mit Schauspielern wie Josef Hader und Maria Hofstätter arbeiten darf, ist man eigentlich schon auf der sicheren Seite.“
Mehr zum Inhalt
Mühlviertel, Oberösterreich. Auf dem zugefrorenen Gemeindeteich liegt die übel zugerichtete Leiche eines Urlaubers. Der Mann wurde mit einem Eisstock erschlagen. Der zurückgezogen lebende ehemalige Polizist Sepp Ahorner (Josef Hader) ist als erster am Tatort. Sepp, der im Dorf als „eigen“ gilt, lebt seit seinem Burn-out bei seiner Mutter Maria Ahorner (Erni Mangold) und interessiert sich nur mehr für Wildtiere. Die Linzer Kriminalbeamtin Grete Öller (Maria Hofstätter) und ihre Assistentin Lisa Nemeth (Miriam Fussenegger) können mit dem aussortierten Kollegen und seinen merkwürdigen Methoden wenig anfangen. Der Fall scheint als Eifersuchtsmord zunächst ohnehin klar, bis sich herausstellt, dass das Opfer nicht nur erschlagen, sondern auch vergiftet wurde. Sepp ermittelt inzwischen auf eigene Faust.
„Der Tote am Teich“ ist eine HD-Koproduktion von ORF, ARTE und Lotus-Film GmbH.
Die Landkrimis sind in der ORF-TVthek (http:/TVthek.ORF.at) sowohl als Live-Stream als auch nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage lang als Video-on-Demand abrufbar.




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